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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
17 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Aufstieg einer Dirne,
Rezension bezieht sich auf: Marquise (DVD)
Ein Film, der auf Gerüchten beruht. Gewiss, die du Parc war 1667 die Geliebte von Racine.Der Rest ist Gerücht. Hat Racine andere, denen die Marquise du Parc gewogen sein wollte, vergiftet, ist sie an den Folgen einer Abtreibung gestorben ? Alles blieb im Dunkel. Deswegen kann der Film eine pittoreske Geschichte entwickeln. Ein Frau will zur Bühne. Sie entrinnt dem Schicksal einer Dirne, gewinnt einen ihr sehr gewogenen Ehemann, der sie zu Molière bringt, der in Paris damals eine wichtige Rolle spielte - das ist Kino, nicht die wahre Geschichte der du Parc. Molière förderte sie nicht ausreichend, da traf es sich gut, dass der ehrgeizige Racine sich in diese Frau verliebte und ihr einen Platz auf der Bühne sicherte- eine Hauptrolle, mit seinem Stück Andromache hatte sie und er, als Autor,seinen Durchbruch. Wie auch der Film " Molière" von Ariane Mnouchkine zeigt dieser die ungeheure Prachtentfaltung am Hofe des Sonnenkönigs. Dieser wohl noch drastischer das öffentliche Leben dieses Potentaten- öffentliches Ankleiden umfasst eben auch öffentliche Notdurft. Anders als der Film von Mnouchkine wird das Zeremonielle dieser Zeit nicht so deutlich. Die Rolle des Herrscherhauses, auch gegenüber der Kirche, ist bei Mnouchkine interessanter gezeichnet. Aber sie hat sich auch mehr Zeit genommen, und bei ihr steht Molière und die Zeit im Vordergrund, hier das Leben der du Parc. Ein fascinierendes Leben- eine Frau mit Kraft und Witz, hervorragend gespielt von Sophie Marceau.Eine Frau, die durch ihre eigenen Fähigkeiten einen erheblichen Aufstieg in dieser so hierarchischen Gesellschaft machen konnte. Würde ich den Film der Ariane Mnouchkine nicht kennen, wäre dieser einer grösseren Wertschätzung sicher. Aber so. Ansehenswert allerdings ist er allemal. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
MARQUISE: Historienfilm voller Esprit und Sinnlichkeit,
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Marquise - Gefährliche Intrige [VHS] (Videokassette)
Sophie Marceau spielt in diesem beeindruckend inszenierten Kostümfilm die Rolle der Marquise du Parc. Anfangs schlägt sie sich als betörend schöne Barfußtänzerin durch, die dabei vor einer gaffenden und aufgegeilten Menge gegen ein paar Münzen ihren vom Kopf bis zu den Zehen wunderschönen Körper präsentieren und anschließend auch noch zahlreichen Besuchern als Prostituierte zu Diensten sein muß. Bei ihrer Tanzdarbietung werden zufällig die beiden bekannten Dichter und Theaterleute Moliere und Gros-Rene auf sie aufmerksam. Ab jetzt von diesen gefördert und protegiert, gelangt die Barfu8tänzerin an den Hof des Sonnenkönigs Ludwigs XIV. in Versailles und macht dort schnell eine atemberaubend steile Karriere.Der Film ist nicht nur in seinem Zeitkolorit überzeugend und realistisch, auch die Kostüme und die übrige Ausstattung sind wirklich opulent. Die darstellerische Leistung der einzelnen Akteure ist durchweg gut bis sehr gut. Herausragend im Ensem-ble ist allerdings Sophie Marceau, die ihre Rolle mit Sensibilität und Verletzlichkeit gepaart mit einer supersinnlichen erotischen Ausstrahlung spielt. Mit dieser Rolleninterpretation spielt sie ihre Kollegen glatt an die Wand. Dafür hätte sie glatt eine Oscar-Nominierung verdient. Zudem ist ihr Tanz am Anfang des Films einer der sinnlichsten und erotischsten, die jemals im Kino zu sehen waren. Dieser Film ist wirklich in jeder Hinsicht absolut empfehlenswert. Er ist gleichzeitig Historien- und Liebesfilm, Sittengemälde, Komödie und Drama. Mehr kann man eigentlich nicht von einem Film verlangen. Ein Juwel europäischer Filmkunst. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
