Ein gutes Buch ist ein Buch, das man als solches nicht wahrnimmt, bei dem sich die Worte im Kopf formen und die eigene Meinung widerzuspiegeln scheinen.
Das vorausgesetzt, ist Jonathon Lazears Bibel wider dem bilanzgesteuerten Selbstbewußtsein nicht nur kein Buch, sondern heimlicher Wunschgedanke, Traum und Sehnsucht der Palm-OS Gesellschaft.
Eine Geschichte aus der Ich-Sicht des Authors wie Lesers. Lazear spannt den Bogen von der enttäuschten Rücksicht als Kind, wenn 'Papa arbeitet' zur Zeitnot gegenüber dem eigenen Nachwuchs in erschreckend kurzer realistischer Zeit.
Ich kann jetzt nicht spielen, ich hab zu tun.
Wichtigeres.
"Der Mann, der seinen Beruf mit dem Leben verwechselte" ist für all die Windmühlen-Guerrillas unter uns, deren Berg an Arbeit mit jeder Überstunde wächst und deren Tunnel sich mit jedem mühsamen Sprint in Richtung Licht nur weiter verdunkelt.
Mars wie Venus.
Wer beruflichen Erfolg zweifellos als höchstes Ziel der Selbstverwirklichung sieht, sollte die Finger von diesem Buch lassen. Er oder sie wäre durch die Fülle an Einsichten und Aha-Erlebnissen in diesem Buch überfordert.
Für mich das Leitmotiv im Trend der sich besinnenden Gesellschaft mit dem Prädikat 'richtungsweisend'.
Ich muß jetzt aufhören zu schreiben. Ich hab wichtigeres zu tun.
Rausgehen und mein Innerstes finden.