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Maria Stuart: Der Roman ihres Lebens - Erzählt von Margaret George
 
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Maria Stuart: Der Roman ihres Lebens - Erzählt von Margaret George [Taschenbuch]

Margaret George
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 1216 Seiten
  • Verlag: Bastei Lübbe (Bastei Verlag); Auflage: 5 (17. November 2008)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3404144724
  • ISBN-13: 978-3404144723
  • Originaltitel: Mary Queen of Scotland and the Isles
  • Größe und/oder Gewicht: 18,5 x 12,4 x 5,7 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (35 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 261.029 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Margaret George
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Mit siebzehn liegt ihr die Welt zu Füßen: Maria Stuart, Königin von Schottland durch Geburt; Königin von Frankreich durch ihre Ehe mit dem französischen Dauphin; und Königin von England ═ zumindest nach katholischer Auffassung, welche die Abkunft Elisabeths, der Tochter Heinrichs VIII., als illegitim ansieht. Ein Jahr später sind ihre Träume zerplatzt wie eine Seifenblase. Ihr Gatte, der kränkliche Franz II., ist tot. Elisabeth I., ihre große Rivalin, hält den Thron Englands mit diplomatischem Geschick und wachsender Anerkennung. Und so geht Maria, Königin der Schotten, zurück in das neblige, barbarische Land, das sie als Kind verlassen hatte. Und dessen Volk sich inzwischen zu einem anderen Glauben bekehrt hat. Eine katholische Königin in einem protestantischen Land, das im Innern von alten Fehden zerrissen und von außen durch den stets präsenten englischen Feind belauert wird ═ wem kann sie vertrauen? Der erste Mann, den sie zu lieben glaubt, erweist sich als Schwächling; der zweite als Mörder. Als dann das Volk sich gegen sie empört, zwingen die Adligen sie, zugunsten ihres Sohnes abzudanken und zu fliehen. Ihre jahrelange Gefangenschaft in England und ihr Tod durch das Beil des Henkers ═ das alles ist Geschichte.

Auszug

Im rauchig blauen Dunst war nichts zu sehen außer immer noch mehr Dunst. Die Sonne, verschleiert und gedämpft, umgab sich mit einem diffusen Lichtkranz und sie war das einzige, das die Männer erkennen konnten, als sie versuchten zu kämpfen. Aber wenn sie den Feind nicht sehen konnten, wie sollten sie sich da verteidigen?

Der Dunst wehte und wirbelte, strich tief über grünen Morast und schlammigen Boden, umschmiegte das nasse Gelände und trieb seinen Schabernack mit den Männern, wenn sie versuchten, sich aus dem tückischen Sumpf zu befreien. Er war kalt und feucht, mitleidslos wie die Hand des Todes, mit dem er Arm in Arm daherkam.

Oberhalb des Sumpfes standen ein paar einsame Bäume, deren Äste von den Herbststürmen schon kahlgefegt waren; nackt und verloren ragten sie über das Schlachtfeld. Männer mühten sich ihren grauen, runzligen Stämmen entgegen, weil sie hofften, sich kletternd in Sicherheit zu bringen. Tausende von Füßen hatten den Boden rund um die Bäume zu einem quellenden Feld zertrampelt. Der Nebel lag wie eine Decke über allem.

Als der Nebel am nächsten Tag verflog, aufs Meer hinauswehte und die letzten Spuren der Verwirrung mitnahm, offenbarte sich ganz Solway Moss als ein jammervoller Schlachtplatz. Sumpf, Schilf und glitschiges Gras in den Mäandern des Flusses Esk zeigten, daß Solway Moss, das Moor von Solway, seinen Namen zu Recht trug. Dort in der südwestlichen Ecke der Gegend, wo England und Schottland zusammenstießen, hatten die beiden uralten Feinde miteinander gerungen wie zwei Hirsche, taumelnd im Schlamm. Aber der englische Hirsch hatte über seinen Gegner triumphiert, und der Sumpf war übersät von Lederschilden, weggeworfen von den Schotten, die sich in der Falle gesehen hatten. Dort würden sie verrotten, denn trocknen würde die Sonne sie nie.

Einer der englischen Soldaten, der seine Gefangenen davonführte, warf noch einmal einen Blick auf das Gelände, das grün und ruhig in den schrägen Strahlen der Herbstsonne lag. »Gott sei Schottland gnädig « sagte er leise. »Niemand sonst wird es sein. « -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.


