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Maria Morzeck oder Das Kaninchen bin ich
 
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Maria Morzeck oder Das Kaninchen bin ich [Gebundene Ausgabe]

Manfred Bieler
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)

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Gebundene Ausgabe --  
Gebundene Ausgabe, Dezember 1978 --  
Broschiert --  

Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 309 Seiten
  • Verlag: Biederstein Verlag; Auflage: 2. A. (Dezember 1978)
  • ISBN-10: 3764200081
  • ISBN-13: 978-3764200084
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 1.689.171 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von evistie VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Taschenbuch
Trist ist das Leben der jungen Maria Morzeck und melancholisch ihre Geschichte, die sie in schlichter Sprache selbst zu Papier bringt. Mit Politik hat sie im Ost-Berlin der sechziger Jahre nichts am Hut. Woher also die politische Brisanz dieses Buches, die die DDR dazu veranlasste, die Veröffentlichung und Filmvorführung bis 1989 zu verbieten? Ohne anzuklagen, schildert Maria ihren Werdegang. Nicht dumm, darf sie trotzdem nach der Schule nicht studieren und verdient sich mit kellnern ihren Lebensunterhalt. Denn ihr Bruder sitzt als „Politischer" im Gefängnis, und damit gilt auch sie als politisch unzuverlässig.. Die Verhandlung war nicht öffentlich, eine Besuchserlaubnis gibt es erst nach längerer Zeit, und so weiß Maria lange Zeit nicht, was ihr Bruder eigentlich verbrochen hat, wofür er vier Jahre einsitzen muß. Sie erfährt es ausgerechnet von Paul Deister, dem Richter, der ihren Bruder abgeurteilt hat... es ist im Grunde eine Lappalie: Bruder Dieter hat eine Rede Konrad Adenauers öffentlich abgespielt. Marie lernt Deister kennen und, obwohl sie bald weiß, dass er der Mann ist, der ihren Bruder verurteilt hat - sie ist ihrer wachsenden Liebe zu ihm hilflos ausgesetzt. Es ist eine schwierige Liebe, von beiden Seiten, und es geht natürlich nicht gut aus, zumal Deister verheiratet ist. Nach einem Gnadengesuch kommt Dieter frei und rächt sich - in Kenntnis des Liebesverhältnisses zwischen Maria und Deister - fürchterlich an seiner Schwester, der vermeintlichen Verräterin. Bieler versteht es, Maria als liebenswerten, tapferen, unsentimentalen, realistischen, durchaus gewitzten und schlagfertigen Menschen und doch als Opfer „ihrer Zeit" darzustellen. Die politische Wertung hat Bieler schon damals anderen überlassen müssen.
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Von Tom Kadi VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Gebundene Ausgabe
Es gab in der DDR diese rotzig freche Oppositionsliteratur - die berühmtesten sind sicher Plenzdorfs - Die neuen Leiden des jungen Werther und als weibliches Gegenstück: Schneiders Erzählung Die Reise nach Jaroslav. Bielers Maria Morzeck ist auch so eine aufsässige, selbstbewusste Romanfigur - nur geht es bei ihr nicht um die kleinen Fluchten wie bei Plenzdorf und Schneider. Hier ist alles schon etwas existentieller, rauher und gemeiner. Der Roman beginnt kurz vor dem Bau der Mauer. Marias Bruder wird zu vier Jahren Zuchthaus verurteilt, weil er eine Adenauer Rede über den Betriebsfunk verbreitet hat. Die Folgen für Maria: Sie besteht ihr Abi nicht mit eins sondern nur mit zwei und erhält keinen Studienplatz. Dennoch bleibt sie in Ostberlin - anders als ihre Schwester, die sich kurz vor dem 13. August in den Westen absetzt. Maria verliebt sich in Paul Deister, den Richter, der ihren Bruder verurteilt hat - einen zwar linientreuen aber doch von Skrupeln hin und hergerissenen Mann. Und das kann nicht gut gehen weder zwischen Maria und Paul noch zwischen Maria und ihrem Bruder. Bieler läßt seine Maria in der Ich-Form erzählen und hier ist mein Haupteinwand gegen das Buch: Das funktioniert nicht immer. Gerade an den Stellen, wo es um weibliche Sexualität geht, um Gefühle, Erfahrungen ist es dann doch ersichtlich ein Mann, der versucht, wie eine Frau zu schreiben und der seine naturgemäß bestehende Unkenntnis in diesem Bereich durch eine etwas zu dick aufgetragene Schnoddrigkeit zu überspielen sucht. Ansonsten aber ein durch aus eindringlicher Roman über die DDR-Wirklichkeit zur Mauerzeit - sehr empfehlenswert für alle, die sich heute immer noch nach Stasi, Mauer und HO sehen.
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Format:Broschiert
Am Oranienburger Tor in Berlin-Ost, dort, wo aus der Friedrichstraße die Chausseestraße wird, ist die hübsche Maria Morzeck beheimatet, eine junge Berlinerin mit Herz - und Schnauze. Sie entwächst den Fittichen ihrer Tante Hete, verliert nach dem 13. August 1961 ihre Schwester Antje an das Wohlleben im Westen, während ihr Bruder Dieter plötzlich wegen Staatsverleumdung für vier Jahre hinter Zuchthausmauern verschwindet. Als Schwester eines Republik-Feindes wird Maria vom Studium zurückgestellt und muss in einer Bar arbeiten, bis eines Tages der »große Unbekannte« erscheint, der ihr Leben von Grund auf verändert. Sie fühlt, dass er ihr helfen kann, ihren Bruder vorzeitig aus dem Zuchthaus zu holen, merkt aber nicht, dass sie sich Hals über Kopf in ihren Helfer verliebt. Erst als aus dem Spiel mit der Liebe Ernst zu werden droht, erfährt sie, dass sich verbrennt, wer mit dem Feuer spielt. Mit dieser Liebesgeschichte fügt Manfred Bieler der Berlin-Literatur ein neues Blatt hinzu: die junge Maria Morzeck wird fortan die lange Reihe bekannter Berliner Romanfiguren fortsetzen, mit Witz und Wärme und jener schnoddrigen Melancholie wie sie nur auf dem Berliner Pflaster wächst.
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