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Literatur
Gene und Krebs
bz. Die Diagnose «Krebs» ist immer noch eine der am meisten gefürchteten, auch wenn in den letzten zehn Jahren viele Krebserkrankungen heilbar geworden sind. Krebs ist keine einzelne Krankheit, sondern fasst ein Phänomen zusammen, das an vielen verschiedenen Stellen des Körpers auftreten und einen unterschiedlichen Verlauf nehmen kann. Auch die Behandlungsart wird je nach Krebsart verschieden gestaltet. Trotzdem hat es sich herausgestellt, dass der dem Krebs zugrundeliegende Mechanismus erstaunlich einfach und universell ist. Normalerweise wird das Wachstum jeder Körperzelle durch ererbte Mechanismen genau gesteuert. Krebs entsteht, wenn Genveränderungen diese Mechanismen stören. Das vorliegende Buch zeigt dem interessierten Laien, wie dieser Prozess vor sich geht. Es wird beschrieben, wie Protoonkogene, potentielle Krebsförderer, und aber auch Tumorsuppressorgene, Gene, die vor Krebs schützen, aktiviert werden und ihre Aufgabe ausführen. Ausführlich erklärt wird auch, was gängige Behandlungsmethoden wie Bestrahlung oder Chemotherapie auf molekularer Ebene bewirken. Damit wird auch verständlich, warum Nebenwirkungen wie Haarausfall und Erbrechen auftreten können. Ausgezeichnete Illustrationen sind hilfreich, um die nicht immer einfachen Zusammenhänge verständlich zu machen. Die Autoren haben beide entscheidende Beiträge zum Verständnis von Krebs geleistet und geben hier eine umfassende Darstellung der Materie, die gut, aber nicht unbedingt leicht verständlich ist. Man muss den Kopf bei der Sache haben!
Marie Curie a life
tr. Es besteht kein Zweifel, dass Marie Sklodovska Curie zu den grössten und bekanntesten Naturwissenschaftern des Jahrhunderts gehört. Ihr Leben war eine merkwürdige Abfolge von Triumphen und Tragödien. Als junge, ehrgeizige Absolventin der Pariser Sorbonne entdeckte die «Exilpolin» das Phänomen der Radioaktivität und zwei neue Elemente: Polonium und Radium. Sie wurde Professorin, baute das für sie massgeschneiderte Institut du Radium, erhielt zahlreiche akademische Ehrungen und zwei Nobelpreise. Zudem fand sie in Pierre Curie den idealen Lebenspartner und Mitarbeiter, der von der Erforschung der Radioaktivität ebenso besessen war wie sie selbst. Doch als Frau und Ausländerin war es nicht leicht, vorgefasste Meinungen des wissenschaftlichen und sozialen Establishments zu überwinden; sie gab sich auch keinerlei Mühe, «systemkonform» zu leben. Der Sprung in die Académie des Sciences gelang ihr nicht, ihr Mann starb unter tragischen Umständen, ihre Affäre mit dem Physiker Paul Langevin entfesselte einen riesigen Skandal. In den letzten Jahrzehnten ihres Lebens kränkelte sie ständig und zeigte die heute offensichtlichen Symptome der Strahlenkrankheit; sie starb 1934 an einer strahlenbedingten perniziösen Anämie. Ihr Leben inspirierte mehrere gute Biographien, wovon die erste (und wohl beste) von Marie Curies Tochter Eve geschrieben wurde. Musste man gut sechzig Jahre nach ihrem Tod das Leben dieser aussergewöhnlichen Frau nochmals aufrollen? Das vorliegende Buch hinterlässt einen zwiespältigen Eindruck. Einmal ist es mit zahlreichen Dokumenten zur Jugend der «Heldin» untermauert, die erstmals aus dem Polnischen übersetzt wurden. In dieser Hinsicht handelt sich um eine achtenswerte Fleissarbeit, mit zahlreichen Zitaten aus Briefen, Journalen und Tagebüchern. Doch leider verfügt die Autorin über völlig ungenügende Kenntnisse der Naturwissenschaften, die Marie Curie so stark bereichert hat. Es ist enervierend, wenn Mineralien- und Elementenamen falsch geschrieben werden, die Funktionsweise von Instrumenten unverständlich bleibt und nicht einmal versucht wird, die heroische Arbeit Curies dem Leser chemisch und physikalisch näherzubringen.
Kopfschmerzen
Leiden, die man nicht hinnehmen muss
bz. Kopfschmerzen werden immer noch von vielen Leidenden als normale Erscheinung hingenommen, erduldet und höchstens mit rezeptfreien Schmerzmitteln bekämpft. Lange Zeit war dies auch das einzige, was man dagegen tun konnte. Dies hat sich aber inzwischen geändert. Über Ursachen, Behandlung und auch Vermeidung von Kopfschmerzen weiss man heute eine ganze Menge. Je nachdem, um welchen Typ Schmerz es sich handelt, Migräne oder Spannungskopfschmerz, wird er anders bekämpft. Auch gibt es verschiedene Methoden, medikamentöse und nichtmedikamentöse, mit denen man einen erneuten Anfall abwenden kann. Die spezialisierte Kieler Kopfschmerzklinik ist wegen 54 Millionen leidender Deutschen ständig überlastet. Der Leiter der Kopfschmerzsprechstunde der Universitätsklinik in Kiel und Generalsekretär der Deutschen Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft hat deshalb die neuesten Erkenntnisse über die verschiedenen Arten von Kopfschmerzen und deren Behandlung im vorliegenden Buch zusammengefasst. Es gibt den Betroffenen Mut, ihre Schmerzen nicht einfach hinzunehmen, sondern aktiv etwas dagegen zu tun. Eine sorgfältige Einführung mit ausführlichem Fragebogen erlaubt es dem Leser, selber herauszufinden, an welchem der beiden Haupttypen von Kopfschmerz er leidet. Die Behandlungsschemen und Verhaltensmassregeln sind für beide Fälle verschieden; es ist daher wichtig, dass man weiss, zu welcher Gruppe man gehört. Das Buch ist verständlich geschrieben und lässt dennoch nichts Wichtiges aus. Es soll natürlich keine Hilfe zur Selbstbehandlung sein, sondern den Patienten helfen, sich mit ihrem Arzt besser zu verständigen und aktiv mitzuhelfen, den Kopfschmerz loszuwerden oder doch die Anfallshäufigkeit zu senken. -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.
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The language of the biography is percise but also nostalgic. Susan Quinn proved to be excellent researcher and "mood creator". She was able to write as if she was walking in Sklodowska-Curie shoes. She captured non-essential detail that took a reader right in the middle of the action. The details she used were accurate and true. It brought a Polish reader back to Warsaw. There, the streets were just as she described them, the smell and noise and politics of XIX and XX c Poland were so accuratly painted that as I continued reading it I could no longer remember I was in USA. I thought I were at Nowolipki street or Saxon Garden. Memories of my country history and history of scientific world were rekindled in my heart.
This is a very rich book. It will bring memories or create some for those who are not familiar with scientific revolution of Europe in late XIXc and early XXc. It is a book about heroism, loyalty, determination, passion, love and friendship. It is also a book about rejection in professional world. But most of all, this book is about victory of one extraordinary woman. This is the only woman ever who received two Nobel Prizes. And she happened to come from a country that was constantly occupied by its oppresors, from Poland. Both the author and the heroin did a fantastic job.
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