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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Laugh attacks, 25. Juni 2007
Tim Burton machte sich vor allem durch extrem skurrile Filme einen Regisseur-Namen. Mars attacks ist die wohl mit Abstand schrägste seiner Produktionen.
Zum Plot: Kleine grüne Männchen vom Mars attackieren die Menschheit. (Das Klischeebilld einer intergalaktischen Ballerei schlechthin.
Zur Tricktechnik: Simpelst in einer 3-D-Software zusammengeklickte Figuren und eine Menge filmischer Zitate mit einkopierten Ufos "Marke Radkappe". (Für einen Film der 90er eher ein Mega-Trash).
Zu den marsianischen Dialogen: "Hatt hatt hatt hatt hatt!"
Zu den Darstellern: Nicholson, Brosnan, de Vito, Fox, Steiger, Jones (Tom) und und und, die geradezu Schlange stehen, gegrillt, zertrampelt, geköpft oder sonstwie irreparabel in ihrer Molekularstruktur modifiziert zu werden.
Wenn also die quasi Elitegarde Hollywoods auffährt, an diesem allertrivialsten Plot mitwirkend dem grünen Invasions-Glibber Paroli zu bieten und sich (wörtlich zu nehmen) dabei verheizen läßt, kann dieser Film entweder nur seicht bleiben oder Kult-Status erreichen.
Letzteres hat der Film zumindest in den ersten 15 Jahren seiner Existenz geschafft.
Mars attacks ist nicht nur als Parodie auf Sci-Fi-Filme zu sehen, dieser Film nimmt die amerikanische Gesellschaft quer aller Schichten gehörig auf die Schippe und geht insbesondere mit hochdekorierten Honorationen äußerst respektlos um. So bestimmen einzig die schrägen Gags das rasante Tempo dieses Films, wobei absurde Dialoge und Handlungen miteinander wetteifern. Mars attacks gibt sich erst gar nicht den Anschein, ein seriöser, geistig tiefgehender Film sein zu wollen, ist in dieser Hinsicht sogar gnadenlos ehrlich und wirkt selbst nach 15 Jahren keinesfalls angestaubt, ist eine Lachsalvenattacke ohne Verfallsdatum.
Oder, wie unsere interplanetarischen Migranten es treffend ausdrückend: Hatt hatt!
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11 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
der Eintritt der Science-Fiction in die Postmoderne, 4. April 2005
hab da nen tollen titel gefunden, nicht? Nein im Ernst, der Film läutet eine Ära ein: nie zuvor ist es gelungen, einen Abend mit einem Science-Fiction-Film zu füllen, der nicht nur das komplette Genre durch seine Selbstironie sprengt, sondern auch noch auf tiefgründigste Weise unsere Gesellschaft karikiert. Dass sowas von Tim Burton kommen musste, leuchtet ein. man denke an Edward mit den Scherenhänden (liebe Eltern, lasst euch von NIEMANDEM einreden, das sei ein Kinderfilm...) oder Nightmare before christmas. Ich bin befangen, zugegeben, aber dieser Regisseur ist in seiner Ausdruckskraft so einzigartig wie wenige momenten. Charlie und die Schokoladenfabrik führt diese Tradition übrigens weiter. Zurück zum Film: die besetzung könnte nicht absurder sein. Jack Nickolson als Präsident, das ist die coolste Besetzung für den Posten seit Kubriks "Dr. Seltsam". Immerhin war er in "Eine Frage der Ehre" der sadistische Admiral. Die Rollen sind übrigens vom Charakter her vergleichbar. Und Pierce Brosnan (James Bond) als WISSENSCHAFTLER. das spricht für sich.Der Film polarisiert, natürlich tut er das, das tun alle Burton-Filme. Aber es mögen ja auch nicht alle Monty Python, auch wenn ich das nicht nachvollziehen kann :) Leute, macht euch selber ein Bild, auf jeden Fall werdet ihr ein Stück nicht so kommerzverseuchtes Hollywood kennenlernen, einen Film mit Aussage. Genialer Film, geniale Umsetzung, danke Tim.
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28 von 37 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Einer der besten, 27. Januar 2006
Auch ich kann die Meinung einiger Kritiker nicht nachvollziehen, welche diesem Film ein schlechtes Urteil ausstellten! Für mich wird hier erstmals eine wesentliche Frage des Science-Fiction Films beantwortet: Warum sollte eine übermächtige, superintelligente außerirdische Macht gerade an der Erde und deren minderbemittelnden Bewohnern Interesse bekunden? Tim Burton beantwortet diese Frage in Mars Attacks eindeutig: Es macht einfach nur Spaß!! Dieser Film ist nicht nur eine Parodie auf den 50'er Science-Fiction Film, sondern ebenso eine Parodie auf den American Way of Life, den "Pax americanum" und das völlig verdrehte Selbstverständnis vieler Amerikaner... Meiner Meinung ein absolutes Muß!
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