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Kundenrezensionen

4,8 von 5 Sternen72
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am 31. Mai 2012
(Kinoversion)

Von den 18 Filmen, die Kevin MacDonald bis jetzt gemacht hat, waren nur drei Spielfilme ("'Der letzte König von Schottland'", "'State of Play"', "'Der Adler der neunten Legion"'), alles andere sind Dokumentationen (u. a. '"Sturz ins Leere"', '"Ein Tag im September"'). Man kann also davon ausgehen, dass Kevin MacDonald weiß, was er tut, wenn er sich an die Reggae-Legende schlechthin, Bob Marley, heranwagt und versucht, dessen Leben adäquat auf die Leinwand zu bringen. Und es stimmt, MacDonald weiß sehr genau, was er tut, er hat Bob Marley ein faszinierendes, ehrliches, ausführliches und ergreifendes zweieinhalbstündiges Denkmal gesetzt, das sowohl Fans als auch denjenigen, die nicht unbedingt reggae-affin sind, gefallen dürfte. Wem es gelingt, 144 Minuten einer Dokumentation so kurzweilig und spannend zu gestalten, dass fast keine Langeweile aufkommt, der versteht schon etwas von seinem Handwerk.

Bob Marley dürfte für Viele der Inbegriff des Reggae sein, der Erfinder und Vorantreiber dieser Musikrichtung und die Personifizierung von Reggaemusik schlechthin. Und sicherlich ist es auch vorrangig Marley zu verdanken, dass Reggaemusik in den 1970er Jahren von Kingston, Jamaika aus ihren Siegeszug um die Welt angetreten und erfolgreich abgeschlossen hat. Doch wer ist der Mann hinter dieser Musik eigentlich? Woher hatte er sein Talent, wie hat er überhaupt zur Musik gefunden, was trieb ihn an, ließ in weitermachen, immer weiter, bis zu seinem viel zu frühen Tod 1981 im Alter von nur 36 Jahren? All diesen Fragen widmet sich MacDonald und er findet aufschlussreiche Antworten. Man erfährt in dieser Dokumentation sehr viel über Bob Marley, darunter auch Einiges, was diesen großen Musiker und Verfechter einer friedlicheren Welt nicht immer im besten Licht dastehen lässt. Aber genauso müssen Dokumentationen sein, ehrlich, überzeugend und vielschichtig, nicht glorifizierend und einseitig. MacDonald zeigt Bob Marley als den Mann, der er war'.mit Stärken und Schwächen, mit guten und schlechten Seiten, aber er bleibt dabei immer fair. Er lässt unzählige Zeitzeugen, Freunde und Familienangehörige zu Wort kommen und sie alle formen das Bild von Bob Marley, das wir so vielleicht noch nicht gekannt haben. Und auch Marley selbst kommt häufig zu Wort, in alten Interviews und Tonbandaufnahmen, die das Mosaik, das MacDonald hier so kunstvoll entwirft, komplettieren. Überhaupt ist "'Marley'" ein wunderbar buntes Kaleidoskop aus Konzertmitschnitten, Radio- u. Fernsehinterviews, unveröffentlichten Fotos und so witzigen wie interessanten Menschen, die erzählen, was sie über Bob Marley wissen und wie er war.

