Mit diesem Album kehrt Kiri Te Kanawa auf ihre Weise zu ihren maorischen Wurzeln zurück und präsentiert eine überaus gelungene Mischung zwischen Klassik, Pop und maorischer Volksmusik. Im allgemeinen heißt es ja, viele Köche würden den Brei verderben, weswegen derartige Stil-Mixturen auch immer ein gewisses Risiko in sich bergen. Insbesondere wird es immer wieder Kritiker geben, die sich gerade daran stören, daß die Musik sich nicht eindeutig für eine Richtung entscheidet, sondern von allem etwas bietet - doch solche Puristen sollten einfach vom Kauf eines solchen Crossovers absehen. Diejenigen, die für viele Hörerlebnisse offen sind, werden sich dem Zauber dieser CD ebensowenig entziehen können wie ich. Einmal überwiegen die klassischen Elemente, ein anderes Mal klingt es ziemlich poppig, dann wieder eher ethnisch-traditionell - kein Stück läßt sich wirklich mit dem anderen vergleichen, doch alle haben unverkennbar den gleichen Ursprung. Kiri Te Kanawa meistert mit ihrer großartigen Stimme alle Variationen mit Bravour. Man hört förmlich, wie viel Spaß und Freude sie an der Aufnahme dieser Lieder hatte, wie viel dieses außergewöhnliche Projekt ihr offensichtlich bedeutet. Fröhliche, lebensbejahende Musik - genau das Richtige um der anstehenden Herbst-Depression den Kampf anzusagen. Mit ein wenig Glück bleibt dies nicht der einzige Ausflug der Künstlerin in andere musikalische Gefilde, ich zumindest hoffe es sehr!!