Johannes Fiebag und Torsten Sasse schrieben und veröffentlichten ihr Buch "Mars - Planet des Lebens" sehr bald nach Bekanntgabe der sensationellen Entdeckung von mutmaßlichen fossilen Marsorganismen durch die NASA in einem kleinen Marsmeteoriten. Inzwischen sind wir klüger, alles spricht dafür, daß es sich um irdische Verunreinigungen handelt - immerhin lag der Brocken vom Mars ca. 13000 Jahre im Eis der Antarktis unberührt herum. Dennoch tut das der Aktualität des Buches keinen Abbruch. Gerade der Part von Fiebag begeistert: In mitreißendem Stil führt uns der Autor auf eine Reise zum roten Planeten, erklärt die geologischen Formationen des Mars in verständlicher Form und begründet seine Auffassung, warum der Mars ein Planet des Lebens ist - nicht kleiner Marsmännchen, sondern Mikroben unter dem Eis der Pole und im Permafrost des Marsbodens. Daran hat sich auch heute, vier Jahre nach Erscheinen des Buches, nichts geändert, künftige Missionen der NASA zum Mars sollen nach ebendiesen Lebensformen suchen. Der Part von Sasse , einem Berliner Journalisten, befaßt sich mit dem Umgang der Medien mit dem Thema Raumfahrt. 1996 sah die Situation in der Tat schlecht aus. Inzwischen aber haben die Medien sehr positive Beiträge gebracht, allen voran "Abenteuer Forschung" im ZDF und SPIEGEL TV. Von daher ist Sasses Kritik an der Medienschelte der Raumfahrt eine Momentaufnahme aus dem Jahr 1996. Insgesamt ein spannendes, lesenswertes Buch.