|
Produktinformation
|
Auch Marlene, Vilsmaiers Filmbiographie der umstrittenen Diva Marlene Dietrich, ist dieser doppelten Strategie verpflichtet. Eine deutsche Wunde soll geschlossen, ein Land soll mit seinem größten Star versöhnt werden, der ihm 1933 den Rücken gekehrt und ein Zeichen gesetzt hatte. Deshalb nimmt Vilsmaier sich Freiheiten, erfindet einen guten deutschen Offizier (Heino Ferch), der nun Marlenes große Liebe ist. Die Zuneigung des Stars -- der sonst nur an seine Karriere gedacht hat -- zu dem Soldaten symbolisiert in Vilsmaiers Vorstellung die Liebe der Dietrich zu einem anderen, besseren Deutschland; ein Kniff Hollywoods, der hier aber auf fatale Weise ins Leere läuft. Denn Marlene ertränkt diese schicksalhafte tragische Liebe in hohlen Bildern, die weder Emotionen heraufbeschwören noch den Zwiespalt der Diva zwischen ihren Überzeugungen und ihren Gefühlen ausdrücken.
Vilsmaier scheitert hier an seinen großen Ambitionen, denen das Drehbuch mit seinen Seifenopern-Dialogen nie gerecht werden kann. Selbst im Hinblick auf den Stil hat er sich hier scheinbar übernommen. Wenig ist in Marlene zu spüren von Vilsmaiers Erfahrung als Kameramann, von seinem Auge für Landschaften und Räume. Aber trotz all seiner Schwächen besitzt diese Annäherung an die unnahbare Dietrich doch einen gewissen Charme. Alleine der Wille, unserer (Film-)Geschichte in Form eines bunten und schnellen Szenenreigens beizukommen, setzt Marlene von den meist schulmeisterlichen deutschen Versuchen auf dem Terrain des Historienfilms ab. --Sascha Westphal
Tags, die Kunden mit diesem Produkt verbinden(Was ist das?)Klicken Sie zum Suchen verwandter Artikel, Diskussionen oder Personen auf ein Tag.
|
|
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel:
|
||||||||||||||||||||||
|
Die hilfreichsten Kundenrezensionen
14 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
1.0 von 5 Sternen
Mehr als schlechte Filmbiographie,
Von
Rezension bezieht sich auf: Marlene [VHS] (Videokassette)
Dieses Machwerk ist mehr als peinlich: eine erfundene Lovestory zwischen Marlene und einem deutschen Offizier und ziemlich schlechte Darsteller, mit Ausnahme von Katja Flint, die ihre Rolle wesentlich glaubwürdiger verkörpert als ihre Kollegen.Dieser Film ist an seinem großen Vorhaben, das Leben und Werk des bis heute einzigsten Weltstars deutscher Herkunft, Marlene Dietrich, zerbrochen. Man sparte zwar nicht an Kulissen und Dekor und an den aufwendigen Kostümen für die Hauptdarstellerin, doch für den Rest scheint es nicht mehr gereicht zu haben. Warum erfindet man einen Liebhaber für Marlene obwohl es doch genug autenthische Affären gab? Dieser Film verschwendet damit wertvolle Filmminuten die man durchaus besser hätte nutzen können, z.B. mit der Darstellung von Fakten und Tatsachen, wie Marlenes Engagement gegen die Nazis und die Hilfe die sie vielen deutschen Künstlern, die wegen ihrer jüdischen Herkunft Deutschland 1933 verlassen mußten, angedeihen ließ. Dazu kommt das einige wichtige Daten in Marlenes Karriere einfach verschoben wurden, beispielsweise wurde die berufliche Trennung Marlenes von von Sternberg ins Jahr 1939 verlegt, diese fand jedoch schon 1935 statt. Dieser Film ist eine Beleidigung für die großartige Marlene Dietrich und ein Schlag ins Gesicht jeden echten Marlene Fans. Diesen Film kann man getrost in die nächste Mülltonne hauen, dort wird er seiner Qualität wohl eher gerecht.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
1.0 von 5 Sternen
Wozu diesen Film??,
Von
Rezension bezieht sich auf: Marlene (DVD)
Das ist einer der denkbar schlechtesten Filme, die man über das Leben des einzigen deutschen Weltstars hätte drehen können. Mit dem sehr interessanten Buch MEINE MUTTER MARLENE hätte es eine spannende Vorlage gegeben, aus der man diverse Passagen dieses schier unglaublichen Lebens hätte verfilmen können.Statt dessen dreht sich der halbe Film um einen fiktiven Unbekannten? Wieso das? Ich meine, wessen Leben hätte wohl mehr Stoff zum erzählen gegeben, als das Marlene Dietrichs? Wieso auch noch Passagen hinzuerfinden? Man weiß es mal wieder nicht genau! Unfassbar und sehr deutsch!! Schafften es die Deutschen schon seinerzeit nicht, ihre berühmteste Tochter entsprechend zu würdigen, schafft es die nächste Generation ebensowenig. Peinlich!! Einzig Frau Flint bietet einen kleinen Lichtblick in diesem unbedeutenden Film, denn sie ist seeehr Marlene, gut zurecht gemacht, gut gespielt. Und daß die Vorlage so mau ist, war ja nicht ihre Schuld. Wer sich wirklich für das Leben der Dietrich interessiert, sollte unbedingt Maria Rivas Buch lesen. DAS ist äußerst empfehlenswert. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen
"Marlene" - weniger informative Filmbiographie - eher ein Spielfilm,
Von Stephan Seither (Berg / Rheinland-Pfalz) - Alle meine Rezensionen ansehen (TOP 1000 REZENSENT) (VINE®-PRODUKTTESTER) (REAL NAME)
Rezension bezieht sich auf: Marlene (DVD)
Was für ein Typ Mensch war diese Frau, welche angeblich von Kopf bis Fuß auf Liebe eingestellt war, wirklich?Katja Flint mag als Diva noch so authentisch wirken, der Film noch so schön inszeniert, ausgestattet und fotografiert sein - die zum Teil fiktive Handlung schafft es leider ganz einfach nicht, sich gegen die besseren, weil informativeren Dokumentarfilme, wie z.B. "Marlene Dietrich - Her own song", aus dem Jahr 2001, oder diverse Bücher zu behaupten. Selbst 132 Minuten Film reichen, trotz der Unmenge begabter und fähiger Schauspieler, nicht aus, um die vielschichtige Marlene Dietrich näher kennenzulernen - die Handlung des Filmes bleibt zu sehr an der Oberfläche - wer mehr über Marlene Dietrich erfahren möchte, wird wohl eher mit der Monographie des Verlages Rowohlt (rororo) glücklich und das zum Preis für 7,50 Euro! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel: Eigene Rezension erstellen
|
Die neuesten Kundenrezensionen |
|
|
|