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Der Mann, der sich in Luft auflöste - Ein Kommissar-Beck-Roman
 
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Der Mann, der sich in Luft auflöste - Ein Kommissar-Beck-Roman [Taschenbuch]

Per Wahlöö , Maj Sjöwall , Hedwig M. Binder
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
Preis: EUR 8,95 kostenlose Lieferung. Siehe Details.
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 233 Seiten
  • Verlag: Rowohlt; Auflage: 1. (1. Oktober 2008)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 349924442X
  • ISBN-13: 978-3499244421
  • Originaltitel: Mannen som gick upp i rök
  • Größe und/oder Gewicht: 18,8 x 12,2 x 1,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 36.157 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Mehr über den Autor

Maj Sjöwall
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Hinter dem Eisernen Vorhang Der schwedische Reporter Alf Matsson verschwindet auf einer Reise nach Ungarn spurlos. Gepäck und Pass hat er im Hotel zurückgelassen. Die ungarische Polizei findet allerdings keine Leiche, und im Krankenhaus liegt auch kein bewusstloser Ausländer. Alle Anhaltspunkte verlaufen im Sand. Inoffiziell reist Martin Beck hinter den Eisernen Vorhang, um den Journalisten zu suchen. Doch kurz nach seiner Ankunft wird er von Unbekannten zusammengeschlagen. Jemand versucht mit allen Mitteln zu verhindern, dass Alf Matsson gefunden wird... Dies ist der zweite Band der weltberühmten Serie um den schwedischen Kommissar Martin Beck. In neuer Übersetzung und mit einem Vorwort von Anders Roslund und Börge Hellström.

Über den Autor

Per Wahlöö, 1926 im schwedischen Lund geboren, machte nach dem Studium der Geschichte als Journalist Karriere. In den fünfziger Jahren ging er nach Spanien und wurde 1956 vom Franco-Regime ausgewiesen. Nach verschiedenen Reisen um die halbe Welt ließ er sich wieder in Schweden nieder und arbeitete dort als Schriftsteller. Per Wahlöö starb 1975 in seiner Heimatstadt.

Maj Sjöwall, 1935 in Stockholm geboren, studierte Graphik und Journalismus und arbeitete für verschiedene Zeitschriften. Sie lebt heute als Übersetzerin in Stockholm.

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12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von weiser111
Format:Taschenbuch
Kaum hat sein Urlaub begonnen, da wird Martin Beck nach Stockholm zurückbeordert, in delikater Mission, wie man im Außenministerium sagt: Der schwedische Journalist Alf Matsson, der sich auf Reportagen aus den War­schauer-Pakt-Staaten spezialisiert hat, scheint spurlos in Ungarn verschwunden. Im Jahre 1966 ist das eine knifflige Sache, die diplomatischen Aufruhr verursachen kann; schließlich sind die Erinnerungen an das Verschwinden des schwedischen Diplomaten Raoul Wallenberg 1945 in Budapest noch wach. Matssons Boulevard-Zeitung wartet nur darauf, den Skandal zu veröffentli­chen, und das will die schwedische Regierung natürlich vermeiden. Dieser Matsson muss also schleunigst wieder­gefunden wer­den.
Martin Beck wird also zur absoluten Geheimhaltung verdonnert und nach Budapest geschickt, um die Steck­nadel im Heuhaufen zu finden. Nach einigen ereignisreichen Tagen und Nächten in bekannte und weniger bekannte Budapester Winkel fördern Beck und sein Buda­pester Kol­lege Szluka (so genau nimmt Beck das mit der Geheimhaltung nicht) allerhand zutage, das sie sich nicht hät­ten träumen lassen; auch die ungarische Polizei ist nun sehr daran interessiert, Matsson zu fassen. Aber keine Spur von ihm in Budapest -- kein Wunder! Man hat nämlich vor lauter Bäumen den Wald nicht erkannt...
"Der Mann, der sich in Luft auflöste" ist der zweite Band der insgesamt zehnbändigen Krimiserie um Martin Beck, und meiner Meinung nach einer der besten. Im Gegensatz zu den späteren Bänden steht hier zwar noch eine weitgehend konventionelle Krimihandlung im Vordergrund; deutlich gesellschaftskritische Momente sind rela­tiv selten, aber unübersehbar. Man liest eine intelligente, genau durchdachte Geschichte in stimmiger Atmo­sphäre und mit überraschendem, aber völlig plausiblem Schluss.
Und doch ist "Der Mann, der sich in Luft auf­löste" mehr als ein konventioneller Krimi. Man erkennt bereits eines der charakteristischen Ele­men­te, die den Reiz der Martin-Beck-Serie ausmachen: Die Hauptpersonen sind keine unfehlbaren Ma­ster­minds, und -- 1966 ein abso­lu­tes Novum -- sie haben ein Privatleben! Ihre Vorlieben und Abneigungen ge­hen weit über die Ma­rotten der bis dato bekannten Detektive hinaus, und vor allem: Die Handlung wird von ihnen mitgeprägt. Was wären die Krimis von Maj Sjöwall und Per Wahlöö beispielsweise ohne Fredrik Melander, das "lebende Lochkartenregister"! (gestandenen Lesern besser bekannt als "unsre lebende Verbrecherkartei") Diese Charakterköpfe mit Fehl und Tadel sowie die stilsi­che­re Einbettung des genius loci in die Krimihandlung sind ganz einfach gelungen; gewisse Krimi-AdeptInnen möchten sich bitte eine dicke Scheibe davon ab­schneiden: Schlechtere Autoren hätten der Versuchung nachgegeben, eine Art erzählenden Budapest-Reiseführer mit viel Kulturschwafelei und ein paar lieblosen Krimi-Beilagen zu servieren. Aber bei "Der Mann, der sich in Luft auflöste" trifft man nirgends auf diese literarische Unart. Ohne das Budapest von 1966 wäre der Plot nämlich schlicht unmöglich, und obwohl man zusammen mit Martin Beck ausgiebig durch die Stadt streift, bleibt doch der Krimi die Hauptsache.

