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Der Mann, der seine Frau mit einem Hut verwechselte [Taschenbuch]

Oliver Sacks , Dirk van Gunsteren
4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (42 Kundenrezensionen)
Preis: EUR 9,99 kostenlose Lieferung. Siehe Details.
  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
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Kurzbeschreibung

18. Februar 2009
Ein Musikwissenschaftler tätschelt Hydranten, weil er sie für spielende Kinder hält. Eine 90jährige Frau bekommt plötzlich wieder Appetit auf junge Männer. Ein Student kann eine Zeitlang riechen wie ein Hund – und vermißt es, als es vorbei ist: Eine winzige Hirnverletzung, ein kleiner Tumult in der cerebralen Chemie, und Menschen geraten in eine andere Welt, in die Gesunde nicht vordringen. Oliver Sacks’ Bestseller erzählt von ihnen in 24 faszinierenden Fallgeschichten. «Oliver Sacks hat die medizinische Fallstudie zur literarischen Kunstform erhoben.» DER SPIEGEL

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Der Mann, der seine Frau mit einem Hut verwechselte + Der Tag, an dem mein Bein fortging + Das innere Auge: Neue Fallgeschichten
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 352 Seiten
  • Verlag: rororo; Auflage: 35 (18. Februar 2009)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3499187809
  • ISBN-13: 978-3499187803
  • Größe und/oder Gewicht: 19 x 12,6 x 3 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (42 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 4.143 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Rezension

Copyright: Aus Das Buch der 1000 Bücher (Harenberg Verlag)

Der Mann, der seine Frau mit einem Hut verwechselte
OT The man who mistook his wife for a hat and other clinical tales OA 1985 DE 1987 Form Fallgeschichten Epoche Gegenwart
Oliver Sacks berühmtestes Buch Der Mann, der seine Frau mit einem Hut verwechselte versammelt 24 Geschichten von Menschen mit seltsamen, sich auf die Persönlichkeit auswirkenden neurologischen Störungen. Die emphatisch beschriebenen Fallstudien vermitteln dem Leser, dass es noch eine andere Normalität als die allgemein gültige geben kann.
Inhalt: In der titelgebenden Geschichte ist ein erfolgreicher Musikwissenschaftler und Sänger an visueller Agnosie erkrankt, der sog. Seelenblindheit. Aufgrund einer winzigen Verletzung in der rechten Gehirnhälfte kann Dr. P. die Gegenstände nicht mehr erkennen und greift statt nach seinem Hut zum Gesicht seiner Frau. Während im ersten Teil des Buchs Menschen vorgestellt werden, die wie Dr. P. an einem spezifischen Verlust leiden, stehen im zweiten Teil Patienten im Mittelpunkt, bei denen sog. neurologische Überschüsse vorliegen. So erfährt beispielsweise Natasha K. im Alter von 89 Jahren einen Überschwang an Gefühlen, der von Sacks als Neurosyphilis diagnostiziert und den Wünschen der beschwingten Dame entsprechend nur gemäßigt, nicht aber vollständig geheilt wird. In einem dritten Teil schildert Sacks seine Begegnungen mit Menschen, die visionäre Fähigkeiten aufweisen oder deren Wahrnehmungen sich plötzlich verändert haben, wie z. B. bei Stephen D., der eines Morgens mit dem Geruchssinn eines Hundes erwacht. Der letzte Teil versammelt Geschichten von Menschen mit geistigen Behinderungen und besonderen Fähigkeiten; Sacks berichtet u. a. von seiner Behandlung geistig und körperlich retardierter Zwillinge, die durch ihr phänomenales Zahlengedächtnis das Interesse von Wissenschaft und Medien auf sich gezogen hatten.
Neben der Schilderung kurioser Krankheiten hebt Sacks die außerordentlichen Fähigkeiten hervor, welche die Patienten unbewusst entwickelt haben, um ihre neurologischen Defekte zu kompensieren. Im Vorwort zu seinem Buch schreibt er: »Klassische Sagen und Legenden sind von archetypischen Figuren, von Helden, Opfern, Märtyrern und Kriegern bevölkert. Die Patienten eines Neurologen sind Verkörperungen dieser Figuren.« In Nachschriften zu den einzelnen Geschichten gibt Sacks medizinische Erklärungen, sodass das Werk gleichermaßen als Kompendium skurriler, authentischer Geschichten wie auch als populärpsychologisches Sachbuch gelesen werden kann.
Wirkung: Das vom Rowohlt-Verlag als Sachbuch vertriebene Werk mit dem kuriosen Titel wurde zum Bestseller und fand insbesondere in der darstellenden Kunst große Resonanz. So diente die Titelgeschichte als Vorlage für eine 1986 von dem Komponisten Michael Nyman uraufgeführte Kammeroper; 1993 suchte der Regisseur Peter Brook in seinem Stück L‘homme qui nach einer Schauspielsprache für die Darstellung neurologischer Defekte. M. Si.

