-
Tipp für Studenten
Ein Jahr Prime kostenlos und einen 20% erhöhten Eintauschwert auf Trade-In erhalten alle Studenten die bei Amazon Student angemeldet sind.
| ||||||||||||||||||||
Produktinformation
|
Die Soziologin Karin Priester ist mit ihrer Biografie Mary Shelley -- Die Frau, die Frankenstein erfand angetreten, diese falschen Wahrnehmungen zu korrigieren. "Kaum ein Leben ist so spannend, so reich an persönlichen Schicksalsschlägen, an Liebe, Eifersucht und Tod, an künstlerischen Krisen, gesellschaftlichem Glanz, romantischen Begegnungen, enthusiastischen Erfahrungen, aber auch an tiefem seelischen Unglück, an Depressionen, Verfolgungswahn und materieller Armut", schreibt sie in ihrem Vorwort, und: "... so bleibt sie als Denkerin zwischen Rousseau und Nietzsche im Spannungsfeld von Aufklärungskritik, Romantik und Nihilismus erst noch zu entdecken." Karin Priester möchte ein Leben erzählen, gestützt vor allem auf die in den 80er-Jahren herausgegebenen Briefe und Tagebücher von Mary Shelley.
Leider gelingt ihr das nur sehr unzureichend. So weiß sie zwar zahllose Details über das Umfeld Mary Shelleys, das Verhältnis zu ihrem äußerst dominanten Vater William Godwin und dem launischen Ehemann Percy Shelley zu berichten. Tiefer greifende Schlüsse werden jedoch nirgends gezogen, nur Klatsch und Tratsch erzählt. Von Frankenstein abgesehen werden die Werke Mary Shelleys nur einer oberflächlichen Betrachtung unterzogen, ihr mangelnder finanzieller Erfolg scheint wichtiger als die zeitgenössische Rezeption oder ihre Bedeutung für die Romantik.
Dazu kommt, dass Karin Priester nicht eben eine begnadete Erzählerin ist. Einschübe wie "wir erinnern uns" und "da traf es sich", Wortwiederholungen und unklare Bezüge fördern nur bedingt Verständnis und Lesevergnügen. Das fast völlige Fehlen von Jahreszahlen erschwert die Orientierung; bei gelegentlichen Exkursen in die Zukunft und Vergangenheit fällt es schwer, den Überblick zu bewahren. Und ist es wirklich angemessen, von den weiblichen Protagonisten als "die Wollstonecraft" zu sprechen, von Mary Shelleys Mann als "Percy Shelley", von ihr jedoch immer nur als "Mary"?
Dank der zahlreichen verarbeiteten Quellen und trotz aller Mängel bietet Mary Shelley deutschsprachigen Leserinnen und Lesern die Möglichkeit, sich intensiver mit dem Leben einer der wichtigsten Autorinnen der ausgehenden Romantik zu beschäftigen. Darüber hinaus bietet die illustrierte Frankenstein-Ausgabe bei Gerstenberg zahlreiche einfallsreich präsentierte Informationen zu Autorin und Werk. Und der entsprechende Amazon.de-Beitrag von Joachim Koerber ist wie immer nur einen Mausklick entfernt. --Felix Darwin -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.
Tags(Was ist das?)Bei einem Tag handelt es sich um ein Schlagwort, das zum Produkt passt.
Tags erleichtern allen Kunden die Suche und die Sortierung ihrer Lieblingsprodukte. |
|
Das Forum zu diesem Produkt
Fragen stellen, Meinungen austauschen, Einblicke gewinnen Aktive Diskussionen in ähnlichen Foren
Kundendiskussionen durchsuchen
|
Ähnliche Foren
|
||||||||||||||||||||||||||||||||||