In den 80ern Jahren feierte Maria McKee als Frontfrau der Band "Lone Justice" erste Erfolge - und wurde nach ihrer eigenen Aussage völlig verheizt. Ende der 80er Jahre schlug sie dann eigene Wege ein. Mit "Show me heaven" (aus dem Film "Days of thunder") gelang ihr ein Mega-Hit. Dies ist ihr erstes Solo-Album. Und ein echtes Juwel.
Maria McKees grosses Kapital ist ihre kraftvolle, vollmundige Stimme, von der grosse Energie ausgeht. Sie schafft es, Songs zornig wild zu interpretieren, aber auch zarte, zerbrechliche Balladen perfekt zu inszenieren. Auf diesem Album von 1989 bringt Maria sich sehr selbst staRk ein - fast alle Texte sind von ihr, ebenso ein Grossteil der Kompostionen. Im Stil steht das Album für sich alleine - ein Gemisch aus Folk, Blues, Rock, stellenweise mit starker irischer Tendenz (McKees Vorfahren stammen aus Irland). Leider fand das Album viel zu wenig Aufmerksamkeit und kommerziellen Erfolg. Aber vielleicht bleibt es deshalb auch so besonders. "Nobody's child" ist unglaublich zart, fast zum weinen, "Panic Beach" eine kraftvolle, erzählende Ballade, "This property is condemed" sehr dunkel und schwer, und "Drinkin in my sunday dress" einfach wunderbar durchgeknallt, ein Aufmunterer für alle unglücklich Verliebten ("I can bearly feel the sheets / with all these crumbs down in my bed / ... / this is what I get / for eatin' crackers with gin / and drinkin' in my sunday dress ...").
Erstaunlich, wie frisch die Musik auch nach 14 Jahren noch klingt. Man merkt eben, dass es sich um kein blosses Popgedudel handelt, sondern tief aus dem Herz und der Seele von Maria McKee kommt. A class of its own.