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17 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Harry Potter in Witzig mit Fakten, 23. September 2009
Rezension bezieht sich auf: Mara und der Feuerbringer 01 (Gebundene Ausgabe)
Ich habe das Buch im Hugeldubel im Pep (München, Neuperlach) liegen sehen und es ist mir wegen dem Cover aufgefallen. Ein Mädchen mit Flamme im Auge? Musste ich wenigstens mal anfassen und die Rückseite lesen. Staun: Das Buch ist von dem Typ, der Bernd das Brot erfunden hat?! Bernd ist mein Held (bin 32) und spricht mir aus der Seele! Also musste das Buch sein. Es ist nicht teuer für ein gebundenes Buch und mit dem coolen Cover kann ich es zur Not weiterverschenken, dachte ich mir.
Aber nix da verschenken, das Buch behalte ich! Zum Inhalt will ich gar nicht so viel verraten, es ist eigentlich genau das was oben in dem Text steht: Ein Mädchen namens Mara (14) stellt fest, dass sie die Götterdämmerung verhindern muss und muss jetzt über sich selbst hinauswachsen. Soweit, so typisch. Das gleiche hätte man auch so ähnlich über die Harry Potters dieser Welt schreiben können.
Aber was dieses Buch meiner Meinung nach viel besser schafft als Harry Potter ist, dass die Heldin in ihrer verschrobenen Art so liebenswert ist, dass man sie einfach gern haben muss!ICh musste oft laut lachen (bei mir selten!!!!) über Maras Art wie sie die Welt sieht und welche Schlüsse sie zieht. Dass Mara sich selbst nicht einfach so cool finden kann und über sich selbst den Kopf schüttelt, weil sie einfach nicht zur klassischen Heldin taugt, finde ich einfach umwerfend komisch und besonders! Aber was erwartet man von dem Erfinder von Bernd das Brot anderes, als einen zweifelnden Helden. Dass es jedoch ein Mädchen ist und noch dazu SO ein Mädchen, hätte ich nicht erwartet. Ich habe mich ein paar Mal gefragt, woher der Autor soviel darüber weiß wie es im Kopf einer Vierzehnjährigen zugeht. Vielleicht hat er eine Schwester oder so - denn z.B. Maras Wunsch dazu zu gehören oder ihr Konflikt mit ihrer Mutter fühlen sich sehr echt an. Gleichzeitig sind das aber auch die witzigsten Stellen. Überhaupt wechselt Humor mit Dramatik immer wieder unerwartet ab. Das muss man mögen und ich mochte es sogar sehr.
Außerdem geht es in diesem Buch um die germanische Mythologie (Thor, Odin, Siegfried usw.) und der Autor hat was die Fakten angeht wohl gut recherchiert. Außerdem hatte er laut Danksagung Hilfe von einem Professor Simek, der außerdem einen Anhang liefert in dem näher auf Begriffe und Zusammenhänge eingegangen wird. Gut finde ich auch, dass ganz am Ende eine Liste von Büchern steht, die der Autor kommentiert.
Also ich freue mich jetzt schon auf Band 2 und bin sehr gespannt wie der Autor die Fäden zusammenführt. Bis jetzt gibt es keinen Grund daran zu zweifeln, dass er einen Plan hat wie es weitergeht. Aber das dachte ich auch bei Akte X und wir sehen ja, was daraus wurde. Wie auch immer: Ich empfehle dieses Buch. Es hat mir wirklich supergut gefallen.
