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Marx' Gespenster
 
 
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Marx' Gespenster [Broschiert]

Jacques Derrida
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Broschiert, Mai 1998 --  

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Produktinformation

  • Broschiert: 282 Seiten
  • Verlag: Fischer-TB.-Vlg.,Ffm (Mai 1998)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3596123801
  • ISBN-13: 978-3596123803
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 1.055.630 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
gegen den Strich 16. November 2007
Format:Taschenbuch
Derrida bewährt sich wieder darin, einen Autor gegen den Strich zu lesen. Marx, heillos überfrachtet mit politischen, soziologischen und vielleicht ökonomischen Diskursen wieder dem freien denkenden Blick zu öffnen, ist kein leichtes Unterfangen.
Derrida gelingt dies, indem er das scheinbar Fernste seines Denkens zu seinem Nächsten werden lässt, nämlich das Gespenstige. Dabei hat er ursprünglich an das berühmte Gespenst Marx', "das Gespenst des Kommunismus" des kommunistischen Manifestes gar nicht gedacht, das Buch dreht sich eher um die Heimsuchung des Werkes durch das Verbannte, wobei diese Heimsuchung den inneren Kern der Lebendigkeit ausmacht. Im Gespenst als ein Anwesen des Abwesenden ist Derrida bei sich selbst und die Verquickung des Marxschen denkens mit dem Werk Shakespeares tut das Übrige. Sicher kein ganz grosses Buch, aber ein lesenswertes un markantes.
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8 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Mad Circus TOP 1000 REZENSENT
Format:Taschenbuch
Wenn man dieses Derrida'sche Machwerk radikal auf die Füße stellt und damit den hyperbolischen Diskurs seines Autors ein wenig erdet, dann kommt hier nichts weiter raus, als dass Marx nicht totzukriegen ist (auch wenn ihn der z.B. liberale Diskurs gern totredet), weil Geister (Ideen?) eben nicht sterben (aufgrund ihres paradoxen ontologischen Statuses), und die sogenannte Dekonstruktion nicht nur in der Tradition eines gewissen Marxismus steht, sondern auch dessen Radikalisierung darstellt und jedes kritische Unternehmen immer mit Marx zutun haben wird. Auch fällt Derrida auf, wie oft Marx sich in seinen Schriften auf Geister bezieht oder diese thematisiert usw. (wie im Kommunistischen Manifest: Ein Geist geht um in Europa, der Geist des Kommunismus usw.) Wenn ich das Buch so kleinmache, dann nur, weil es im Grunde für eine ganz gewisse Klientel geschrieben ist und sich jeder Normalsterbliche an diesem Krempel die Zähne ausbeißt. Deshalb ist das Buch auch nur für Leute zu empfehlen, die sich in einem absolut enervierenden Expertendiskurs von Marxisten und solchen die sich dafür unbedingt halten müssen umschauen möchten. Das liegt letztendlich an dem starken philosophischen Zugriff den Derrida hier walten lässt. Mit dem Erbe Marxens oder des Marxismus kann man sich auch ganz anders auseinandersetzen. Naja.

Obwohl man Derridas Volten und Sprachspiele nicht im voraus disqualifizieren sollte und ruhig aufmerksam und konzentriert auf ihre Inhalte abzuklopfen bereit sein müsste, merkt jeder einigermaßen pragmatische Leser recht schnell, dass hier viel zu viel Käsekuchen hin und her geschoben wird. Philosophen würden von Tiefsinnigkeit sprechen - sicherlich, aber Derridas Versiertheit rettet ihm den Kragen.

Nach der Lektüre nun mittlerweile einiger Bücher von Jacques Derrida, die sich dem Bereich der Politik oder des Politischen widmen, bin ich mehr als ermattet, da dieses rhetorische Rumgefuchtel auf Dauer kaum wirklich beeindrucken kann und sich im Kern immer wieder auf eine handvoll Motive zurückführen lässt. Trotzdem muss ich sagen, dass man das erstmal in dieser Form nachmachen muss und ich Derridas Arbeiten, insbesondere das hier rezensierte Buch, für gleichermaßen blödsinnig, als unverzichtbar halte. Möglicherweise fehlt mir aber gerade die nötige philosophische Empathie, um der Sache auf Dauer folgen zu können, aber wenn man schon einen fiktiven Theoriediskurs fährt, dann lieber einen der mehr fetzt und unterhält.
Was Derrida hier aneinanderreiht, ist aber kaum auf Dauer aushaltbar, wenn man nicht ganz abdrehen möchte und so verwundert es kaum, dass er in der Politikwissenschaft als Autor selbst nur eine Randfigur darstellt. Möglicherweise ist das eben auch einer Art Kompetenzüberschreitung geschuldet. Sollte denn wirklich jeder über alles reden können?

Jedenfalls, auch wenn diese Rezension unbrauchbar sein sollte, da sie sich kaum konkret mit dem Buch und seinen Thesen auseinandersetzt, bleibt für mich nur das Fazit dieses Buch nur den hartgesottenen Lesern zu empfehlen, die auch mal den schlimmsten Sprachschwurbel überstehen können. Für mich - ist das nichts.
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