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Maria Stuart [Taschenbuch]

Margaret George , Rainer Schmidt
4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (38 Kundenrezensionen)

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Kurzbeschreibung

2005
Mit siebzehn liegt ihr die Welt zu Füßen: Maria Stuart, Königin von Schottland durch Geburt; Königin von Frankreich durch ihre Ehe mit dem französischen Dauphin; und Königin von England - zumindest nach katholischer Auffassung, welche die Abkunft Elisabeths, der Tochter Heinrichs VIII., als illegitim ansieht. Ein Jahr später sind ihre Träume zerplatzt wie eine Seifenblase. Ihr Gatte, der kränkliche Franz II., ist tot. Elisabeth I., ihre große Rivalin, hält den Thron Englands mit diplomatischem Geschick und wachsender Anerkennung. Und so geht Maria, Königin der Schotten, zurück in das neblige, barbarische Land, das sie als Kind verlassen hatte. Und dessen Volk sich inzwischen zu einem anderen Glauben bekehrt hat. Eine katholische Königin in einem protestantischen Land, das im Innern von alten Fehden zerrissen und von außen durch den stets präsenten englischen Feind belauert wird - wem kann sie vertrauen? Der erste Mann, den sie zu lieben glaubt, erweist sich als Schwächling; der zweite als Mörder. Als dann das Volk sich gegen sie empört, zwingen die Adligen sie, zugunsten ihres Sohnes abzudanken und zu fliehen. Ihre jahrelange Gefangenschaft in England und ihr Tod durch das Beil des Henkers - das alles ist Geschichte.
-- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 1212 Seiten
  • Verlag: Bastei Lübbe (2005)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3404770455
  • ISBN-13: 978-3404770458
  • Größe und/oder Gewicht: 18,2 x 12,6 x 5 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (38 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 1.047.337 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Leseprobe. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

Im rauchig blauen Dunst war nichts zu sehen außer immer noch mehr Dunst. Die Sonne, verschleiert und gedämpft, umgab sich mit einem diffusen Lichtkranz und sie war das einzige, das die Männer erkennen konnten, als sie versuchten zu kämpfen. Aber wenn sie den Feind nicht sehen konnten, wie sollten sie sich da verteidigen?

Der Dunst wehte und wirbelte, strich tief über grünen Morast und schlammigen Boden, umschmiegte das nasse Gelände und trieb seinen Schabernack mit den Männern, wenn sie versuchten, sich aus dem tückischen Sumpf zu befreien. Er war kalt und feucht, mitleidslos wie die Hand des Todes, mit dem er Arm in Arm daherkam.

Oberhalb des Sumpfes standen ein paar einsame Bäume, deren Äste von den Herbststürmen schon kahlgefegt waren; nackt und verloren ragten sie über das Schlachtfeld. Männer mühten sich ihren grauen, runzligen Stämmen entgegen, weil sie hofften, sich kletternd in Sicherheit zu bringen. Tausende von Füßen hatten den Boden rund um die Bäume zu einem quellenden Feld zertrampelt. Der Nebel lag wie eine Decke über allem.

Als der Nebel am nächsten Tag verflog, aufs Meer hinauswehte und die letzten Spuren der Verwirrung mitnahm, offenbarte sich ganz Solway Moss als ein jammervoller Schlachtplatz. Sumpf, Schilf und glitschiges Gras in den Mäandern des Flusses Esk zeigten, daß Solway Moss, das Moor von Solway, seinen Namen zu Recht trug. Dort in der südwestlichen Ecke der Gegend, wo England und Schottland zusammenstießen, hatten die beiden uralten Feinde miteinander gerungen wie zwei Hirsche, taumelnd im Schlamm. Aber der englische Hirsch hatte über seinen Gegner triumphiert, und der Sumpf war übersät von Lederschilden, weggeworfen von den Schotten, die sich in der Falle gesehen hatten. Dort würden sie verrotten, denn trocknen würde die Sonne sie nie.

Einer der englischen Soldaten, der seine Gefangenen davonführte, warf noch einmal einen Blick auf das Gelände, das grün und ruhig in den schrägen Strahlen der Herbstsonne lag. »Gott sei Schottland gnädig « sagte er leise. »Niemand sonst wird es sein. « -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.


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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
23 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Der Historische Roman ist eine recht „gefährliche" Literaturgattung wie ich finde, denn man muss aufpassen, dass die künstlerische Freiheit des Autors nicht die geschichtlichen Fakten überdeckt. Deswegen stehe ich auch nach wie vor historischen Romane etwas skeptisch gegenüber. Dass ich dieses Buch geschenkt bekam ist allerdings schon ein Glücksfall, denn hier hat Margaret George beides gut miteinander verwoben.