Bine
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10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Spannende Fantasylektüre - Einstieg in die germanische Mythologie inklusive, 4. Oktober 2009
Rezension bezieht sich auf: Mara und der Feuerbringer 01 (Gebundene Ausgabe)
Mara Lorbeer ist ein Münchner Teenager mit großen Problemen. Zum einen hat sie damit zu kämpfen, dass ihre Mutter begeistert an irgendwelchen kostspieligen Seminaren eines sektenartigen Wicca-Kultes teilnimmt und zum anderen, dass sie sich mit ihren ständigen intensiven Träumereien zur leichten Zielscheibe für den Spott ihrer Schulklasse macht. Sie schwört, trotz allem endlich so normal zu werden wie es sich für eine 14-jährige gehört. Doch dieser Versuch schlägt dann fehl, als Mara eine Botschaft erhält: ausgerechnet sie soll eine Seherin nach dem germanischen Götterkult sein und in die Welt von jenen Göttern, Halbgöttern, Helden und Ungeheuern eintreten, um eine Katastrophe zu verhindern.
So klischeehaft die Handlung auf den ersten Blick auch erscheinen mag, so lohnenswert ist es dennoch, das Buch zu lesen. Denn aus ihr hat Autor Tommy Krappweis (Allroundtalent bei und Mitgründer von "Bernd das Brot" und auch "Join the Club") eine Menge gemacht. Er verbindet diese fantastische Parallelwelt mit dem Müncher der Gegenwart, das nicht zuletzt aufgrund Erfahrungen erster Hand glaubhaft rüberkommt. Auch die Menschen in dieser Story sind nachvollziehbar und keine Pappkameraden: Mara ist nie eine Superheldin in dem Sinne oder der perfekte Teenager, der Professor kein schusseliger zotteliger Zeitgenosse und Maras Klassenfeindin Larissa ist jener Typ Schultyrann, den jeder wohl früher oder später mal in seiner Schulzeit kennenlernen musste.
Daher fällt es dem Leser nicht sonderlich schwer, sich in diese Welt hineinzuversetzen.
Was lediglich zu bemängeln ist, ist die Tatsache, dass es eine Menge Anspielungen auf unsere heutige Kultur gibt. Mal mögen sie kein Problem darstellen, aber damit wirkt die Handlung weniger zeitlos.
Aber wie sieht es mit der germanischen Mythologie aus?
Tommy Krappweis holte sich daher Rat und Recherchematerial von fachmännischer Seite und setzte daher seine Idee, besonders den jüngeren Lesern dieses Thema näher zu bringen, sehr gut in seinem Fantasybuch um. Und das ist löblich, bedenkt man doch, dass die germanische Mythologie nicht so sehr in den Köpfen verbreitet ist wie etwa die griechische oder römische Götterkunde.
Und wenn etwa der junge Leser von diesem Wissensfeld nicht satt wird, dem gibt Krappweis im Anhang sogar Literaturtipps und lexikonartige Basisinformationen, die auch in der Story Platz fanden.
Bemerkenswert ist aber auch - und das gefiel mir etwa besonders gut - der lebendige Zeichenstil.
Es gibt keine trockenen Abhakungen von mythischen Gestalten, Begriffen und Ereignissen. Im gesamten Buch unterhält ein lebhafter Schreibstil, der Spannung und Spaß gleichermaßen zu versichern vermag.
Das wird bei Kindern und Jugendliche ganz gewiss einschlagen, aber auch bei älteren Lesern wie mir. Auch das erleichtert die Identifikation mit den Figuren und die Fantasie in Bezug auf Orte, Geschehnisse und Handlungen.
Apropos: damit die Fantasie dabei nicht auf der Strecke bleibt, dafür sorgen die schönen, subtilen Illustrationen von Adriaan Prent, die höchstens Anregungen geben, aber der eigenen Vorstellungskraft immer noch viel Platz lassen und das ist ein Lob wert.
Unterm Strich also kann Tommy Krappweis' Debütroman - speziell für ein jüngeres Publikum - sich lesen lassen. Freude am Lesen, Spannung und eine schöne Story sind vorprogrammiert. Und wie gesagt nicht nur für Kids ein empfehlenswerter Roman zum Schmökern.
