Kurzbeschreibung
Das strenge Kontrollsystem des Staates, die infrastrukturellen und demografischen Besonderheiten des Landes, der chinesische Konsument als "Black Box" - diese neuen Herausforderungen verlangen eine Modifikation der in den westlichen, gesättigten Märkten bewährten Maßnahmen und Strategien.
Seit dem Beitritt Chinas zur World Trade Organisation (WTO) drängen immer mehr Unternehmen der westlichen Welt auf den chinesischen Markt und sehen sich vielfältigen kulturellen, ökonomischen und gesetzlichen Hürden gegenüber, die eine Auseinandersetzung mit und eine Anpassung an den Markt erfordern - nicht nur hinsichtlich des Portfolios und des Vertriebs, sondern auch insbesondere der Kommunikation. Im Rahmen der Markenführung im Internet, die sich auf die Markenkommunikation konzentriert, ergeben sich neue Möglichkeiten der Positionierung: zum einen durch die multimedialen und interaktiven Ansprachemöglichkeiten, zum anderen durch die rasant steigende Anzahl und Kaufkraft chinesischer Internetnutzer. Gleichzeitig stellt sich aber hier die Frage, in wie weit sich die Nutzung des Mediums von der in westlichen Ländern unterscheidet und welche Auswirkungen dies auf die praktische Umsetzung der Markenkommunikation in China hat: Welche Maßnahmen der Kommunikation können im Internet Erfolg versprechend eingesetzt werden? Für westliche Unternehmen resultiert aus dem Engagement im chinesischen Markt eine Gratwanderung zwischen lokaler Anpassung und globaler Markenführung mit weit reichenden Folgen für den zukünftigen Erfolg.
Über den Autor
Nina Schweinsberg wurde 1980 in Kassel geboren. Sie studierte Medien und Informationswesen an der Hochschule Offenburg mit Schwerpunkt Medienmanagement und - marketing und graduierte im Jahr 2006 als Diplom-Ingenieurin. Im Jahr 2005 arbeitete sie für die DaimlerChrysler AG und unterstützte das Unternehmen bei der Beratung des chinesischen Marktes hinsichtlich ihrer Mercedes-Benz Internetplattform.