Dieses Buch ist ideal für zwischendurch". Die einzelnen Kapitel erstrecken sich über kaum mehr als 3-4 Seiten und werden von einer Zusammenfassung in kursiver Schrift angeführt. Das erleichtert das Lesen ungemein und ich kann auch kurze Pausen leicht mit dem Lesen einzelner Kapitel bereichern.
In acht großen Kapiteln beschäftigt sich der Autor mit dem Wesen des Mannes an sich - wie auch seiner dunklen Seite und dem besseren Verständnis von und dem Umgang mit Frauen und deren Anziehungskraft. Unterstützend sind seine Ausführungen über Polarität und Energie, ergänzt von Körperübungen und dem Yoga der Intimität".
Die Lektüre des Buches eignet sich insbesondere für Männer, die mit ihrem Selbstbild hadern oder durch die unterschiedlichsten und sich immer verändernden Rollenbilder des Mannes verwirrt sind und nicht mehr wissen, wo sie stehen. David Deida bezieht seine Erkenntnisse und Aussagen über die Natur des Männlichen aus allen Bereichen der Spiritualität. Er zeichnet Archetypen von Mann und Frau, ohne dabei in plakative Aphorismen zu verfallen. Viele seiner Aussagen führen zu einem Aha-Erlebnis" und stärken das männliche Selbstverständnis auf allen Seinsebenen (Körper, Geist und Seele). Auch die Abgrenzung gegenüber der weiblichen Gefühlswelt ist von besonderem Wert für den männlichen Leser, der darüber hinaus einen großen Gewinn an Verständnis für das Gelingen von Beziehungen zwischen Mann und Frau erzielen kann.
Aus eigener Erfahrung ist jedoch Vorsicht geboten, beim Anwenden einzelner Ratschläge des Autors, wenn sie nicht im Kontext einer homogenen Grundhaltung im Sinne des Autors stehen. In diesem Fall wirkt die Handlung oder Aussage wenig authentisch und vermag gerade beim weiblichen Gegenpol Unverständnis oder gar Ablehnung auszulösen.