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Markt ohne Moral: Das Versagen der internationalen Finanzelite
 
 
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Markt ohne Moral: Das Versagen der internationalen Finanzelite [Gebundene Ausgabe]

Susanne Schmidt
4.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (19 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 208 Seiten
  • Verlag: Droemer (1. April 2010)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3426275414
  • ISBN-13: 978-3426275412
  • Originaltitel: Markt ohne Moral
  • Größe und/oder Gewicht: 20,8 x 13,2 x 2,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (19 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 190.335 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Susanne Schmidt
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"(...) eine rigorose Abrechnung mit der Finanzwelt, der Schmidt "eine seltsame Amoralität" attestiert. (...) Schmidt urteilt, aber verurteilt nicht. Und sie spannt den großen Bogen." Süddeutsche Zeitung, 08.05.2010

Kurzbeschreibung

Kein Risikobewusstsein, keine Kontrolle, keine Moral Die Finanzkrise hat die Welt an den Rand des Abgrunds geführt. Nur ein international koordiniertes Vorgehen konnte den völligen Kollaps der Weltwirtschaft verhindern. Doch es scheint, als wollten Banker und Spekulanten einfach zur Tagesordnung zurückkehren, die Folgen können verheerend sein: Die Bankerin und Börsenkommentatorin Susanne Schmidt warnt vor dem nächsten großen Crash. »Ich bin mit unserer Tochter nicht immer einer Meinung. Aber wenn wir uns beim Abendbrot über die Bankenwelt unterhalten, lerne ich jedes Mal dazu.« Helmut Schmidt Das europäische Epizentrum der internationalen Finanzkrise ist die Londoner City. Dort war Susanne Schmidt dreißig Jahre in leitenden Funktionen tätig. Sie weiß, wovon sie spricht, wenn sie gierigen, jungen Bankern, ignoranten Aufsichtsbehörden und falsch beratenen Politikern ein beispielloses Versagen vorwirft. Nie zuvor in der Geschichte haben so viele durch so wenige einen so großen Schaden erlitten. Doch indem die öffentliche Hand die gigantischen Verluste mit Milliardensummen ausgeglichen und ein völliges Kollabieren des Systems verhindert hat, hat sie mit hoher Wahrscheinlichkeit die Grundlage für die nächste, schlimmere Krise gelegt. Susanne Schmidt mahnt dringend einschneidende internationale Regeln für die Finanz- und Börsenplätze an, denn dort fahren die Handelnden fort, als sei nichts gewesen, als kämpften nicht weltweit Millionen Menschen um ihre Existenz. Die Finanzelite spielt weiter russisches Roulette auf einem Markt ohne Moral. "Markt ohne Moral" wurde mit dem Deutschen Wirtschaftsbuchpreis 2010 ausgezeichnet.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen

69 von 74 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Buch ohne Langeweile, 14. April 2010
Von 
Spaddl "spaddl" (SH) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Markt ohne Moral: Das Versagen der internationalen Finanzelite (Gebundene Ausgabe)
Aufmerksam geworden bin ich auf das erste Buch von Susanne Schmidt durch ihre Diskussion bzw. ihr Gespräch mit Peer Steinbrück bei "Beckmann", woraufhin ich mir das Buch am kommende Morgen bei meiner Buchhandlung gekauft habe.

Susanne Schmidt bietet hier als Insiderin und Kennerin des Bankenwesens mit all seinen Gepflogenheiten einen tollen Rundumblick des Jobs eines Bankers in der Londonder City, in der sie zwei Jahrzehnte gearbeitet hat. Das knapp 200 Seiten umfassende Buch ist so gestaltet, dass Frau Schmidt damit beginnt die Umgebung der Londonder City zu beschreiben, um anschließend die Tätigkeitsbereiche der einzelnen Banker-Spezien (Investmentbanker, Hedgefonds, etc.) zu beleuchten. Dadurch erhalten Leser, die sich mit der Materie der Bankenlandschaft noch nicht so eingehend befasst haben einen Einblick, aber auch bereits Interessierte oder Beteiligte (wie ich es als gelernter Bankkaufmann bin) sehen, wie in London gearbeitet wird - ohne das es für mich langweilig wurde.

