Seit seinem Verbot durch die kurbayerische Regierung 1784/85 ist der Geheimbund der Illuminaten sowohl Gegenstand phantastischer Spekulationen wie intensiver historischer Forschung. Schon den Zeitgenossen galt er als ein Musterbeispiel des'Despotismus der Aufklärung'und der politischen Konspiration. Die Öffnung der Freimaurerarchive ermöglicht nun Einblicke in die wirkliche Tätigkeit der Illuminaten anhand ihrer überlieferten Korrespondenz. Der Band versammelt Briefe aus der Zeit des stürmischen Wachstums des Geheimbunds in den ersten sechs Jahren seines Bestehens.Der erste Band versammelt annähernd 200 Briefe aus den ersten sechs Jahren nach der Gründung des Geheimbunds. Er lässt erkennen, von welchen internen Konflikten das stürmische Wachstum der Organisation in dieser Phase begleitet war. Besonders aufschlussreich sind die zahlreichen erstmals gedruckten Schreiben des Freiherrn Adolph von Knigge an den "Ordensgeneral" Adam Weishaupt. Sie zeugen von dem Bemühen um die Konzeption einer illuminatischen Lehre einerseits, von der erfolgreichen Unterwanderung der deutschen Freimaurerei andererseits. Sämtliche hier erschlossenen Quellen waren bisher entweder unpubliziert oder nur in unkommentierten Editionen zugänglich. Das Verständnis der Spätaufklärung in Deutschland werden sie wesentlich befördern.