Ein interessantes Thema vergeudet. M. Schröder beschäftigt sich in diesem Buch mit den immer populärer werdenden historischen Kriminalromanen, die im alten Rom spielen, und vor allem mit der SPQR Reihe von John M. Roberts. Das sehr dünne Buch (124 Seiten) ist aus einer Magisterarbeit hervorgegangen. Offensichtlich hat Schröder die Arbeit kaum einer Aktualisierung und Überarbeitung unterzogen bevor er sie auf den Markt brachte. Das ganze Buch durchzieht eine fragwürdige Vorgehensweise. Bereits seine Definition von Trivialliteratur ist mehr als merkwürdig. Auch im folgenden finden sich zahlreiche Fehler, z.B. schreibt er, daß Lindsey Davis in Oxford unterrichtet hätte, jedoch steht in dem Lebenslauf, wie er sich in ihren Büchern findet, nur, daß sie dort studiert hat. Auch in anderen Bereichen finden sich viele falsche Aussagen; zum Beispiel ist seine Geschichte des historischen Romans sehr dürftig. Auch für die Entwicklung des historischen Romans, der in der Antike angesiedelt ist, wichtige Werke, wie etwa "Ich Claudius, Kaiser und Gott," oder gar die Kriminalgeschichten von W. Nichols läßt Schröder völlig unerwähnt Am schlimmsten jedoch sind die haarsträubenden Fehler, wenn Schröder über die Geschichte der späten römischen Republik spricht; zum Beispiel war Cicero keineswegs ein Historiker, wie Schröder behauptet. Generell läßt die geringe Kenntnis der Antike auch Schröders Bemerkungen über den historischen Wert der Kriminalromane mehr als fragwürdig erscheinen. Die Vergleiche,. die Schröder zwischen Roberts und anderen Autoren, wies Steven Saylor und Lindsey Davis, anstellt sind auch eher dürftig und unbefriedigend. Vor allem hat der Autor aber auch zahlreiche Krimis, die im alten Rom spielen übersehen und sich dabei offensichtlich nicht einmal die Mühe gemacht Macht im Internet ordentlich zu recherchieren; zum Beispiel findet sich in seiner Bibliographie kein Hinweis auf D. Wishart's exzellente Reihe über Messala Corvinus oder die Romane von H. Stöver oder B. Hennen. In diesem Buch ist einzig das Kapitel über John M. Roberts' Lebenslauf wirklich gelungen. Dies reicht jedoch nicht aus um eine Kaufempfehlung für dieses überteuerte und meines Erachtens nicht sehr gute Buch auszusprechen.