Bob Marley wurde 1945 im Dorf Nine Miles auf Jamaika geboren. Seine Eltern, die damals erst 18jährige Cedella Marley Booker und sein Vater, der damals angeblich schon 60jährige britische Offizier Norval Sinclair Marley, trugen dem kleinen Bob ein schweres Erbe auf. Die (kurze) Ehe der Eltern galt als skandalös und der Mischling fühlte sich nirgendwo zugehörig. Lange hatte er mit seiner Identität zu kämpfen und erst als junger Erwachsener, mittlerweile in Trench Town, einem recht üblen Stadtteil Kingstons aufgewachsen, fand er zu sich selbst und zur Musik. Er ging mit 16 von der Schule ab, arbeitete ein paar Jahre als Mechaniker und wand sich dann ganz der Musik zu. Schnell war eine Band, Bob Marley and the Wailers, gegründet und der Erfolg ließ nicht lange auf sich warten. Innerhalb von ein paar Jahren war Bob Marley nicht nur in seinem Heimatland, sondern darüber hinaus auch in Amerika und Europa bekannt. Seltsamerweise gelange es Marley bis kurz vor seinem Tod nicht, die afroamerikanische Bevölkerung Amerikas für sich zu begeistern. Zu seinen Konzerten in Amerika kamen fast ausschließlich Weiße. Dies änderte sich erst 1980, als der damals schon weltberühmte Marley zustimmte, als Vorgruppe der Commodores aufzutreten. Da dort ein überwiegend afroamerikanisches Publikum zugegen war, gelang es Marley so auch endlich, den 'schwarzen' Teil der amerikanischen Bevölkerung für sich zu begeistern.

Doch Marley wollte mehr als nur gute Musik machen. Er wollte auch seine Religion, Rastafari, eine aus dem Christentum abgeleitete Glaubensrichtung, leben und verbreiten und war Zeit seines Lebens um ein besseres Verhältnis der Menschen untereinander und um ein friedliches Miteinander verschiedener Rassen und Glaubensrichtungen bemüht. Den hohen Ansprüchen, die er teilweise an andere stellte, konnte er manchmal allerdings selbst nicht gerecht werden. Bob Marley hatte 11 Kinder von sieben verschiedenen Frauen, dazu noch eine Adoptivtochter. Bereits mit 21 heiratete er seine Freundin Rita Anderson und bekam vier Kinder mit ihr. Darüber hinaus hatte er zahlreiche Verhältnisse und Affären, aus denen weitere sieben Kinder hervorgingen. Und das sind nur die, die Bob Marley offiziell anerkannt hat. Andere Quellen sprechen von insgesamt 20 bis 40 Kindern, die Bob Marley gezeugt haben soll.

Dies wird in MacDonalds Dokumentation ebenso thematisiert wie Marleys großer Ehrgeiz, den er auch für seine Kinder nicht beiseite schieben konnte. Ziggy Marley, sein Sohn, erzählt, dass Marley selbst beim Spielen mit den Kindern immer gewinnen wollte und sich nie um der Kinder willen zurückgenommen hat. Er war teilweise ein egoistischer, harter Mann, der klare Regeln aufstellte, die es zu befolgen galt. Das galt für seine Kinder, seine Frauen und auch seine Bandkollegen. Vielleicht liegt darin die wechselnde Besetzung seiner Band begründet.

In '"Marley"' kommen viele Weggefährten Bob Marleys zu Wort, und auch, wenn sie nicht immer nur Gutes über ihn zu berichten wissen, merkt man doch, wie sehr er ihr Leben beeinflusst und wohl auch bereichert hat. Bob Marley war ein Mann mit großen Visionen und Idealen, für die er viel getan hat. Er hat sich zwar von der jamaikanischen Politik distanziert, war aber dennoch bereit, ein von der sozialdemokratischen People's National Party (PNP) angeregtes Friedenskonzert gegen die auf Jamaika vorherrschende politische Gewalt Mitte der 1970er Jahre zu geben. Und auch sonst wurde Marley nie müde, seinen Glauben und seine Überzeugungen in die Welt hinauszutragen und für mehr Frieden auf der Welt zu kämpfen.

