Neue Zürcher Zeitung
Heidegger als Mosaik
lx. Die Beschäftigung mit Martin Heidegger so Günter Figal anlässlich der dritten Auflage seiner kleinen Heidegger-Monographie gleiche noch immer der «Betrachtung eines unfertigen, aber schon recht weit vorangebrachten Mosaiks». Zwar geben die mittlerweile veröffentlichten Texte und Vorlesungsnachschriften für sich ein reiches Bild, aber mit jedem neu erscheinenden Band der Heidegger-Gesamtausgabe liessen sich auch Korrekturen und Präzisierungen am bisherigen Bild des Todtnauberger Eremiten vornehmen. Das gilt vornehmlich für den mittlerweile erschienenen Band 19 (Platon, Sophistes ) der Gesamtausgabe, der überhaupt Heideggers ausführlichsten Text zur griechischen Philosophie darstellt. Ansonsten bleibt diese «Einführung» bei ihren sechs Kapiteln, deren zentralstes wohl das dritte über die Fundamentalontologie ist.
-- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.
Pressestimmen
"Es ist nicht leicht, einen Zugang zu Heideggers Denken zu finden, will man sich nicht sogleich zum Heideggerianer bekehren oder von seinen erbitterten Kritikern abwerben lassen. Bei der ersten Beschäftigung wird man sich folglich gern von einem Heidegger-Kenner leiten lassen, der die aristotelische Tugend des Maßhaltens besitzt, der einerseits die Originalität von Heideggers Philosophie würdigt, andererseits aber eine Distanz zu ihm wahrt, die eine differenzierte Betrachtung erlaubt. Die Ausgewogenheit, die diese Einführung bestimmt, gibt der Autor auch künftigen Heidegger-Lesern mit auf den Weg: Erst mit Heidegger versteht man,was man anders denken will. " Frankfurter Allgemeine Zeitung