21 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Sympathieträger Christentum, 23. Dezember 2005
In Glastonbury begegnete mir oft der Name "Maria Magdalena". Irgendwie fand ich die Geschichte rund um ihre Persönlichkeit sehr faszinierend. Als ich dann wieder in Deutschland war, suchte ich nach Literatur über diese atemberaubende Frau. Grund genug für mich, dieses Buch zu bestellen, zumal es mich vom Aussehen her sehr ansprach.
Mit dem Anfang des Buches konnte ich wenig anfangen. Man wird praktisch in eine Geschichte hinein gezogen, bei der man noch gar nicht weiß, wer jetzt wer ist, wie alles zusammen hängt und wie man sich alles ersteinmal vorstellen muss. Der Anfang ist also ziemlich karg und veranlasste auch mich zu Beginn, das Buch wieder beiseite zu legen.
Doch irgendwann begann ich erneut, "Maria Magdalena" zu lesen. Ich wurde verzaubert von der Geschichte um Maria Magdalena. Sicher hat sich ihr Leben nicht SO zugetragen, aber immerhin bekommt der Leser, wenn er denn nicht wirklich viel mit dem Christentum zu tun hatte, ein ganz neues Bild von dieser Religion und mir persönlich, der das Christentum lange Zeit ein Dorn im Auge war, wurde Jesus sehr sympathisch. Die Anfangsgeschichte des Christentums, so wie es vielleicht wirklich war. Eine wundervolle Geschichte, die mich verzaubert hat.
An mancher Stelle sorgt die Autorin für Verwirrung. Denn einmal schreibt sie von der Maria Magadalena, die alt und bereits mit Leonidas verheiratet ist und einmal von der jungen Maria Magdalena, die mit Jesus reist und ihn bedingungslos liebt.
Manchmal ist es schwierig, sich so schnell umzustellen, denn zwischen beiden Erzählungen liegen viele Jahre, aber man findet sich zurecht.
Ich persönlich habe eine ganz neue Anschauung für das Christentum bekommen, für Jesus und für Mara Magdalena.
"Maria Madalena" kann ich wirklich nur weiter empfehlen, weil es ein Buch ist, dass ein Leben von Grund auf verändern kann.
5 Sterne + weitere 5 Sterne (*****), denn die hat das Buch auf jeden Fall verdient!
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16 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Gelungener Spagat zwischen Theologie und Unterhaltung, 21. Juni 2006
Es gibt etliche Negativ- aber auch Positivrezensionen für dieses Buch. Ich habe mir alle sorgfältig durchgelesen, kann aber den Absolutismus vieler Negativbewertungen nicht nachvollziehen. Meiner Meinung nach liest sich das Buch insgesamt ziemlich flüssig - zugegeben: oftmals wird man zwischen Gegenwart, jüngster und weiter zurück liegender Vergangenheit hin- und her geschleudert, aber das ist nicht tragisch, sondern eigentlich aufrüttelnd und spannend. Mir hat das Buch sehr gut gefallen, da es insgesamt ziemlich pragmatisch, aber trotzdem interessant geschrieben wurde und die Geschichte lebendig macht. Es fährt nicht mit auf der Welle der Sensationslust, die momentan durch etliche Gralsberichte und -bücher auf der Welt grassiert. Natürlich weiß keiner ganz genau, was vor ca. 2000 Jahren passiert ist, aber so wie es im Buch dargestellt wird, könnte es doch gewesen sein. Es wird auch die Stimme erhoben für die ersten Frauen der Christenheit, die nach wie vor doch meistens unerwähnt bleiben (waren es doch fast nur Frauen, die während der Kreuzigung Jesus beistanden - die meisten der männlichen Jünger hielten sich versteckt). Maria Magdalena und auch Jesus werden als Menschen geschildert, die sympathisch erscheinen und nicht nur geschichtliche Hintergrundbilder sind. Insgesamt sehr empfehlenswert für alle, die noch hinterfragen, die sich für den Anfang der christlichen Kirchengeschichte interessieren.
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26 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Spannender Roman - historisch zweifelhaft, 17. April 2001
Als Roman gehoert dieses Buch zu den besten, die ich je gelesen habe - spannend, emotional. Marianne Fredriksson enttaeuscht auch sprachlich nicht; wie alle Buecher, die ich bislang von ihr gelesen habe, ist auch dieses in einem angenehmen, unaufdringlichen und doch gehobenen Sprachniveau gehalten. Fluessig zu lesen und doch nicht seicht.
Was mir an diesem Buch missfaellt, sind zwei darin verwendeten Thesen, die ich fuer historisch nicht erwiesen bzw. widerlegt halte: 1., denke ich, dass Maria Magdalena Jesus sehr geliebt hat (und er sie), jedoch keine sexuelle Beziehung mit ihm hatte und 2., war sie keine Hure, jedenfalls steht nirgendwo in der Bibel etwas davon. Es handelt sich hierbei um eine der bekanntesten Verwechslungen - die Dirne, die in der Bibel vorkommt, hatte mit Maria von Magdala nichts zu tun. Verquickt wurden die beiden Geschichten vermutlich im Mittelalter, angeblich von einem Moench namens Hieronymus.
Als Roman jedenfalls sehr empfehlenswert, als historischer Tatsachenbericht oder gar als Glaubensgrundlage hingegen weniger geeignet.
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