Kurzbeschreibung
Wer beim Bundesvision Song Contest ins Rennen gehen will, muss vor allem eine Anforderung erfüllen: Das eingereichte Lied hat mindestens 50 Prozent deutschen Text vorzuweisen. Gut, kein Problem bei Maras April, da sind es 100 Prozent. Doch der Unterschied zu vielen anderen: Die Texte sind nicht irgendwie „Larifari-Hauptsache-es- reimt-sich“-Halbsätze. Hier wird erst gedacht und gefühlt, letztlich ein Musikstück mit Anspruch entwickelt. Ihr Unterscheidungsmerkmal schlechthin: Diese Stimme. Sie ist beeindruckend, so sehr, dass man sie hören will, hören muss; etwa bei der Eröffnung einer Kunstgalerie. Oder: SchoolJam-Sieg, Thüringer Jugendmedienpreis Kategorie Audio, Wettbewerb der Berliner Festspiele „Schüler machen Lieder“, Endrunde im Bandpool der Popakademie etc.. Das sind unter anderem die Stationen auf dem Weg von Anne Hoffmann, der Sängerin. In ihrer Kindheit war dieser Weg bereits vorgezeichnet, denn die heute 22-Jährige aus Struth gehörte bereits mit acht Jahren zu einer örtlichen Mädchenband, die im Übrigen auch schon bei Rock im Park für gespitzte Ohren sorgte. Heute ist sie eine viel gefragte Performerin, die eben mit diesen starken Vocals so atemberaubende Musik macht. Mit René Schlothauer (Mühlhausen), einem Multiinstrumentalisten mit ebenso sehr angenehmer Stimme, bildet sie seit etwa zwei Jahren die Formation Maras April. Einfach spontan haben sie das Stück „Himmel aus Eis“ eingereicht. Und es hat die Song-Contest-Macher überzeugt. Thüringen wird am 28. September 2012 von Anne und René vertreten. Eine treffliche Wahl trotz prominenter Konkurrenz aus den anderen Bundesländern. Die Nummer geht heftig unter die Haut - ist musikalisch anspruchsvoll: Ein Lied zum mitfühlen, reindenken, träumen, weinen und versöhnen – bluesig-soulig-poppig-intensiv. Selbst komponiert und geschrieben, Annes Vater wirkte dabei mit.