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Oliver Sacks, geboren 1933 in London, praktiziert als Neurologe und ist der Autor von zehn Büchern, darunter «Der Mann, der seine Frau mit einem Hut verwechselte» und «Awakenings, Zeit des Erwachens». Er lebt in New York City und ist Professor für Neurologie und Psychiatrie an der Columbia University. Weitere Informationen über seine Arbeit finden Sie auf seiner Homepage www.oliversacks.com.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
62 von 63 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die erdabgwandte Seite des Gehirns 28. April 2000
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Schon der Titel dieses Buches ist doch ein Wurf, oder? „Der Mann, der seine Frau mit einem Hut verwechselte". Oliver Sacks, Professor für Klinische Neurologie, legt uns damit eine Sammlung von Menschenschicksalen vor, deren Schilderung sowohl durch fachliche Genauigkeit als auch durch - bei einem Naturwissenschaftler nicht unbedingt selbstverständliche - menschliche Wärme besticht. Allesamt sind diese Menschen durch Krankheit oder Unfall aus der „normalen" Wirklichkeit herausgefallen, verfügen plötzlich über enorme Gedächtniskräfte, Wahrnehmungsfähigkeiten und künstlerische Begabungen oder sind auch sozusagen über Nacht Opfer des Ausfalls eines Sinnes geworden: können kein Gleichgewicht mehr halten, keine lebendigen Strukturen erkennen, keine Erinnerungen bewahren.
Auch wenn die amerikanische Originalausgabe schon 1985 erschien hat das Buch nichts von seiner Aktualität eingebüßt. Im Gegenteil: Gerade auf dem Hintergrund der Ergebnisse der neueren Hirnforschung beispielsweise eines Sir John Eccles bekommen viele der hier aufgeworfenen Fragen eine neue, nahezu dramatische Dimension. Wird ein Mensch wirklich nur durch seine intellektuellen Fähigkeiten zum Menschen? Oder gibt es da noch ganz andere, von der Wissenschaft bisher eher stiefmütterlich behandelte Bereiche? - Diesen Fragen spürt Sacks in seiner „Fallsammlung" mit viel Humor, mit beeindruckendem Einfühlungsvermögen nach - und lässt uns teilhaben an der Entdeckung der „erdabgewandten Seite unseres Gehirns", der rechten Hirnhälfte, die in ihren Defekten wie in ihren Überschüssen weit schwieriger zugänglich ist als die linke, Heimstatt von Ratio und Kalkül.
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56 von 58 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Jenseits der Diagnose 29. Juni 2001
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Wer dieses Buch aus der rein medizinischen Perspektive lesen will, wer sich Wissen aneignen will über neuropsychiatrische Störungen, wer eine Art Lehrbuch der Neurologie sucht, der ist mit "Der Mann, der seine Frau mit einem Hut verwechselte" schlecht bedient.
Dieses Werk will weniger als streng wissenschaftliche Abhandlung über die Funktionen oder als Auflistung der Dysfunktionen des menschlichen Gehirns, denn vielmehr als ein kleiner Einblick in die ganz persönlichen Lebenswelten von Menschen verstanden werden, deren Gehirn auf die ein oder andere Weise ein wenig anders arbeitet als das der meisten Menschen, der "Normalen". Diese Menschen werden nicht als die bloße Summe der Symptome ihrer Krankheit, sondern als einzigartige Individuen porträtiert. Dabei ist ihre "Störung" nur ein Aspekt ihres Lebens und ihrer Persönlichkeit. Diese Lebensweisen aufzudecken und nachempfindbar zu machen (wobei es freilich letztlich nur bei dem Versuch des Nachempfindens bleiben kann) ist der Sinn des Werkes. Weil es ein Leben gibt jenseits der Diagnose.
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67 von 70 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Neuropsychologie für Laien als Einstieg 14. Mai 2001
Format:Taschenbuch
"Der Neuropsychologe Oliver Sacks erzählt 20 Geschichten von Menschen, die aus der "Normalität" gefallen sind."
Die Neuroanatomie befasst sich nicht mit rein psychischen Problemen, sondern mit Störungen, die aufgrund von z.B. Verletzungen, Ausfälle im Gehirn usw. hervorgerufen wurden. "Eine winzige Hirnverletzung, ein kleiner Tumult in der cerebralen Chemie - und wir geraten in eine andere Welt."
