"Dieses Divertissement ist vielleicht nicht das großartigste Werk Charpentiers, doch ziemlich unterhaltsam. Er karikiert die höfische Gesellschaft, bzw eben die Freuden von Versailles.
Er läßt die Personifikationen "der Musik" und "der Konversation" miteinander streiten.
Es kommt zum Streit da es die Konversation nicht einsieht zu schweigen wenn die Musik an der Reihe ist und empfiehlt ihr ins KLoster zu gehen.
Irgendwann kommt dann "eine Freude" (un Plaisir), das Spiel und der Gott Comus dazu und versuchen den Zank mit heißer Schokolade zu schlichten.
Die Konversation ist ganz wild darauf, die Musik befürchtet, dass sie dann erst recht nicht aufhören wird zu plappern und wünscht ihr, dass sie sich den Mund verbrennt.
Schließlich vertragen sie sich wieder und hoffen Ludwig mit ihren Stimmen von der "Krieges Müh" ablenken zu können. Dann gibts noch etwas Lobhudelei und das wars." so beschreibt ein Klassikfreund, der Experte "Lullist" die Inhalte.
Christie versammelt, wie eigentlich immer, wieder hochrangige Musiker um sich herum.
Die Stücke sind Unterhaltungsmusik, aber bitte auf welchem Niveau. Höchst kunstvoll wird hier unterhalten. Sie werden kongenial von Christie umgesetzt, einem Musiker, der in bezug auf Charpentier wohl die grösste Kompetenz hat.
Ausser der Europa-hymne ( aus dem Te Deum) sollte man diesem Komponisten mehr zuhören.
Hier wäre eine gute Gelegenheit dazu.