so wie der film-regisseur steven spielberg sein geld dafür einsetzte, eine dokumentation des holocaust mit einer langen interview-reihe der überlebenden für sein film-archiv anzulegen, so setzte sich der berühmte regisseur martin scorsese für die dokumentation der anfänge des blues ein - und lieferte somit einen weiteren baustein beim festhalten einer geschichte der gitarre des letzten jahrhunderts; sicherlich tröstlicher als die schockierende dokumentation der juden-verfolgung - aber immerhin: auch die blues-musik ist letztendlich als ergebnis von verschleppung und unmenschlicher, rassisitischer behandlung zu verstehen. natürlich kommt in den blues-songs nicht nur leid zum tragen - sondern auch lebensfreude, die technik einer überwindung von unterdrückung und umgestaltung in mutgebende rhythmik und dynamik. martin scorsese unterstütze eine sammel-CD zu den blues-veteranen robert johnson, leadbelly, taj mahal, keb'mo', stevie ray vaughan etc. und gottseidank entstand auch sehr brauchbares über SON HOUSE; der hatte bereits als sideman des vaters aller blues-gitarristen gedient: CHARLIE PATTON. und um an der lebensfreude teilzuhaben, die nicht nur in diesem bärenstarken, großgewachsenen SON HOUSE steckt, sondern auch in seinen songs und lied-titeln, höre man einmal hinein in: "GRINNING IN YOUR FACE" ...