Auch weitere Werke von Krappweis kann man sich gewiss freuen :)
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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Humor, Spannung und ein gutes Ende - was will man mehr?, 8. November 2009
Rezension bezieht sich auf: Mara und der Feuerbringer 01 (Gebundene Ausgabe)
Wenn ein Autor bei uns im Forum anklopft und sein neues Buch vorstellen möchte, sind wir zunächst einmal ein wenig kritisch. Allerdings war das mit Bernd das Brot Erfinder Tommy Krappweis ja nicht irgendwer, der da anklopfte, sondern ein Mann mit Humor und interessanten Lebenslauf, der seinen ersten Fantasy-Roman geschrieben hat und sich zudem schon in den Vorgesprächen nicht nur an Werbung, sondern auch an Feedback interessiert zeigte.
Also schnell das Buch bestellt. "Mara und der Feuerbringer" wurde vom Schneider Verlag liebevoll gestaltet und vom Stiefbruder des Autors, Adriaan Prent, wunderschön illustriert. Das stellt das Buch optisch schon auf eine Stufe mit den Tintenwelt Romanen von Cornelia Funke und das will was heißen.
Der Plot: 14-jährige entdeckt an sich außergewöhnliche Kräfte und muss einer Prophezeiung folgend die Welt retten klingt zunächst einmal, nun ja, nicht gerade innovativ. Aber gerade hier zeigt sich mal wieder, dass nicht nur wichtig ist, was geschrieben wird, sondern wie es geschrieben wird. Mara ist ein echter Pageturner. Die ersten Kapitel sprühen nur vor Wortwitz. Wie seine Vorbilder Gaiman und Pratchett ist Krappweis ein Beobachter der Merkwürdigkeiten des Alltags, seien es nun Esoterik Freaks, Kaffee-/Kakao-/Suppeautomaten oder hellhörige Nachbarn, und ab und an schimmert auch ein wenig Bernd durch die Seiten. Doch wer nun glaubt, ein ganz und gar albernes Werk in Händen zu halten, der irrt gewaltig. Spätestens ab dem zweiten Teil wird der Roman ernster und es überwiegen die Fantasy-Elemente. Bis zum letzten Viertel konnte ich nicht im Geringsten sagen, in welche Richtung sich die Geschichte entwickeln wird, für mich ein sehr gutes Zeichen. Auch wenn Vergleiche dem Roman nicht gerecht werden, da er für mich ein Unikat ist, würde ich den Aufbau der Geschichte am ehesten noch als Jumanji der germanischen Mythologie bezeichnen, da die Grenzen zwischen den Welten letztendlich verschwimmen und wie bei Jumanji ein bisschen was in unsere Welt hinüberschwappt ;-)
Besonders gespannt war ich darüber, wie die wissenschaftliche Unterstützung von Prof. Simek in den Roman integriert wurde. Mit dem "Versprechen der Wölfe" von Dorothy Hearst und "Der Eid des Steinkönigs" von Kristin Falck hatte ich zuletzt zwei Romane gelesen, bei denen die wissenschaftlichen Elemente kaum in die Geschichte integriert waren und wie ein Fremdkörper wirkten. Das ist bei Mara ganz und gar nicht der Fall. Die Geschichte folgt ungestört und ohne Unterbrechungen ihrem dramaturgischen Verlauf, wen Detailinformation interessieren, der findet diese im ausführlichen Anhang.
So ist Mara ein witziger, spannender und gut geschriebener Fantasyroman für junge und jung gebliebene Leser, der auf sehr unterhaltsame Weise das Interesse für die germanische Mythologie weckt und es dabei versteht, ohne erhobenen Zeigefinger mit falschen Vorstellungen à la Richard Wagner aufzuräumen.
Ganz wichtig noch zum Schluss: Auch wenn Mara und der Feuerbringer der Auftakt zu einer Trilogie ist, ist die Geschichte abgeschlossen und auch einzeln gut lesbar. Es muss also niemand einen üblen Cliffhanger befürchten, es bleibt aber noch genügend Stoff, um die Geschichte weiterzuspinnen. Ich bin also schon gespannt auf Band 2.
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