Umso tragischer ist es, dass dieser sicherlich nicht unfehlbare, aber hoch motivierte und überaus begabte Mann so früh sterben musste. Von seiner Krebsdiagnose im Herbst 1980 bis zu seinem Tod am 11. Mai 1981 in Miami blieb ihm nicht mehr viel Zeit. Überall in seinem Körper hatten sich Metastasen gebildet und obwohl eine seiner Frauen, Cindy Breakspeare, es lieber gesehen hätte, wenn Marley zu Hause auf Jamaika in einer Hängematte liegend, mit einem Joint in der Hand und Menschen um sich herum, die ihn lieben, gestorben wäre, entschied Marley sich aus religiösen Gründen für eine ganzheitliche Behandlung bei einem deutschen Arzt, so dass er die letzten Monate seines Lebens am bitterkalten Tegernsee verbrachte. Kurz vor seinem Tod entschied Marley sich jedoch, nach Jamaika zurückzukehren. Doch bei der Zwischenlandung in Miami ging es ihm bereits so schlecht, dass er nicht weiterfliegen konnte, so dass er drei Tage nach seiner Ankunft in Miami starb.

Kevin MacDonald ist mit '"Marley"' eine wunderbare Dokumentation über den wahrscheinlich größten Reggae-Sänger aller Zeiten gelungen, die nur an wenigen Stellen mit etwas zu detaillierten Erklärungen zur Rastafari-Religion aufwartet und sich ab und an ein wenig zu sehr von Marley entfernt, um politische und gesellschaftliche Umstände der damaligen Zeit zu erörtern. Alles in allem aber ist '"Marley"' sogar für reggae-unerfahrene Zuschauer (wie mich) ein faszinierendes Zeitdokument über einen vielschichtigen, komplizierten, unglaublich begabten und natürlich nicht perfekten Musiker und Menschen, der seine Zeit und den Reggae an sich geprägt hat wie kein Zweiter. Darum gerne satte vier von fünf Joints, die Marley sicher gerne auch heute noch geraucht hätte.
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am 6. August 2012
Es wurde hier das beste Material was jemals gesichtet wurde, sehr professionell zusammengeschnitten. Ganz großes Lob an die Regie und alle, die dieses Meisterwerk geschaffen haben.
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am 28. Mai 2014
Viel zu spät , habe ich mich entschieden diesen Film zu kaufen. Ich wollte ihn im Kino erst ansehen. Aber leider kam er nie bei uns.
Und nun?
Einfach genial, auch für nicht Marley Fans sehenswert.
Es gab einige Darstellungen, die selbst ich, so nicht kannte..... und das als alter Marley Fan.

Also kauft euch den Film, ihr werdet es nicht bereuen.
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TOP 500 REZENSENTam 23. Januar 2013
Für viele ist Bob Marley der Inbegriff der Reggaemusik. In dieser zweieinhalbstündigen Dokumentation über den Jamaikaner wird deutlich, wie sehr in die Rastafari-Bewegung prägte und er versuchte in ihrem Sinne Liebe in die Welt zu bringen. Es ist ein beeindruckendes Zeitdokument von einem Menschen, für den die Musik und seine spirituelle Botschaft an erster Stelle stand obwohl er auch Frauen, Gras und Fußball über alles liebte. Musik war für den 1945 geborenen Sohn eines britischen Offiziers und einer Jamaikanerin der Ausweg aus den Slums von Kingston. Als Sänger, Gitarrist und Songwriter der Wailers machte er den Reggae weltbekannt. Gegen die Vereinnahmung von Politikern wehrte er sich bis zu seinem frühen Tod im Alter von 36 Jahren. Wer diesen Film sieht, wird Marley und den Reggae mit ganz anderen Ohren hören.
Mich hat dieser Film zutiefst berührt. Ich habe ihn bereits dreimal gesehen und immer wieder bin ich beeindruckt von diesem aussergewöhnlichen Menschen.
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am 7. Oktober 2013
Für Marley-Fan ist es einfach ein MUSS den Fiilm zuhause stehen zu haben.
Ein wirklich toller Film, der sehr gut gemacht ist.
Es macht wirklich Spaß und verleitet einen, den Film immer wieder ansehen zu müssen ;)

Viel Spaß !
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am 10. Oktober 2013
Bob Marley ist Raggae und Raggae ist Bob Marley. Aus eben diesen Grund erfährt man in dieser Dokumentation genau so viel über Raggae, wie über Bob Marley selbst. Wer sich also nur der Ikone Marley widmen will, der bekommt nebenbei auch noch ein Stück Genre-Kunde mit auf den Weg. Präsentiert wid alles anhand von Originalaufnahmen. Kommentare von Marleys Wegbegleitern werden zu Erzählerstimmen und Aufnahmen aus der Gegenwart zeugen vom unsterblichen Geist der Musik, der Person, der Kultur, kurz der Legende Bob Marleys.

