dieses Buch bemüht sich die Geschichte des heiligen Martin in die heutige Zeit zu transferieren. Und scheitert dabei aus meiner Sicht grandios.
Martin hat Mitleid mit der obdachlosen Dame, die rauchend und frierend auf der Parkbank sitzt und seine Mütze doof findet.
Martin hat soviel Mitleid, dass er seine rote Daunenjacke mit einem Messer in zwei Hälften schneidet. Im Gegensatz zum Mantel des hl. Martin in der dazugehörigen Legende, haben nun beide, der Junge Martin und die obdachlose, rauchende Dame, keine Wärme durch die Jacke. Der eine friert am linken, der andere am rechten Arm.
Gerade dieser (unsinnige) Hilfe versuchen wir im Relgionsunterricht mit den Kindern entgegenzuarbeiten und überlegen vielmehr, wie wir Licht (Bezug zur Laterne) ins Leben unserer Mitmenschen bringen können. Die Kinder sollten dazu angeregt werden, ähnlich wie der hl. Martin zu handeln, eben so, wie es ihre bescheidenen, kindlichen Mittel hergeben.
Dieses Buch ist für den Einsatz in Kindergarten und Grundschule aus meiner Sicht ungeeignet. Ich habe das Buch sogar wieder umgetauscht!