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Marcel Reich-Ranicki - Mein Leben
 
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Marcel Reich-Ranicki - Mein Leben

Matthias Schweighöfer , Katharina Schüttler , Dror Zahavi    Freigegeben ab 12 Jahren   DVD
4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (9 Kundenrezensionen)
Preis: EUR 9,99 Kostenlose Lieferung ab EUR 20 (Bücher und Blu-ray-Filme immer versandkostenfrei), auch bei allen Verkäufern, die "Versand durch Amazon" nutzen. Details
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Produktinformation

  • Darsteller: Matthias Schweighöfer, Katharina Schüttler, Maja Maranow
  • Regisseur(e): Dror Zahavi
  • Format: Dolby, PAL
  • Sprache: Deutsch (Dolby Digital 5.1)
  • Region: Region 2
  • Bildseitenformat: 16:9 - 1.77:1
  • FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
  • Studio: Universum Film GmbH
  • Erscheinungstermin: 17. April 2009
  • Produktionsjahr: 2009
  • Spieldauer: 90 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (9 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B001O7H92K
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 13.705 in Filme & TV (Siehe Top 100 in Filme & TV)

Rezensionen

Produktbeschreibungen

Produktbeschreibungen

In Rückblenden erzählt der Film die frühe Lebensgeschichte des 1920 im polnischen Wloclawek geborenen Marcel Reich-Ranicki. Nach seiner Schulzeit in Berlin bleibt ihm als Jude das Studium in Deutschland verwehrt. Im Herbst 1938, wenige Monate nach seinem Abitur, wird er nach Warschau deportiert, 1940 ins Getto umgesiedelt, wo er in größter Not auch die Liebe seines Lebens findet: Der Hochzeitstag mit Teophila (genannt "Tosia") fällt zusammen mit dem Beginn der Räumung des Gettos. Marcels Eltern, sein Bruder und Tosias Mutter werden in die Vernichtungslager deportiert und dort umgebracht. Im Februar 1943 gelingt Marcel mit seiner Frau die Flucht aus dem Getto in den Warschauer Untergrund. In den 50er Jahren entschließen sich beide zu einem ungewöhnlichen Schritt: sie gehen in die Bundesrepublik Deutschland zurück. Marcel Reich-Ranicki wird der deutsche "Kritiker-Papst". Die Liebe zur deutschen Sprache und Literatur ist ihm trotz

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12 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Der Spielfilm handelt vom Leben von Marcel Reich-Ranicki, der trotz seiner schrecklichen Erlebnisse während der Nazi-Diktatur nicht die Liebe und den Glauben an die deutsche Kultur und Sprache verloren hat. Mit seiner intelligenten und kreativen Schlagfertigkeit überlebt Marcel Reich-Ranicki diese "menschenverachtende" Zeit der deutschen Geschichte. Es macht mich persönlich betroffen, wenn der Vater von dem kleinen Marcel Partei für das deutsche Volk ergreift, indem er auf die Dichter und Denker der Deutschen hinweist (Schiller, Goethe, Kant usw.), und wegen seines jüdischen Glaubens im Konzentrationslager umkommt. Ein beeindruckender Spielfilm, der mich beschähmt und zugleich wütend auf diese Vergangenheit Deutschlands gemacht hat. Marcel Reich-Ranikis hat trozdem seine Passion für die deutsche Sprache nicht verloren und blieb nach dem zweiten Weltkrieg weiterhin in Deutschland! Diese Biographie hat mich von der ersten bis zur letzten Sekunde gefesselt.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Helga König #1 HALL OF FAME REZENSENT TOP 10 REZENSENT
Dem von mir hochverehrten Literaturkritiker Marcel Reich-Ranicki begegnete ich in den späten 1980ern das erste Mal und zwar an einem Freitag vor einem ersten Adventssonntag auf dem Bahnsteig des Frankfurter Hauptbahnhofs, auf dem die Reisenden enerviert auf einen ICE nach München warteten.