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Kundenrezensionen

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen

22 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Geschichte gut, allerdings teilweise zu versteckt verpackt, 20. September 2006
Von 
deathdealer92618 (Bochum) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Der Historische Roman ist eine recht gefährliche" Literaturgattung wie ich finde, denn man muss aufpassen, dass die künstlerische Freiheit des Autors nicht die geschichtlichen Fakten überdeckt. Deswegen stehe ich auch nach wie vor historischen Romane etwas skeptisch gegenüber. Dass ich dieses Buch geschenkt bekam ist allerdings schon ein Glücksfall, denn hier hat Margaret George beides gut miteinander verwoben.

Die Biographie Maria Stuarts lädt sehr dazu ein, schriftlich oder filmisch festgehalten zu werden. Mit noch nicht mal einem Jahr gekrönt, also gar nicht fähig ein Land zu regieren, wurde ihr schon in frühen Lebensjahren nach dem Leben getrachtet. Es bleibt nichts übrig als in das Land ihrer Mutter, nach Frankeich zu fliehen. Die folgenden Jahre lebt sie als eine Art Märchenprinzessin mit vielen Freunden in kindlicher Leichtigkeit. Doch mit dem frühen Tod ihres kränklichen Gemahls, des Königs von Frankreich endet dieser Teil tragisch und abrupt. Zurück in Schottland hat sie es als Katholiken alles andere als leicht. Hinzu kommt, dass sie ein sehr emotionaler Mensch zu sein scheint, der viele Entscheidungen nicht gut genug durchdenkt. Die Protestanten mögen sie natürlich von Anfang an nicht und die Katholiken fühlen sich durch sie nicht genügend unterstützt. Dazu kommen noch 2 Ehen die von niemanden so wirklich akzeptiert werden und die Cousine Elisabeth I von England die auch eher distanziert mit ihr umgeht. Es geschehen mysteriöse Tode, Putschversuche, Aufstände uvm. Hierbei darf man nie vergessen, das Maria ja noch nie wirkliche allein ein Land regieren musste. Letztendlich bleibt nichts als ein erneuter Abschied. Diesmal in Richtung England. Doch hier verbringt sie den Rest ihres Lebens in Gefangenschaft bis letztlich der Galgen ihr Leben beendet und dies auch nur auf Grund fadenscheiniger Vorwürfe die vielleicht teilweise der Wahrheit entsprechen, aber dennoch größtenteils nicht legitim sind.

Von mir bekommt das Buch einen Stern abgezogen, weil die Autorin zu oft viel zu weit abschweift vom Thema. Größtenteils ist das alles ganz toll zu lesen und auch besser als ein trockenes Sachbuch, aber man kann die Landschaft oder auch das Wetter doch auch etwas zu genau und zu oft beschreiben. Außerdem driftet Frau George desöfteren in ganz tiefe literarische Gefilde ab. Besonders wenn es um Liebe und Leidenschaft geht. (vgl. S. 569: Ihre Lippen waren so zart wie die Blütenblätter der weißen Lilie) Wenn das dann über mehrere Seiten so weiter geht, dann denkt man irgendwann man hält einen ganz schlechten Trivialroman aus dem 19. Jahrhundert in Händen. Das muss wirklich nicht sein. Ansonsten hat es mir sehr gefallen. Es wird doch ein recht klares, manchmal aber auch verklärtes Bild von Maria Stuart gezeichnet. Eine Frau die leider zu oft meinte es würde reichen eine gesalbte Königin zu sein und das sogar auch noch, als sie schon längst von ihrem Sohn auf dem Thron abgelöst wurde.

Für Leser die vielleicht denken das normale Biographien zu trocken sind, wird dieses Buch wohl genau richtig sein. Allen anderen wird dieses Werk mit knapp über 1200 Seiten wohl zu dick und zu unsachlich sein.
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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Das Leben einer traurigen Königin, 3. Juni 2003
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Maria Stuart: Der Roman ihres Lebens - Erzählt von Margaret George (Taschenbuch)
Auf über 1200 Seiten schildert die Autorin das Leben einer Frau, die man aus tiefstem herzen bemitleiden muß - vorausgesetzt die historischen Fakten entsprechen auch in persönlicher Hinsicht den Tatsachen, wovon bei einer laut Nachwort sechsjährigen Recherche der Autorin sowie ihren eigenen Worten zufolge auszugehen ist.