Hedwig Binders Neuübersetzung liest sich flüssiger als die altbekannte und mitunter stilblütenumrankte (in der drohte bereits der zweite Satz mit einer Art syntaktischem Eisernem Vorhang und hatte zahlreiche Nachfolger), und wo die alte Ausgabe sich wacker durch ihren eigenen Nebensatzdschungel den Weg bahnen musste, wirkt die Neufassung beinahe durchweg stilistisch sauber. Freilich ist die Übersetzung nicht perfekt (gibt es so etwas überhaupt?), hinterlässt aber insgesamt einen soliden Eindruck.
Den Lesern wurde noch eine weitere kleine Aufmerksamkeit spendiert, nämlich ein Vorwort von einem Autoren-Duo der Gegenwart: Anders Roslund und Börge Hellström bekennen sich pflichtschuldigst zu den "Paten" des Schweden-Krimis.
Sollte also die liebgewordene alte Ausgabe allmählich auseinanderfallen, so lohnt es sich, sie durch diese neue Übersetzung zu ersetzen. Und Neulinge in Sachen Martin Beck sollten gleich zu dieser Übersetzung greifen.

Jetzt fragt man sich natürlich, wieso ein Krimi von 1966 nicht nur neu aufgelegt wurde, sondern sogar neu übersetzt. Die Antwort ist einfach: Die zehnbändige Krimiserie über Kommissar Martin Beck und seine Charakterkopf-Kollegen ist trotz oder auch gerade wegen ihrer Kritik und Bestandsaufnahme der schwedischen Gesellschaft mittlerweile ein Klassiker des Genres.
Im Gegensatz zu ihren vielen mehr oder minder befähigten Epigonen ist es Sjöwall und Wahlöö nämlich gelungen, ihre Figuren nicht nur farbig zu charakterisieren und ihnen Leben einzuhauchen, und die Atmosphäre stimmig wiederzugeben. Hier stimmt vor allem auch der Aufbau der Handlung.
Langeweile hat hier keine Chance: Dieser Krimi ist straff erzählt, driftet niemals in ermüdende Geschwätzigkeit ab, und erlaubt tiefe Einblicke ins Dasein der Figuren, ob nun Ermittler, Täter oder Opfer -- mal tragisch, mal komisch.

"Der Mann, der sich in Luft auflöste" war vor vielen Jahren der erste Sjöwall/Wahlöö-Krimi, den ich zu le­sen be­kam. Kein Wunder, dass er nicht der einzige blieb...
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4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ewald Judt HALL OF FAME REZENSENT TOP 1000 REZENSENT
Format:Taschenbuch
Nach "Die Tote im Götakanal" ist "Der Mann, der sich in Luft auflöste" der zweite Roman aus der Krimi-Serie mit dem schwedischen Kommissar Martin Beck von Maj Sjöwall und Per Wahlöö, der - wie auch die anderen Martin Beck-Romane - als Neuauflage vorliegt. Kommissar Beck wird vom schwedischen Außenministerium beauftragt, einen verschwundenen Reporter zu finden. Dieser - Alf Matsson - ist nach Budapest geflogen und unter Zurücklassung seines Gepäcks und seines Reisepasses verschwunden: die ungarische Polizei hat keine unbekannte männliche Leiche gefunden und in keinem Krankenhaus liegt ein bewußtloser Ausländer - mehr ist sie nicht bereit zu tun. In den wenigen Hinweisen, die ihm zur Verfügung stehen, beginnt Beck - ohne Erfolg - zu recherchieren. Doch dann wird er nächstens überfallen. Er überlebt dank der Budapester Polizei und die Täter können gefaßt werden. Es kommt heraus, warum Alf Matsson neben seiner Reportertätigkeit des öfteren nach Budapest und andere osteuropäische Städte gekommen ist. Doch Alf Matsson bleibt verschwunden. Und Beck kommt zum Schluß, daß die Lösung in Schweden zu suchen ist. Dort kommt es dann zum Abschluß des Falles. Man versteht, warum die Beck-Reihe neu aufgelegt wurde.
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