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Ein Mann sucht sich selbst [Blu-ray]

Jack Nicholson , Susan Anspach , Bob Rafelson    Freigegeben ab 12 Jahren   Blu-ray
4.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (9 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Darsteller: Jack Nicholson, Susan Anspach, Karen Black
  • Regisseur(e): Bob Rafelson
  • FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
  • Studio: Sony Pictures Home Entertainment
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (9 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B001MYXFUA
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 305.474 in DVD & Blu-ray (Siehe Top 100 in DVD & Blu-ray)

Rezensionen

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Diese subtile, existenzielle Charakterstudie eines gefühlsmößig eingeschränkten Außenseiters (Jack Nicholson), der mit den Fehlern seiner Vergangenheit konfrontiert wird, stellt einen der einfühlsamen Meilensteine des amerikanischen Kinos der 70er Jahre dar. Der Film, der von Bob Rafelson mit bemerkenswerter Zurückhaltung inszeniert wurde, ist das Resultat einer kurzlebigen Partnerschaft zwischen dem Filmemacher und Nicholson, die zuerst den witzigen formalistischen Versuch Head hervorbrachte; später folgte der ebenso eindrucksvolle König von Marvin Gardens auf Ein Mann sucht sich selbst.

Dieser ruhige Film voller langer, kontrollierter Einstellungen zieht seine Stärke aus der äußerst detaillierten und nicht wertenden Beobachtung seines komplexen Protagonisten Robert Dupea, einem extrem groben und frustrierten Ölarbeiter und gescheitertem Klavier-Wunderkind, der sich in Texas vor seiner Vergangenheit versteckt. Dupea verbringt seine Zeit damit, Bier zu trinken und mit seiner nervigen, aber liebevollen Freundin, deren großes Vorbild Tammy Wynette ist, zu schlafen (und sie zu betrügen), doch als er erfährt, dass sein Vater im Staat Washington im Sterben liegt, verlässt er sie. Nachdem sich der Film kurzzeitig in ein Road Movie verwandelt und bei dem exzentrischen Oberschicht-Anwesen der Dupea-Familie angelangt, wird es klar, dass Dupeas größtes Talent darin besteht, wegzulaufen: vor seinen Problemen, seinen Ängsten und den Menschen, die ihn lieben.

Nicholson spielt die schwierige und unsympathische Rolle, die von ihrer Mehrdeutigkeit bestimmt wird und gewaltige Wendungen in seinem Schauspielstil verlangt, meisterhaft. Einige Sequenzen, so zum Beispiel als er den Verkehr anhält, um Klavier zu spielen oder seine berühmten verbalen Auseinandersetzungen, die er mit einer angenervten Kellnerin über ein Hähnchensalat-Sandwich führt, stellen Meilensteine in Nicholsons Schaffen dar. Doch das wahre Talent des Schauspielers tritt in den ruhigeren Momenten zutage, als Dupea vergeblich versucht mit seinem sterbenden Vater zu reden und sich mit ihm auszusöhnen und uns den verletzten kleinen Jungen zeigt, der sich unter der Schale des Mannes verbirgt, zu dem Dupea sich entwickelt hat. --Dave McCoy

Kurzbeschreibung

Robert Dupea, ein hochbegabter klassischer Pianist aus einer reichen Intellektuellenfamilie, hat es sich offenbar zur Aufgabe gemacht, sich von Job zu Job und von Frau zu Frau treiben zu lassen. Derzeit arbeitet er auf einem Ölfeld und verbringt den Großteil seiner Freizeit damit, sich um den Verstand zu trinken, Poker zu spielen und seiner verführerischen, wenn auch nicht besonders hellen Freundin Rayette gegenüber sämtliche Verpflichtungen aus dem Wege zu gehen. Als er jedoch an das Totenbett seines Vaters gerufen wird, kehrt Dupea mit Rayette in sein Elternhaus zurück, wo er eine kultivierte Frau kennen und lieben lernt. Zwischen zwei Welten gefangen, muß Dupea sich plötzlich mit Fragen auseinandersetzen, die sein Leben für immer verändern. Auf den ersten Blick täuschend einfach, zählt EIN MANN SUCHT SICH SELBST zu vielschichtigsten und interessantesten Filmen seiner Zeit und wurde 1970 in der Kategorie Bester Film für den Oscar nominiert, während Karen Black für ihre herausragende Leistung mit dem New York Film Critics Award für die beste Nebenrolle ausgezeichnet wurde.

