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Marburg: Ein Lesebuch
 
 
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Marburg: Ein Lesebuch [Taschenbuch]

Diethard H Klein


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Kurzbeschreibung

Marburg, die "Geistesnährerin, des alten Ruhms verjüngte Bewährerin ... voll Behaglichkeit und Traulichkeit" (wie Theodor Birt die Stadt 1904 besang), hat im Verlaufe der Jahrhunderte viele gefunden, die der Lahnstadt ein Loblied sangen, in Briefen ihre Reize schilderten oder in schwärmerischen Erinnerungen an ihre dortige Universitätszeit schwelgten. Doch lange schon vor der Universitätsgründung war Marburg als Fürstensitz und zugleich Wallfahrtsort zur heiligen Elisabeth bedeutend, wovon der älteste der hier zusammengetragenen Texte zeugt - ein Zitat aus einer Kaiserchronik des 12. Jahrhunderts. Im damit eröffneten literarischen Bilderbogen zur Stadtgeschichte treten dann Luther und Zwingli auf, Philipp der Großmütige und schließlich der Herrscher des kurzlebigen Königreiches Westfalen (zu dem damals auch Marburg gehörte), Napoleons Bruder Jeröme. Zunächst aber eröffnen dieses Lesebuch Schilderungen und Stimmungsbilder, Berichte und Erinnerungen von Besuchern und Bewohnern. Wir finden unter ihnen bekannte Schriftstellerinnen und Dichter wie Agnes Miegel und Ina Seidel, Werner Bergengruen und Rainer Maria Rilke, englische Studenten und Reisende wie J. P. Mahaffy und J. E. Rogers oder James Boswell, Künstler wie Adolf von Menzel ("Gott, was habe ich da alles Schönes und Interessantes gesehen!" schreibt er) und frühe deutsche Reiseschriftsteller wie Carl Julius Weber. Weitere Kapitel schildern das Schloß und die Stadt, das Studentenleben und die Umgebung, so wie sie früher waren. Mit Erinnerungen und Briefen, aber auch Auszügen aus Erzählungen kommen hier (neben Einheimischen wie Edward Stilgebauer, Otto Hartwig, Friedrich Oettker und Anna Rettberg) auch wieder bekannte Autoren zu Wort: neben schon oben genannten etwa Bettina von Arnim und Caroline Schlegel-Schelling, Jacob und Wilhelm Grimm, Hoffmann von Fal-lersleben, Jung-Stilling und W. H. Riehl. Den großen, mit Marburg verbundenen Namen ist ein eigenes Kapitel gewidmet. Daß dort manche Berühmtheit der Universität zur Geltung kommt, ist selbstverständlich - aber auch die heilige Elisabeth, geschildert von Ricarda Huch, darf da nicht fehlen. Eingestreut in die erzählenden Prosatexte sind auch Gedichte, Zeitungsnotizen und alte Berichte oder etwa Vorschriften über die Pflichten der Stadtbaumeister; daneben ist die eine oder andere alte Sage vertreten, und sozusagen als Gegenstücke dazu der eine oder andere Text aus einem alten Reiseführer, der uns so richtig die damalige Beschaulichkeit spüren läßt.

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