Susanne Schmidt verwendet viele Seiten darauf zu erläutern, wie es zu der Finanz- und Wirtschaftskrise seit 2008 kommen konnte, macht aber nicht nur die "geldgierigen und gewissenlosen" Banker, wie sie in der Presse häufig tituliert wurden, dafür verantwortlich, sondern sucht auch in anderen Bereichen Fehler. So zum Beispiel bei Politikern oder den Aufsichtsbehörden, die eigentlich dafür verantwortlich sein sollten, die Finanzinnvoationen und Banken zu kontrollieren. Die letzten drei Kapitel, der insgesamt zehn, betrachtet sie mögliche, kommende Gefahren, die auftauchen könnten, wenn die Banker nicht anfangen sollten, aus den gemachten Fehlern zu lernen. Sie diskutiert des Weiteren Möglichkeiten wie eine zukünftige neue Krise verhindert werden kann.

Natürlich kann ein Buch, welches die Banken und deren Produktvielfalt zum Thema hat, nicht ohne Fremdwörter auskommen. Das sollte aber keineswegs abschrecken, denn die sind von Susanne Schmidt entweder so gut erklärt, dass es auch ein Laie versteht oder aber befinden sich im knapp 10 seitigen, angehängten Glossar und sind dort erläutert. Was mir ebenfalls gut gefallen hat, war, dass sich die Verfasserin nicht als allwissend darstellt, sondern selbst formuliert, dass sie einige Dinge in dem Ausmaß nicht hat kommen sehen. Viele vermeintliche Kenner der Branche klingen in ihren Ausführungen hochnäsig bzw. selbstverliebt und betonen jedes Mal wieder, dass sie es bereits mehrere Jahre vorher erahnt haben, was da auf uns zurollt. So aber nicht in diesem Buch.

Außerdem untermauert Susanne Schmidt ihre Thesen mit adäquaten Beispielen, so dass ihre Meinung gut dargestellt wird, aber auch die Arroganz mancher ihrer ehemaligen Arbeitskollegen entlarvt wird.

Im Großen und Ganzen bleiben 200 sehr interessante, schnell gelesene und gut verständliche Seiten, die in einem gut leserlichen "Plauderton" geschrieben sind, wodurch es zu keinem Zeitpunkt langweilig wurde. Absolut zu empfehlen.
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Eine interessantes, vielseitige Lektüre über die Hintergründe der Finanzkrise, 30. Dezember 2010
Rezension bezieht sich auf: Markt ohne Moral: Das Versagen der internationalen Finanzelite (Gebundene Ausgabe)
Ich bin seit Jahren ein großer Anhänger der Familie Schmidt, darüber hinaus seit einigen Jahren in einer größeren Bank tätig. Demzufolge war diese Lektüre ein Muss für zwei freie Abende meiner weihnachtlichen Ferienzeit.

Susanne Schmidt versteht es, den Leser sowohl inhaltlich als auch sprachlich abzuholen und die verschiedenen Gründe und Einflussfaktoren, die zu der Krise geführt haben, darzulegen. Dabei wird das ganze Buch hindurch deutlich, dass sie 30 Jahre in der Finanzwelt der Londoner City tätig war und eine Vielzahl an Beobachtungen und Erfahrungen ihrer langjährigen Laufbahn verarbeitet. Außerdem ist über die Banktätigkeit hinaus ein großes Interesse an volkswirtschaftlichen Fragestellungen und Zusammenhängen zu erkennen.

Besonders beeindruckend finde ich die Vielschichtigkeit dieses Buches über die Finanzkrise. Denn es wird nicht nur auf den altbekannten Problemen Subprime, Verbriefungen und Profitgier umher gehackt und oppulent in die Länge gezogen, sondern auch kleinere, noch nicht plakativ thematisierte Probleme beschrieben. Z.B. die Tatsache, das eine Vielzahl an Bänkern in bestimmten Bereichen einen finanzmathematischen Hintergrund mitbringen, auf ihren selbst kalibrierten Modellen reiten und dabei den Sinn für eine qualitativ ökonomische Beurteilung verlieren.

