Für sich betrachtet würde das neue Gazpacho Album "March of Ghosts" sicher besser wegkommen als im Kontext der bisherigen Veröffentlichungen der Band. Es ist ein schönes Album, in sich homogen, geschmackvoll arrangiert und auf hohem Niveau produziert. Als Einstieg in die Welt von "Gazpacho" kann man es ebenso empfehlen, wie die Vorgängeralben "Missa atropos", "Tick-tock" oder "Night".
Kennt man aber genau diese Alben, dann wird "March of ghosts" leider beinahe überflüssig. Was bei "Night" oder "Tick-Tock" noch aufhorchen ließ, das rauscht auf dem aktuellen Album als sattsam bekannt vorbei. Mir ging es in Teilen auf "Missa atropos" schon so. Die Athmosphären, Melodien und Stimmungen sind nur in Marginalien von einander zu unterscheiden. Das macht sie nicht schlechter, aber eben austauschbar. Natürlich gibt es genau diese Art von Fan, die so ein Album hören möchten. Da ist auch nichts dagegen einzuwenden. Bei mir ist allerdings von der Begeisterung, die "Tick-Tock" bei mir auslöste wenig übrig geblieben. Sicher werde ich mir auch "March of Ghosts" das eine oder andere Mal anhören, es ist aber sicher das letzte Album von "Gazpacho", dass ich mir blind gekauft habe. Das Rezept ist für mein Empfinden endgültig ausgereizt.
Darum melde ich mich hiermit ab. Gebt Bescheid, wenn es von "Gazpacho" etwas wirklich neues gibt.