Nachdem ich vor ein paar Monaten den Song "Sleepyhead" zum ersten Mal gehört hatte, war ich restlos begeistert von diesem Indie-/Electropop-Kleinod. Auf der Suche nach mehr, stieß ich im Internet auf die EP "Chunk Of Change" ' eine Eigenproduktion, die ursprünglich wohl nur für den engeren Freundeskreis um Passion Pit-Mastermind Michael Angelakos gedacht war und Aufgrund der tollen Resonanz dann doch veröffentlicht wurde. Zwar war der Sound noch etwas ungeschliffen und die restlichen Songs konnten, nach meinem Geschmack, mit der einmaligen Qualität von "Sleepyhead" nicht mithalten, aber ich erahnte/erhoffte Großes. Mit der Meldung des bald kommenden offiziellen ersten Albums der US-Band aus Cambridge, Massachusetts stieg die Vorfreude und wurde jetzt nicht enttäuscht. Was hier vom Angelakos und seinen Mannen abgeliefert wird ist feinste moderne Popmusik mit elektronischen und Indie-Rock Einflüssen, sowie dem umbändigen Willen zum perfekten Ohrwurm. Auf "Manners" finden sich keine Ausfälle, Längen oder unfertige Füller. Treibende Beats treffen auf Kinderchöre, auf exaltierten Falsettgesang, auf funkige Gitarren und süßlich-schöne Keyboardflächen. Hier gibt es nur Hits mit Herz, Hirn und Verstand die sich schon nach dem ersten Hören einprägen. Im Frühjahr 2008 waren es MGMT, diesen Winter Empire Of The Sun und jetzt Passion Pit ' da soll noch einer sagen, die aktuelle, weltweite Musikszene wäre zu großen, nachhaltigen Popmomenten nicht mehr fähig!