10 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Die schöne Sophie Marceau badet mit Ludwig XIV im Springbrunnen. Eine gelungene Szene.,
Von Helga König - Alle meine Rezensionen ansehen (#1 HALL OF FAME REZENSENT) (TOP 10 REZENSENT) (REAL NAME)
Rezension bezieht sich auf: Marquise (DVD)
Einen absoluten Verriss des Films " Marquise " möchte ich nicht schreiben, denn dazu haben die Schauspieler viel zu gut gespielt. Das gilt insbesondere für Sophie Marceau, aber auch für Bernard Giradeau und Lambert Wilson. Gleichwohl kann man aber nicht unerwähnt lassen, dass das Drehbuch fragwürdig ist.Worum geht es in dem Film und was muss man bemängeln? Der Komödienschreiber Moliere (1622-1673), dargestellt von Bernard Giradeau, leitet zu Beginn des Films das " L`llustre Theatre " und entdeckt die bildschöne Tänzerin Marquise du Parc ( Sophie Marceau) , die auf den Straßen von Paris einem größeren Publikum ihre Künste vorführt. Moliere nimmt sie in sein Ensemble auf und verspricht ihr, dass sie bei ihm auf der Bühne nicht nur tanzen, sondern auch schauspielerisch tätig sein darf. Moliere spielt vor dem Herzog Phillip I de Orleans, dem Bruder des französischen Königs und schließlich auch vor Ludwig XIV. Der Verfasser des " Tartuffe " gilt als der Komödiendichter seiner Zeit, aber er steht auch selbst auf der Bühne. Der Marquise traut er nicht zu, dass sie Theater spielen kann und lässt sie vor dem König nur tanzen. Das kann sie nämlich wirklich gut. Ludwig ist begeistert von der schönen du Parc, und protegiert sie. Personen wie der Dichter Corneille und der Musiker Lully gehören zum Kreis der Künstler am Hofe Ludwigs, der Moliere untersagt " Tartuffe " aufzuführen. Die Marquise, die untröstlich ist, dass sie nicht als Schauspielerin agieren darf, lernt den jungen Dichter Racine ( Lambert Wilson) kennen, der sich in sie verliebt und für sie die Tragödie " Andromaque " schreibt , in der sie fortan die Hauptrolle mimt. Aufstieg und Fall der du Parc werden in der Folge thematisiert...... Vom Grundkonzept hätte der Film ein wirklich exzellenter Historienfilm werden können, nicht zuletzt, weil die Darstellung des Lebens, sowohl am Hofe von Versailles als auch in den Straßen von Paris nichts zu wünschen übrig lassen. Dennoch ist der Streifen beinahe ein Flop und dafür gibt es nur einen einzigen Grund: die pausenlosen Possen. Was hat den Drehbuchautor geritten den inhaltlich gelungenen Film mit plattem Klamauk zu überziehen? Was hat ihn veranlasst aus Moliere streckenweise einen Kaspar zu machen? Mir ist völlig unklar worauf Vera Belmont und Gerard Mordillat (die Regisseurin und der Drehbuchautor) hinaus wollen. Possenspiel um einem breiteren Publikum historische Persönlichkeiten nahe zu bringen? Das wäre eine Möglichkeit. Über andere möchte ich gar nicht nachdenken. Die Kostüme und die Bühnenbilder sind ein Hochgenuss. Die Musik von Jordi Savall hat mir auch gefallen. Dennoch kann ich diesem Film nicht mehr als 3 Sterne geben, denn ich schaffe es nicht den Filminhalt als gelungene Satire aufzufassen. Das lassen die dünnen Dialoge nicht zu. Nichts ist schlimmer als niveaulose Possenreisserei. Urteilen Sie selbst. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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