Nachdem ich "Shine a Light" grässlich, "No direction home" extrem un-inspirierend und langweilig fand. Konnte mich erst wieder "The Doors: When your're Strange" davon überzeugen, dass eine Biopic/Musikdoku mehr sein kann als lose Kommentarfäden aneinander gereiht.
Wie in der Doors Doku wird hier eine Geschichte erzählt. Es wird von Legenden berichtet, und wie sie am Ende doch wieder zu Menschen wurden. Mit all ihren Fehlern und Markeln. Man könnte Marley in diesem Zusammenhang vorwerfen nicht schonungslos genug alle Fakten und Tatsachen in den Vordergrund zu drängen. Aber will man das denn überhaupt? Ich weiss jetzt das die Legende Marleys eine irdische Geschichte ist, aber möchte ich dadurch ihren Mythos zerstören? Genau diesen Drahtseilakt gelingt dieser Film. Er glorifiziert das Syombol Bob Marley und zeigt mir den Menschen dahiner, ohne den Status der Legende zu gefährden.

Kaufen! Drei Mal! Danke.
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am 6. Juni 2014
Bin sehr angetan und erstaunt, wurde höchste Zeit zu wissen wie alles entstand und was dieser Mensch erschaffen hat,wer er war und wie viele Menschen er erreichen konnte.....RIP!

-sehr gute Soundquali, Bild auch ok.......
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am 30. März 2013
..Ein sehr tolles Werk von Kevin MacDonald über den meines Erachtens größten Musiker des Universums! Eine Bild-gewaltige Dokumentation über das bunte, fassettenreiche, einzigartige Leben des so begabten Reggae-Musikers!!
Er zeigt Marleys ungewöhnliches, religiöses Leben so, wie es vor ihm noch keiner getan hat!
Man sollte diesen Film nicht nur gesehen haben, wenn man Bob Marley Fan ist, sondern auch wenn man gerne neue Dinge ausprobieren möchte und weltoffen ist!! Dieser Film zeigt eindeutig die Freude, die man am Leben haben kann und mit welcher Überzeugung man es führen kann! Also: SOME PEOPLE FEEL THE RAIN, others just get wet!
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am 28. Dezember 2012
Sehr gut gelungene Doku über Bob. Wer sich allerdings schon länger mit dem Thema Reggae beschäftigt,
erfährt hier nicht viel neues. Dennoch sehr empfehlenswert, da der Zusammenschnitt und die Bildqualität
top sind. Die Lauflänge von knapp 2 1/2 Stunden erscheint vielleicht etwas abschreckend, da ja viel gelesen
werden muß, aber man bleibt doch fasziniert bis zum Schluß dabei. Ich glaube der Tuff Gong wäre mit diesem
Film über sein Leben "IRIE". Deshalb eine Empfehlung für "Fans" und "Einsteiger" gleichermaßen.
One Love, One Aim, One Destiny
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am 13. August 2013
Als großer Bob Marley oder generell Reggae-Fan fande ich diesen Film sehr gelungen. Der Film erzählt ausgiebig die Geschichte von Bob Marley. Natürlich fehlt mal hier oder da ein Detail, aber ein ganzes Leben in ein paar Minuten zu pressen ist schwierig.
Die eigens für den Film neu überarbeitet Songs gefallen mir sehr gut und das Album habe ich mir daraufhin ebenfalls gekauft.
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