Als Kind einer französischen Mutter, die vom schottischen Adel und Volk gleichermaßen abgelehnt wird, wird die Prinzessin Maria nach dem Tod ihres Vaters an den französichen Hof geschickt. Dort wird ihre einzige Aufgabe darin gesehen, als kindliche Braut des kleinen Dauphin sicherzustellen, daß Schottland bei ihrer Heirat an Frankreich fällt. Im sonnigen Frankreich wächst Maria zu einem romantischen, verspielten jungen Mädchen heran, dessen einzige Pflicht darin besteht, ihrem Verlobten und späteren Gatten zu gefallen. Innerhalb eines Jahres wird sie Ehefrau, Königin von Frankreich und Witwe, als ihr kränklicher Gemahl stirbt, ohne einen Erben zu hinterlassen. Gerade erst 18 Jahre alt kehrt sie als Königin nach Schottland zurück. Doch die Heimat ist fremd, und als katholische Monarchin eines protestantischen Landes begegnen ihr von Anfang an Mißtrauen, Mißgunst und Verrat. Der Reformator John Knox verachtet die junge Königin und ihr unehelicher Halbbruder Lord James strebt selbst nach der Krone. Die unerfahrerene Maria wird schnell zum Spielball erbitterter Machtkämpfe rivalisierender Parteien, und schließlich wird ihr die Liebe zum Verhängnis, besiegelt ihren Untergang und zwingt sie, nach England zu fliehen. Der Rest der geschichte dürfte jedem hinreichend bekannt sein. Maria Stuart verbringt 21 Jahre mehr oder weniger in englischer Gefangeschaft und wird am Ende auf Betreiben einiger britischer Lords und des Premierministers Wiliam Cecil von Elizabeth I zum Tode verurteilt und hingerichtet.

Beim Lesen dieses biografischen Romans begreift der Leser nur zu schnell, warum es beinahe zwangsläufig zu dieser Entwicklung der Geschichte kommen mußte. Im Gegensatz zu Elizabeth I, die nicht umsonst bis ins hohe Alter als souveräne Monarchin herrschte, ist Maria Stuart eine Frau, die sich von (romatischen) Gefühlen und Leidenschaft dort leiten läßt, wo kühle Vernunft und Logik angebracht wären. Marias Glaube an das Gute - welcher so grausam zerstörrt wird - gepaart mit einem hohen Maß an politischer Unerfahrenheit und persönlicher Naivität prädestinieren sie geradezu zum Opfer. Der leser fragt sich unwillkürlich, wie die Dinge wohl verlaufen wären, hätte anstelle Maria Stuarts eine Frau wie Elizabeth I auf dem schottischen Thron gesessen. Hätte diese auf ihrem katholischen Glauben beharrt, wohlwissend um die darin liegende Provokation ihres protestantischen Volkes? Hätte sie dem Drängen ihrer Lords nach einem Erben nachgegeben, um sich gegen deren erklärten Wunsch blind vor Leidenschaft und romantisch verklärter Liebe einen Ehemann genommen, der ihrer nicht würdig gewesen wäre? Hätte sie nach dessen gewaltsamen Ende gerade denjenigen Mann geheiratet, dem Adel und Volk offen die Ermordung ihres ersten Gatten - wenn auch zu Unrecht - anlasteten?

Die Autorin zeichnet detailliert das Bild einer schwachen Frau, die am Kampf um ihren Thron und ihre Liebe an der Politik und dem Haß zerbricht.

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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Überzeugend, 5. November 2000
Auch dem Profi-Leser von Werken über Maria Stuart kann diese Romanbiographie gut gefallen. Frau George hat ihr Thema kenntisreich abgehandelt; sie entscheidet sich salomonisch dafür, zumindest einen Teil der Kassettenbriefe als von Maria geschrieben anzuerkennen, und bereitet so den Boden für die gelungene erzählerische Aufarbeitung des tragischsten Konfliktes im Leben der Königin. Die Beschreibung von Zeit und Umfeld ist exakt; die Charaktere der handelnden Personen sind mit Zuneigung beschrieben. Das Buch ist absolut lesenswert, mit einer kleinen Bedingung: es macht mehr Spaß, wenn man sich vorher etwas über das Leben von Maria Stuart informiert hat. Andernfalls verliert man im Gewirr der Intrigen vielleicht den Überblick.
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