Es gibt diese Filme, die prägen einen irgendwie ein ganzes Leben lang. Das müssen keine anspruchsvollen Klassiker sein, sondern einfach Filme, die zum richtigen Zeitpunkt einfach in unser Leben treten. Bei "La Boum" ergeht es einem nicht anders. In den 80ern und den frühen 90ern wollten wir alle wie Vic sein, haben insgeheim alle von solchen Boums geträumt und -natürlich- als Dreizehnjährige alle diese Phase durchgemacht: "Was soll ich nur anziehen?"
"La Boum" ist ein absoluter Klassiker, der das Lebensgefühl einer ganzen Generation verkörpert. Es ist ein Teeniefilm, der vollkommen ohne die Zoten amerikanischer Teenie-Komödien à la "American Pie" auskommt, der das Erwachsenwerden und die erste Liebe mit einer unverkennbaren Sympathie für seine Darsteller, allen voran die süße Sophie Marceau, thematisiert, sich aber nicht nur auf seine Hauptdarstellerin konzentriert, sondern auch auf deren Freunde und sogar ihre Eltern miteinbezieht.
Das Bonusmaterial ist genial, enthält neben vielen Informationen zu den Filmen und seinen Darstellern, auch herrlich schräg-kultige Musikvideos zu den Songs "Dreams are my reality" und "Your eyes", die man auch in der Karaoke-Fassung abspielen kann. Die Aufmachung der DVD-Box besticht nicht nur durch ein schönes Design, sondern auch durch ein informatives Booklet. Die Film-DVDs enthalten neben dem Film auch die typischen Trailer (leider nur in französischer Sprache) und den Karaoke-Tracks auch den französischen Originalton, sowie einen Audiokommentar des Regisseurs, die dritte DVD ist randvoll mit Bonusmaterial.
Übrigens: es lohnt sich, den ersten Film im französischen Original zu sehen, um einen kleinen Fehler in der deutschen Synchro herauszufinden. Vics Lehrer, der mit ihrer Mutter anbändelt, ist in der deutschen Fassung ihr Englischlehrer, während er sich in der Originalfassung in deutsch unterrichtet, was Vic zu einem ´errlischen Schiller-Zitat verleitet...