Ich beobachtete Reich-Ranicki, der einen hellbraunen Wintermantel mit breitem Gürtel trug und auch Menschen, die der Literatur nicht nahestehen durch seine elegante Erscheinung auffiel. Gerne hätte ich ihn damals angesprochen, um meiner Bewunderung für ihn und seine eloquenten Kritiken Ausdruck zu verleihen. Doch ich wagte nicht, ihn in seiner Selbstversunkenheit zu stören. Er war, man sah es, mit seinen Gedanken weit weg und ich vermutete er war bei Heinrich Heine, denn er schmunzelte kaum merkbar, wie ich aus dem Augenwinkel entdecken konnte.

Etwa 10 Jahre später schickte ich ihm meine erste Rezension, die ich in meinem Leben vor den Amazon-Rezensionen verfasst hatte und erhielt daraufhin kommentarlos per Post zwei Karten für die Buchvorstellung seiner Autobiographie in den Räumen der Frankfurter Goethegesellschaft am Goethehaus. Die Verfilmung dieser Autobiographie möchte ich heute rezensieren. Der Literaturkritiker berichtete damals so packend aus seinem Buch, dass ich es natürlich sofort zu lesen begann und sehr schnell begriff, weshalb ihm kein anderer Literaturkritiker das Wasser reichen kann: Es ist seine berührende Vita, sind die Brüche in seinem Leben, das Leid, das ihn in jungen Jahren umgab und der unbedingte Wunsch dieses Leid zu überleben, was nur durch die Liebe zu seiner Frau und der großen Liebe zu Büchern möglich war.

Marcel Reich-Ranicki füllte sein Inneres mit Schöngeistigem auf, um die Hässlichkeit der Nazis ertragen zu können. Er befasste sich mit Kultur in einer Weise, wie Kritiker in unserer schnelllebigen Zeit der vielen Sinneseindrücke nicht in der Lage und wohl auch nicht bereit sind, diese sich hart zu erarbeiten. Ein kulturelles Leben ist letztlich immer auch ein klösterliches, ein abgeschiedenes Leben, ein Leben in der Welt der Worte, der Bilder und der Noten.

Ich sah Reich-Ranicki noch weitere drei Male, während er in Mainz, in Wiesbaden und in Frankfurt über Bücher sprach und war immer wieder von seiner Wortgewalt und von seiner tief empfundenen Liebe zum Buch begeistert. Diese Liebe zum Buch kommt auch im vorliegenden Film zum Ausdruck, der mich übrigens zu Tränen gerührt hat.

Der Film endet mit einer Szene, die am Frankfurter Hauptbahnhof ihren Anfang nimmt. Man schreibt das Jahr 1958. Reich-Ranicki kommt in Frankfurt an, wird, wie man einer schriftlichen Einblendung entnehmen kann, vier Wochen später als Literaturkritiker bei der FAZ schreiben und lebt seither, mittlerweile im 92. Lebensjahr schreibend in der Mainmetropole.

Das Werk des Regisseurs Dror Zahavi zeigt nicht das ganze Leben dieses Wahl-Frankfurters, sondern die Filmhandlung befasst sich mit seiner Kindheit, seiner Jugend und den Jahren seiner Lebensbrüche, die möglicherweise die Voraussetzung für den späteren Erfolg darstellten.

Die Handlung beginnt mit einer Verhörszene im Jahre 1949 in Warschau. Reich-Ranicki (Matthias Schweighöfer), der beim polnischen Geheimdienst seit Kriegsende gearbeitet hatte, wird vom Dienst suspendiert und berichtet von seinen zurückliegenden Jahren. Geboren in Polen als Sohn einer deutsch-jüdischen Mutter und eines polnisch-Jüdischen Vaters erlebt er schon als Kind in der Schule in Polen Ausgrenzung. Seine Mutter (Maja Maranow) macht ihrem hochbegabten Sohn schon früh klar, dass er als Jude viel besser sein muss als die anderen, um im Leben Erfolg zu haben. Auf ihr Betreiben gelangt Reich-Ranicki nach Berlin zur mütterlichen Verwandtschaft, um sich mit der deutsche Kultur vertraut und in Berlin auch Abitur zu machen.Reich-Ranicki ist ein hervorragender Schüler, liest zu diesem Zeitpunkt ununterbrochen, geht ins Theater und taucht tief in die Welt der Schöngeistigkeit ein.

