"Marie Brand" ist eine deutsche Krimiserie aus dem Jahr 2008, die nicht nur von der Lösung ihrer Fälle lebt, sondern vor allem von der Gegensätzlichkeit ihrer Ermittler. Während Marie Brand mit viel Köpfchen agiert und eine gehörige Portion Intuition in die Ermittlungen einfließen lässt, ist die Rolle ihres Kollegen Jürgen Simmel eher auf körperlichen Einsatz angelegt. Der Möchtegern-Macho, der nicht viel Erfolg bei den Frauen genießt, schafft es zumindest, seiner Kollegin in brenzligen Situationen beizustehen. Ein Duo, bei dem sich der Zuschauer so manches Mal fragt, wie halten es die Besserwisserin und der selbstverliebte Gockel überhaupt miteinander aus. Dass es funktioniert, sei allein den Autoren der Serie geschuldet, die gerade mit dieser Diskrepanz die Grundlage für eine kurzweilige und humorvolle Unterhaltung legen. Eine Krimiserie also, die nicht zu ernst genommen werden sollte, allerdings auch nicht mit einem durchgängigen Spannungsbogen aufwarten kann. Denn obwohl die Fälle gut erdacht sind, weisen sie einige Mankos in der Ermittlungsarbeit auf. Ein Nebeneffekt, der solange nicht stört, wie der Schlagabtausch und die Absonderlichkeiten der beiden Hauptdarsteller im Mittelpunkt stehen.
Optisch überzeugen die enthaltenen Episoden mit kräftigen und natürlich wirkenden Farben, die durch einen angenehm scharfen und detaillierten Kontrast hervorragend zur Geltung kommen. Sämtliche Dialoge sind gut verständlich. Die verwendete Musik und passend gesetzte Soundeffekte schaffen es, die Handlung gekonnt zu untermalen.
Die Ausstattung der DVD ist als spärlich zu bezeichnen. Es existiert kein Zusatzmaterial, auch ein Booklet ist nicht zu finden. Dafür warten allerdings beide Filme mit Spezialeffekten auf, die man in einer solchen Serie nicht erwartet hätte.
Fazit:
Humorvolle Krimikost, die vor allem für Freunde von solide inszenierter und gut gespielter Fernsehunterhaltung, und für Fans von Mariele Millowitsch zu empfehlen ist!