Als einzigen Kritikpunkt habe ich anzumerken, dass es sich bei der Lektüre trotz sozialem Einfühlungsvermögen von Susanne Schmidt um finanzwirtschaftlich sehr anspruchsvolle Lektüre handelt. Für den Laien könnte es sich als sehr schwierig erweisen, sämtliche Inhalte in der Tiefe zu verstehen und nachzuvollziehen. Kurzum: Spannend wie ein Kriminalroman, rund um gelungen, jedoch ausgesprochen anspruchsvoll und schwer verdaulich.
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24 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Zeichnet sich aus durch eine für den Laien große Verständlichkeit und Transparenz, 13. April 2010
Von 
Winfried Stanzick (Ober-Ramstadt, Hessen Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(HALL OF FAME REZENSENT)    (TOP 10 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Markt ohne Moral: Das Versagen der internationalen Finanzelite (Gebundene Ausgabe)
Sie ist die Tochter eines der berühmtesten ehemaligen Politiker der Welt und eines Mannes, der mit weit über neunzig Jahren noch als Herausgeber der ZEIT sich einmischt in aktuelle Debatten und Diskurse und auf dessen Stimme man nicht nur in Deutschland nach wie hört, vielleicht sogar mehr als je zuvor. Die Rede ist von Helmut und Loki Schmidts Tochter Susanne, geboren 1947 und mehr als dreißig Jahre lang in der Londoner City tätig , von denen sie zwanzig Jahre lang in leitender Funktion für internationale Bankhäuser gearbeitet hat. Auch nach ihrem Ruhestand hat sie die Banken- und Börsenwelt nicht losgelassen und sie war Moderatorin und Kommentatorin des Börsensenders bloomberg.

Mit dem Buch "Markt ohne Moral" legt sie ein überaus verständliches Werk vor, in dem sie "das Versagen der internationalen Finanzelite" nicht erst seit 2008, als die Pleite von Lehman Brothers die ganze Welt in den Abgrund zu stürzen drohte, beschreibt.

Viele haben das vor ihr getan, und der Markt der Bücher von tatsächlichen oder selbsternannten Fachleuten über die Finanzkrise und ihre Ursachen ist mittlerweile nicht mehr zu übersehen. Ihr Buch allerdings zeichnet sich neben seiner großen für den Nichtfachmann wichtigen Verständlichkeit und Transparenz vor allem dadurch aus, das hier ein Insider berichtet, ohne gleich das ganze System in Frage zu stellen. Was sie allerdings stark bezweifelt, ist der Sinn all jener schnellen staatlichen Rettungsversuche, mit der das völlige Kollabieren des Systems verhindert wurde. Susanne Schmidt meint mit einiger Plausibilität, dass damit lediglich die Grundlage für eine nächste, dann aber weitaus schlimmere Krise gelegt wurde.

An den Börsen dieser Welt machen die, die die Krise 2008 ff. verursacht haben, weiter mit ihren Spekulationen ohne jede Moral und sie verdienen soviel Geld wie nie zuvor, Geld, das anderen fehlt. Der FAZ-Journalist Rainer Hank, der in seinem Buch "Der amerikanische Virus" Anfang 2009 als einer der ersten die Finanzkrise beschrieben und eingeschätzt hatte, kam damals schon zu dieser Prognose. Sie sollte sich bewahrheiten.

Susanne Schmidt fordert einschneidende und klare Regeln für die internationalen Finanzplätze, doch man kann mit Fug und Recht bezweifeln, dass es gelingen wird, sie durchzusetzen. Es liegt in der tief im Menschen verwurzelten Gier, die ihn alle Moral vergessen lässt, meint ein nicht zuletzt durch das vorliegende Buch noch skeptischer gewordener Rezensent.
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