Im Film gibt es Einblendungen, nachdem man zuvor nicht nur durch die Filmhandlung, sondern auch durch die Klänge von Chopin die bunte Geisteswelt Reich-Ranickis zu erfassen begonnen hat. Plötzlich sieht man Originaldokumente, die Hitler und seine Schergen zeigen, sieht Bücherverbrennungen und assoziiert das Gesehene mit Heines berühmter Sentenz, die sich, wie wir alle wissen, wenig später im Nazi-Deutschland bewahrheitet hat.

Reich-Ranicki darf trotz bester Noten in Deutschland nicht studieren, wird nach Polen abgeschoben. Hier lernt er seine Ehefrau Theofila kennen, deren Vater sich wenige Minuten zuvor erhängt hatte. Reich-Ranickis Mutter bittet ihren Sohn sich um das trauernde Mädchen zu kümmern und dieser tat es bis zu ihrem Lebensende im letzten Jahr.

Ab 1940 lebte Reich-Ranicki im Warschauer Ghetto und arbeitete dort zunächst als Übersetzer. Er heiratete Theofila und rettet ihr dadurch das Leben.

Im Film erlebt man schreckliche Szenen, die den Größenwahn der Nazischergen zeigen, die sich in ihren Uniformen sehr stark fühlen. Man kann sich einen Eindruck von ihrem Sadismus und ihrer Freude, Juden zu demütigen, machen. Von den 400 000 Juden im Warschauer Ghetto werden die meisten in das Konzentrationslager nach Treblinka verbracht und dort ermordet. Reich-Ranickis Eltern sterben in diesem Vernichtungslager, sein Bruder wird in einem Arbeitslager erschossen.

Reich-Ranicki und seine Frau überleben, weil ein mitfühlender polnischer Schriftsetzer beide versteckt hatte. Diese Szenen im Haus des Schriftsetzers berührten mich besonders, weil sie dokumentieren, dass selbst in dieser furchtbar bedrohlichen Situation, Reich-Ranicki noch immer von der Kulturwelt beseelt war.

Dass er nach der Befreiung aus Dankbarkeit bei der polnischen Geheimpolizei arbeitete, kann ich gut nachvollziehen, dass dies aber nicht seine Welt war, ist sofort erkennbar, denn seine Welt war und ist das Buch, dem er seit 1958 an Goethes Geburtsort und anderenorts huldigt und dem gegenüber er sich stets fair verhalten hat, auch zu Zeiten, wo ihm das beinahe das Leben gekostet hat.

Ein beeindruckender Film, mit vielen Facetten, den ich allen empfehle, besonders jenen, die glauben diesen großen Kritiker beerben zu können. Das wird keinem gelingen, denn Marcel Reich-Ranicki ist einzigartig.

Matthias Schweighöfer hat die Rolle des großen Literaturkritikers mit Bravour gespielt.
Laufzeit ca. 91 Minuten
Bild 16,9 (anamorph codiert)
Ton: Deutsch -Dolby Digital 5.1
Regionalcode: 2
Produzenten Katharina M. Trebitsch, Benjamin Benedikt
Regie: Dror Zahavi
Buch: Michael Gutmann