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Kundenrezensionen

4.1 von 5 Sternen
4.1 von 5 Sternen
Die hilfreichsten Kundenrezensionen
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Film und DVD ohne grosse Schnörkel 19. Dezember 2010
Format:DVD
Robert Dupea (Jack Nicholson) ist nicht gerade eine Seele von Mensch, sondern viel eher ein latent soziopathischer Lebenskünstler. Mit der Treue nimmt er es nicht so genau; das muss auch seine Rayette (Karen Black) feststellen. Zuweilen geht sie noch ihrem bescheidenen Broterwerb, dem Kellnern, nach, wenn sich ihr Partner und sein Arbeitskollege mit Frauen vergnügen. Als dann aber der Arbeitskollege verhaftet wird und Bob seine Arbeit auf dem Ölfeld hinschmeisst, nehmen die Dinge eine neue Wendung. Bob will sich in den Staat Washington aufmachen, nachdem ihn seine Schwester, eine Pianistin, darum gebeten hat, denn der Vater ist schwer krank. Obwohl Bob von seiner Rayette lieber Abstand gewinnen würde, bringt sie ihn schliesslich dazu, dass er sie nordwärts mitnimmt. Dort angekommen, muss er sich seiner Vergangenheit stellen. Vom Typ her läuft er sonst eher davon, wenn die Situation schwierig wird. Wie stellt er es wohl diesmal an?
Der Columbia-Klassiker FIVE EASY PIECES von 1970 entstand kurz nach dem legendären
EASY RIDER und markiert einen der frühen Filme aus der langjährigen und durchaus gelungenen Zusammenarbeit zwischen Nicholson und dem Regisseur Bob Rafelson. Solche charakterbasierten Filme werden heute leider kaum mehr unter den Namen der grossen Studios veröffentlicht, doch damals gönnte man sich dieses Renommé in Hollywood noch. Der Film kann recht gut das Zeitgefühl der damaligen Zeit vermitteln, ohne sich mit "Flower Power"- oder Vietnam-Klischees aufzuhalten. Vielmehr geht es einfach um die Menschen und wie sie, teils unüberlegt, mit einander umgehen. Rafelson schafft es dabei, die Geschichte in den 94 Minuten Laufzeit spannend zu erzählen, obwohl er teilweise episodenhaft vorgeht.
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18 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Unübertroffen 1. Februar 2002
Format:DVD
Nicholson hat noch viele gute Filme gemacht, aber besser als hier war er nie mehr. Cool und verletzlich und nie zynisch. Die "No substitutes"-Szene hat Geschichte gemacht, mindestens ebenso unvergesslich aber ist Nicholson auf dem Truck am Klavier. Sicher einer der bedeutendsten low budget-Filme, der je in den USA produziert wurde.
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7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Vielschichtiges Drama, zeitlos gut 5. Januar 2007
Format:DVD
Jack Nicholson spielt hier einen auf den ersten Blick völlig ungezähmten Mann aus einer reichen Familie voller Musik-Überflieger. Er kehrt dieser Familie, in der er nie zu genügen schien, den Rücken und lässt sich treiben. Gerade arbeitet er auf einem Ölbohrfeld, ein echter Drecksjob, den er genauso verabscheut wie sich selbst. Seine Freundin Rayette (Karen Black), eine schöne, aber naive Kellnerin, ist vom ihm schwanger. Sie hängt ihr Herz an ihn, nicht begreifend, dass er nicht stark und unabhängig, sondern völlig getrieben und innerlich leer ist.

Als Jack ans Totenbett seines Vaters reist, lernt er die Freundin seines

Bruders kennen. Eine kluge, schöne Pianistin, die Jack sofort fasziniert. Auf sie will er sich ganz einlassen, sie erkennt sein wahres Wesen.

Doch anfänglich von ihm angezogen, weist sie ihn zurück. "Ich könnte nicht mit Dir leben. Du bist ohne Selbstachtung, hast keinen Respekt vor Dir und Deinen Mitmenschen." Jack verlässt völlig deprimiert sein Elternhaus, und verfällt auf der Flucht vor der anhänglichen Rayette

wieder in sein altes Leben, ziellos, rettungslos einsam, streunend ...
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Tonnen von Talent, aber mäßiger Film 31. Juli 2011
Von Falke
Format:DVD|Von Amazon bestätigter Kauf
Duprea (Jack Nicholson) arbeitet als Arbeiter auf einem Ölfeld. Der Job nervt ihn, aber das Zusammensein mit seinen Kumpels beim Bowling und die Beziehung zur Kellnerin Rayette (Karen Black) hält ihn bei Laune. Als sein bester Kumpel wegen eines Überfalls auf eine Tankstelle verhaftet wird, wirft er hin und reist in Richtung seiner Familie. Hier erfahren wir, dass Duprea aus einer Künstlerfamilie stammt und früher ein talentierter Pianist war.
Wir erfahren außerdem, dass Dupreas Vater im Sterben liegt. Duprea bleibt zwei Wochen bei der Familie und verliebt sich in die Verlobte seines Bruders, die ihn aber abweist. Seine Freundin Rayette, die ihm gefolgt war, stößt dazu, und sie und Duprea reisen schließlich in einem Auto ab. Am Ende lässt er sie an einer Tanke stehen und fährt per Anhalter bei einem Lkw-Fahrer mit.

Bob Rafelsons "Five Easy Pieces" ist ein typischer Anfang-der-Siebziger-Jahre-Film, der mit Themen wie Freiheit und Verantwortung jongliert, aber keine interessante Geschichte erzählt. Der Egozentrismus und die Beziehungsunfähigkeit des Duprea lassen einen heute nur ratlos dastehen. Man merkt, dass bei dieser Produktion Tonnen von Talent vorhanden war, das aber nicht kanalisiert wurde. Während Rafelson und sein alter Kumpel Nicholson sich auf einzelne Szenen fokussieren, in denen Nicholson brillieren kann, liefert Karen Black die beste schauspielerische Leistung ab, indem sie ihre Rolle dem Charakter der Figur gemäß anlegt. Umso deutlicher wird, wie unklar die Regie und das Script sind.

Der Film ist eher historisch interessant. Macht man die Rechnung auf, muss man sagen, dass er nur deshalb nicht in der Versenkung verschwunden ist, weil Nicholson mitspielte.
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