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Manual zur Psychoedukation opiatabhängiger Menschen
 
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Manual zur Psychoedukation opiatabhängiger Menschen [Broschiert]

Georg Farnbacher


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Kurzbeschreibung

Genauso selbstverständlich wie die Substitutionsbehandlung ist mittlerweile auch die begleitende psychosoziale Betreuung ein zentraler Bestandteil der Behandlung Opiatabhängiger.
Nun wurde zum ersten Mal eine große Studie durchgeführt, in der die Effekte von zwei innovativen psychosozialen Interventionen untersucht wurden: einerseits eine Kombination aus Case Management und motivierende Gesprächsführung, andererseits die Kombination aus konventioneller Drogenberatung mit einer in der Suchtbehandlung bei illegalen Drogen bisher völlig unbekannten Intervention - der Psychoedukation.

Leseprobe. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

Vorwort Die Behandlung der Opiatabhängigkeit zeichnet sich durch einen Prozess der Diversifizierung aus. Die therapeutischen Interventionen reichen von der klassischen Abstinenztherapie bis zur Vergabe von reinem Heroin an chwerstabhängige Menschen. Die Ausweitung der Behandlungsangebote erweist sich als ein großer Fortschritt, da mehr Opiatabhängige die für sie adäquate Hilfe erhalten können. Hierbei hat sich die Substitutionsbehandlung mit Methadon und anderen Opiaten als „goldener Standard“ herauskristallisiert. Die begleitende psychosoziale Betreuung wurde ein selbstverständlicher und zentraler Bestandteil der Behandlung. Sie wurde eingeführt, ohne klare Vorgaben in Bezug auf die psychosozialen Bestandteile und ohne das Vorliegen der wissenschaftlichen Evidenz. Mittlerweile konnte jedoch gezeigt werden, dass verschiedene psychosoziale Maßnahmen den Verlauf der Substitutionsbehandlung positiv beeinflussen. Eine klare Identifizierung evidenzbasierter Betreuungselemente steht jedoch noch aus. Eine in der Suchtbehandlung von Opiatabhängigen noch unbekannte Intervention ist die Psychoedukation . Dabei handelt es sich um eine Behandlungsform, die es schon seit vier Jahrzehnten gibt und die mittlerweile ihre Wirksamkeit bei der Behandlung von somatischen und psychischen Krankheiten unter Beweis gestellt hat. Die übergeordneten Ziele der psychoedukativen Interventionen, wie die Verbesserung des krankheitsbezogenen Wissens, die Reduktion von Ängsten, das Fördern der Compliance und der Ressourcen und nicht zuletzt die Verbesserung der sozialen Integration und Konfliktgestaltung sind dabei auch für Suchtpatienten von vorrangiger Bedeutung. Psychoedukation wird häufig als manualisiertes Gruppenprogramm angeboten – ein weiteres Novum in der Landschaft der psychosozialen Begleitbehandlungen. Als ein integraler Bestandteil des bundesdeutschen Heroinprojektes ergab sich die Möglichkeit, die Psychoedukation nicht nur als psychosoziale Begleitbehandlung einzuführen, sondern sie auch gleichzeitig in einem randomisierten und kontrolliertem Studiendesign auf ihre Durchführbarkeit und ihre Wirksamkeit zu überprüfen. Das Projekt wurde gefördert durch das Bundesministerium für Gesundheit und Soziale Sicherung (BMGS) sowie die teilnehmenden Bundesländer und Städte. Das vorliegende Manual wurde in der Heroinstudie geprüft, erfolgreich angewandt und weiterentwickelt und stellt einen neuen und nützlichen Baustein in der Behandlung suchtkranker Menschen dar. Mit diesem Manual soll es den Angehörigen psychosozialer Berufe ermöglicht werden, ein psychoedukatives Gruppenprogramm für Opiatabhängige anzubieten. Ähnlich wie bei der medikamentösen Behandlung wird es bei der psychosozialen Betreuung darauf ankommen, für jeden Betroffenen die adäquate Behandlungsform anwenden zu können. Ich wünsche diesem psychoedukativen Gruppenprogramm einen festen Platz in dem Kanon der Behandlungsangebote für Menschen mit Suchterkrankungen. Hamburg, im März 2007 Christian Haasen Eine erweiterte und gelayoutete Leseprobe finden Sie links unter Sonstiges/Downloads

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