Im Vergleich zu den Vorgängeralben (Places you have come to feat the most & Swiss army romance) hat dieses einen großen Vorteil: man kann es am Stück durchhören!
Ich mochte Dashboard eigentlich von Anfang an, aber so nach 2,3 Liedern hat es mir immer gereicht, weil es dann zuviel Schwermut, zuviel Melancholie wurde, und das wirkt dann irgendwann genau so wie ein Freund, der einem 1x pro Woche erzählt, er habe die Liebe seines Lebens verloren: nervig und unglaubwürdig.
Hauptunterschied zu den Vorgängern ist sicherlich, dass diesmal kaum noch (Fast-)Akkustik-Stücke drauf sind, der Sound wirkt voluminöser und dadurch einfach weniger deprimierend, ohne jedoch poppig zu werden. Dezent eingestreute E-Gitarren- und etwas mehr Schlagzeugbegleitung, für mich ist das genau das, was Dashboard vorher häufig gefehlt hat. Natürlich bleibt das bestimmende Element Chris' Stimme, und auch an der Mischung aus emotionalen Texten und eingängigen, dabei aber nicht aufdringlichen Melodien hat sich so gut wie nichts geändert, warum auch?! Und so hat man das Gefühl etwas Altbekanntes zu hören, das aber plötzlich kraftvoller und lebendiger wirkt. Die Kehrseite der Medaille - nämlich dass sich mittlerweile auch die dämlichsten Radiosender für Dashboard Confessional interessieren - nehme ich in Kauf, Chris Carrabba und Mainstream, das passt einfach nicht zusammen!
Wer Dashboard vorher mochte, der wird auch dieses Album sehr mögen, und wer sie vorher nicht mochte, der sollte diesem Album eine Chance geben.