Die Biographie Maria Stuarts lädt sehr dazu ein, schriftlich oder filmisch festgehalten zu werden. Mit noch nicht mal einem Jahr gekrönt, also gar nicht fähig ein Land zu regieren, wurde ihr schon in frühen Lebensjahren nach dem Leben getrachtet. Es bleibt nichts übrig als in das Land ihrer Mutter, nach Frankeich zu fliehen. Die folgenden Jahre lebt sie als eine Art Märchenprinzessin mit vielen Freunden in kindlicher Leichtigkeit. Doch mit dem frühen Tod ihres kränklichen Gemahls, des Königs von Frankreich endet dieser Teil tragisch und abrupt. Zurück in Schottland hat sie es als Katholiken alles andere als leicht. Hinzu kommt, dass sie ein sehr emotionaler Mensch zu sein scheint, der viele Entscheidungen nicht gut genug durchdenkt. Die Protestanten mögen sie natürlich von Anfang an nicht und die Katholiken fühlen sich durch sie nicht genügend unterstützt. Dazu kommen noch 2 Ehen die von niemanden so wirklich akzeptiert werden und die Cousine Elisabeth I von England die auch eher distanziert mit ihr umgeht. Es geschehen mysteriöse Tode, Putschversuche, Aufstände uvm. Hierbei darf man nie vergessen, das Maria ja noch nie wirkliche allein ein Land regieren musste. Letztendlich bleibt nichts als ein erneuter Abschied. Diesmal in Richtung England.
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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Das Leben einer traurigen Königin 3. Juni 2003
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Auf über 1200 Seiten schildert die Autorin das Leben einer Frau, die man aus tiefstem herzen bemitleiden muß - vorausgesetzt die historischen Fakten entsprechen auch in persönlicher Hinsicht den Tatsachen, wovon bei einer laut Nachwort sechsjährigen Recherche der Autorin sowie ihren eigenen Worten zufolge auszugehen ist.
Als Kind einer französischen Mutter, die vom schottischen Adel und Volk gleichermaßen abgelehnt wird, wird die Prinzessin Maria nach dem Tod ihres Vaters an den französichen Hof geschickt. Dort wird ihre einzige Aufgabe darin gesehen, als kindliche Braut des kleinen Dauphin sicherzustellen, daß Schottland bei ihrer Heirat an Frankreich fällt. Im sonnigen Frankreich wächst Maria zu einem romantischen, verspielten jungen Mädchen heran, dessen einzige Pflicht darin besteht, ihrem Verlobten und späteren Gatten zu gefallen. Innerhalb eines Jahres wird sie Ehefrau, Königin von Frankreich und Witwe, als ihr kränklicher Gemahl stirbt, ohne einen Erben zu hinterlassen. Gerade erst 18 Jahre alt kehrt sie als Königin nach Schottland zurück. Doch die Heimat ist fremd, und als katholische Monarchin eines protestantischen Landes begegnen ihr von Anfang an Mißtrauen, Mißgunst und Verrat. Der Reformator John Knox verachtet die junge Königin und ihr unehelicher Halbbruder Lord James strebt selbst nach der Krone. Die unerfahrerene Maria wird schnell zum Spielball erbitterter Machtkämpfe rivalisierender Parteien, und schließlich wird ihr die Liebe zum Verhängnis, besiegelt ihren Untergang und zwingt sie, nach England zu fliehen. Der Rest der geschichte dürfte jedem hinreichend bekannt sein.
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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Überzeugend 5. November 2000
Format:Taschenbuch|Verifizierter Kauf
Auch dem Profi-Leser von Werken über Maria Stuart kann diese Romanbiographie gut gefallen. Frau George hat ihr Thema kenntisreich abgehandelt; sie entscheidet sich salomonisch dafür, zumindest einen Teil der Kassettenbriefe als von Maria geschrieben anzuerkennen, und bereitet so den Boden für die gelungene erzählerische Aufarbeitung des tragischsten Konfliktes im Leben der Königin. Die Beschreibung von Zeit und Umfeld ist exakt; die Charaktere der handelnden Personen sind mit Zuneigung beschrieben. Das Buch ist absolut lesenswert, mit einer kleinen Bedingung: es macht mehr Spaß, wenn man sich vorher etwas über das Leben von Maria Stuart informiert hat. Andernfalls verliert man im Gewirr der Intrigen vielleicht den Überblick.
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27 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Erneuter Volltreffer 3. Februar 2002
Format:Taschenbuch
