Ich gestehe, dass ich Mario Barth genau einmal lustig fand: als ich ihn zum ersten Mal gesehen habe. Nicht dass mir das peinlich wäre, man kann auch zu seinen niederen Instinkten stehen. Wirklich peinlich aber finde ich Mario Barth inzwischen selbst: Wie jemand mit genau einem einzigen Einfall in der Endlosschleife lauthals drauflos schwadronierend selbst nicht merken kann, dass er vom Komiker zur Witzfigur mutiert, das könnte fast schon so etwas wie Mitleid erregen - würde Barth nicht jegliche Reaktion seines Publikums vorsichtshalber schon im Vorgriff niederbrüllen, als ahnte er selbst, dass ihm angesichts seines Humorniveaus nichts anderes als Lautstärke übrig bleibt. Heute jedenfalls ist Mario Barth die Paris Hilton des Comedy-Gewerbes: Weiß nichts, kann nichts, zeigt aber gern und überall sein dummes Gesicht. Sein Vortrag gleicht einer Penetration, sein "Witz" ist penetrant. Und wer dafür auch noch Geld auszugeben bereit ist, dem ist nun wirklich nicht mehr zu helfen.