Sehr empfehlenswert.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Joroka TOP 500 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Matthias Schweighöfer schlüpft in die Rolle des aktuell bedeutendsten deutschen Literaturkritikers. Geschildert wird dessen Leben von ca. 7 bis 39 Jahren. Als Grundlage diente seine Biografie, die ich schon vor ein paar Jahren gelesen habe. Reich-Ranicki selber soll von der filmischen Umsetzung begeistert sein. Erzählt wird vom Berlin der 30iger Jahre, den ersten Repressionen, der Ausweisung nach Polen, der Entstehung des Warschauer Ghettos nach dem Überfall der deutschen Wehrmacht, schließlich der Flucht von der Deportation und dem Überleben versteckt auf einem Bauernhof, der Befreiung durch die Russische Armee, der zunehmend schwieriger werdenden Nachkriegszeit in Polen und der Übersiedlung nach Frankfurt. Es ist ab einem gewissen Punkt nicht mehr nur die Geschichte von Marcel Reich-Ranicki selber, sondern von der Lebens-, Liebes- und Leidensgemeinschaft mit seiner Frau Tosia.
Als Aufhänger und Rahmenhandlung dient ein Verhör in der Nachkriegszeit, indem ein Geheimdienstmitglied Ranicki des Verrates beschuldigt und ihm auf den Zahn fühlt. (Ich bin mir nicht sicher, ob dies auch biografisch belegt ist?).

Ein sehr bewegender Film, wie die meisten Produktionen, die sich mit dem Leiden der Menschen jüdischen Glaubens während des 2. Weltkrieges beschäftigen, da das Thema an sich ein aufwühlendes ist. Als Deutscher darf man auch gerne eine mulmiges Gefühl bekommen. "Nur" eine TV-Produktion, aber auf recht hohem Niveau, d.h. auch mit ziemlich guter Ausstattung.
Doch Schweighöfer spielt zwar gut, aber irgendwie nicht Reich-Ranicki sondern Schweighöfer. Hatte die ganze Länge des Filmes Probleme, ihn als Reich-Ranicki zu identifizieren. Auch der Wechsel von Polnisch ins Deutsche, der eigentlich keiner ist, da übergangslos deutsch gesprochen wird, finde ich nicht sonderlich geschickt. Dann doch besser Polnisch mit Untertiteln in den entsprechenden Szenen.
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berührend aber leider auch zu stark inszeniert
Es ist unmöglich, den Horror jener, die das Warschauer Ghetto überlebten, nachzuvollziehen, und es entbehrt jeglicher Form des Anstands, einen Film, dem dies zu... Lesen Sie weiter...
Vor 2 Monaten von Lilu Fischer veröffentlicht
Großartiger Film, überzeugende Kulisse, grandiose...
Obwohl mir die Person des Marcel Reich-Ranicki eigentlich nie sehr sympathisch war (er hat ja einen leichten Hang zur Arroganz), habe ich diesen Film trotzdem auf DVD gesehen, weil... Lesen Sie weiter...
Vor 5 Monaten von M. Wolters veröffentlicht
Intelligenz und positive Schicksalsfügung ergänzen sich
Die ca. 90minütige Story beginnt um das Jahr 1950 herum, als Reich-Ranicki wegen ideologischer Entfremdung vom polnischen Geheimdienst und der kommunistischen Partei entlassen... Lesen Sie weiter...
Vor 11 Monaten von Spooky veröffentlicht
Eindrucksvolles Biopic mit Parallelen zu Polanskis "Der Pianist"
Mit "Mein Leben" bekommt der Filmliebhaber ein klassisches und tragisches Biopic über das Leben des berühmtesten deutschen Literaturkritikers geboten. Lesen Sie weiter...
Vor 17 Monaten von Mad Circus veröffentlicht
Erschütterndes Erlebnis
Ich habe eben die Fernseh-Ausstrahlung des Films auf ARTE gesehen und bin tief bewegt: In 90 Minuten werden die wichtigsten Weichenstellungen in Reich-Ranickis Leben gezeigt,... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 10. April 2009 von B. Erich
Leider viel schön gedreht...
Leider ist es wie immer im Leben:

- die schönste Seite der Medaille wird gezeigt; die andere verdeckt gehalten. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 9. März 2009 von EvilElvis
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Du fährst in das Land der Kultur, das Land der Kultur... 0 17.04.2009
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