Hervorragend, wieder ein Meisterwerk von M. George in der Tradition von Heinrich VIII. Maria Stuart, damit hat man uns in der Schule totgelangweilt, im Theater bin ich darüber eingeschlafen - ich kann mir vorstellen, daß es vielen Menschen so gegangen ist und sie dadurch bis jetzt davon abgehalten wurden, sich dieses Buch zuzulegen. Aber der Name M. George bürgt für Qualität. Ich konnte auch dieses Buch kaum mal einen Tag aus der Hand legen. Man stelle sich vor: ein kleines Mädchen wird von seiner Mutter getrennt, in ein fremdes Land verschickt und dort erzogen, wo es dann später an ein anderes willenloses Thronkind verheiratet wird. Als kindlicher Königin wird ihm jeder Wunsch von den Augen abgelesen, es ist noch nicht einmal nötig, Anweisungen zu erteilen, das erledigt die Schwiegermutter. Nach dem Rauswurf aus diesem Land soll dieses gerade herangewachsene Mädchen nun in der Lage sein, Entscheidungen zu treffen und "den richtigen Leuten" zu vertrauen. Wann und wie hätte sie das denn wohl lernen sollen ? Es war nur logisch, daß sie psychisch den Kopf (die Übersicht) verlor, bevor sie ihn dann auch physisch verlor. Und trotzdem trug sie alles, was sie erlebte, wahrhaft königlich. Hochinteressant, als Biographie, wie auch als psychologische Studie. Übrigens: in einem mit dem Katholizismus ausgesöhnten England hätte Anne Boleyns Tochter keine Chance gegen Maria Stuart gehabt!
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Die neuesten Kundenrezensionen
5.0 von 5 Sternen Maria Stuart. Der Roman ihres Lebens
Spannend von Anfang bis zum Ende des Buches, sehr faszinierend, man kann das Buch nicht aus der Hand geben. Es ist ein Roman mit vielen autentischen Berichten.
Vor 3 Monaten von Hannelore Ruppert veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Echt historisch!
Habe mir dieses Buch, anläßlich einer Reise nach Schottland gekauft. Wollte mehr über Maria Stuart wissen. Lesen Sie weiter...
Vor 3 Monaten von Isa veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen Das Leben einer gescheiterten Monarchin
Beginn der Religionskriege Anfang des 16. Jahrhunderts:
ein aufrührerischer Mönch hat in Wittenberg die 95 Thesen an das Domportal gehängt, damit den Papst... Lesen Sie weiter...
Vor 23 Monaten von Georg Grönegress veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Maria Stuart: der Roman ihres Lebens - erzählt von Margaret...
Sehr einfühlsam, anschaulich und packend geschrieben. Das Buch ist mit 1212 Seiten allerdings sehr dick und schwer in der Hand zu halten. Keine Bettlektüre.
Vor 24 Monaten von Agnes Wintersberger veröffentlicht
3.0 von 5 Sternen zu detailverliebt
Nachdem ich von Margaret GeorgeŽs Buch über Heinrich den VIII hingerissen war, habe ich mir Maria Stuart bestellt. Leider war es eine Enttäuschung. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 5. Oktober 2011 von Margit Siegl
5.0 von 5 Sternen Beeindruckend!!!
Margaret George erzählt die Lebensgeschichte der Schottenkönigin Maria Stuart - auf über 1200 kleingedruckten Seiten. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 14. August 2011 von Kindle-Kunde
3.0 von 5 Sternen Lesen mit gemischten Gefühlen
Nachdem ich bereits Bücher von Margaret George gelesen hatte, wagte ich mich auch an ihren historischen Roman über Maria Stuart heran. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 26. Mai 2011 von Pseudonym
5.0 von 5 Sternen Historie, spannend verpackt!
Sicher ist "Maria Stuart" kein Buch, das man in einem Zug durchliest, aber es ist so flüssig und spannend geschrieben, dass trotz der endlos vielen Seiten keine Langeweile... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 3. April 2011 von Elisabeth
2.0 von 5 Sternen Das war mal nix
Also so gern ich Margaret George mag und vor allem ihr Buch über Heinrich den Achten (bei dem ich mich auf keiner Seite gelangweilt habe), so konnte ich diesen Schinken... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 14. Januar 2011 von Friederike
2.0 von 5 Sternen Prinzessin Lillifee für Große
Die Assoziation zu dieser Überschrift kam mir gleich beim Lesen des ersten Teils, was sicher auch nahe liegend ist, da hier u. a. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 18. Mai 2010 von jrgela
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