Das Buch ist dabei so geschrieben, dass man es auch verstehen kann, wenn man sich noch nie mit Medizin, Neurologie oder Psychiatrie befasst hat. Es geht dabei auch nicht um den medizinischen Aspekt, sondern um die Darstellung der "Welt" in der diese Menschen leben. Dieses Buch macht klar, dass unsere Wahrnehmung alleine vom Gehirn abhängt, dass sich unsere Realität im Kopf abspielt. Für uns "Normale" ist es z.B. unvorstellbar, wie ein Mann seine Frau mit einen Hut verwechseln kann, dass dieser Patient zwar Dinge sieht, sie aber nicht beim Namen nennen kann. Eine Rose identifiziert er z.B. als "rotes, gefaltetes Gebilde mit einem geraden grünen Anhängsel". Diese Geschichten erscheinen also in erster Linie wie teils lustige, teils traurige Geschichten, zeigen aber gleichzeitig zu was das menschliche Gehirn fähig ist, wie schnell man seine "Realität" verlieren kann und was letztendlich die Persönlichkeit ausmacht...
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13 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sonderlinge ? 20. Juli 1999
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Als mir mein Psychologieprofessor dieses Buch als Lektüre „für nebenbei" empfahl, gingen meine Gedanken sehr schnell in die Richtung: „wieder so'n halbwissenschaftliches blablabla". Das ich es mir dann doch kaufte, sollte meine Meinung jedoch sehr schnell ändern. Als doch recht rational eingestelltem Mensch öffnete mir das Buch die Augen, welch komplexes Stück "Maschinerie" sich doch hinter unserem Gehirn versteckt. Sacks Sammelsurium an interessanten und spektakulären Fällen aus der neuropsychologischen Praxis fasziniert vom ersten Augenblick an und zieht den Leser magisch in seinen Bann. Ich wurde besonders von einem der Kapitel fasziniert, nämlich der Fallgeschichte, die im Kapitel " Der verlorene Seefahrer " diskutiert wird. Ein Mann kann sich an nichts für mehr als einige Sekunden erinnern. Sein ganzes Leben, all seine Erfahrungen sind verloren, sobald sie vergangen sind. Er ist ein Mann ohne Vergangenheit, gefangen in einem Universum der „unbedeutenden Momente". Die aufgeworfene Frage, „Hat dieser Mann eine Seele?", beschäftigte mich mehrere Tage. Eine Antwort ist noch nicht gelungen... Aber auch die anderen vorgestellten „Behinderten" schleichen ins Herz des Lesers und führen einem die Tatsache der Zerbrechlichkeit unserer „normalen" Welt immer wieder auf's Neue vor's Auge. Sehr empfehlenswert.. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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Die neuesten Kundenrezensionen
5.0 von 5 Sternen Gehirn
Ein komplexes Organ das Gehirn - und wir drum herum?! Hochinteressant!!!! Gibt tiefe Einblicke in die Funktionsweisen des Gehirns und uns drumherum
Vor 1 Monat von doerschel anna veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen Interessant
Es sind so einige sehr interessante Fälle aufgelistet, die mich jedesmal erstaunt haben. Man hört ständig Gerüchte, über die eine oder andere Krankheit,... Lesen Sie weiter...
Vor 1 Monat von EG veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Verwechslungen
Ein überaus unterhaltsames und sehr beeindruckendes Buch. Auf mehreren Seiten werden dem Leser teils bemerkenswerte Einblicke nahe gebracht. Lesen Sie weiter...
Vor 1 Monat von hwick46ky veröffentlicht
2.0 von 5 Sternen Ist kein Roman im eigentlichen Sinne
Von diesem Buch habe ich mir mehr erhofft. Viele ärztliche Hinweise, die mir das Lesen erschweren, da man immer wieder aus dem Text herausgerissen wird
Vor 2 Monaten von Heike Flemming veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Sehr schönes Buch
Viele kleine Geschichten aus dem Leben, sehr bewegend zum Teil! Sollte man auf jeden Fall gelesen haben! Ich kann es nur empfehlen :)
Vor 2 Monaten von Sabine_28 veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Ein Buch voller Staunen
Immer wieder hört man - erst das Buch lesen, dann den Film sehen (oder den Film weglassen). Hier verhielt es sich ganz anders. Lesen Sie weiter...
Vor 3 Monaten von E. Winkler veröffentlicht
3.0 von 5 Sternen schwere kost
ich fand das buch sehr schwer zu lesen, ist aber trotzdem interessant, wenn man sich etwas auskennt. Lesen Sie weiter...
Vor 3 Monaten von Anna Christina Best veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Mehr als bloße Unterhaltung
Sachlich und doch vollkommen verständlich für Nichtfachleute und unterhaltsam sowie mit menschlichem Mitgefühl für seine Patienten schildert Oliver Sachs in... Lesen Sie weiter...
Vor 10 Monaten von Antonie Stryja veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Super interessant
Ich kaufe dieses Buch schon zum 3. Mal, im laufe der letzten 18 Jahre. An der Aktualität hat sich nichts geändert. Lesen Sie weiter...
Vor 12 Monaten von Leseratte veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen Vollkommen in Ordnung!
Bei der Bestellung wusste ich, dass es ein Mängelexemplar ist und ich war gespannt, wie ausgepräügt diese Mängel waren, allerdings gab es bist auf einige spuren... Lesen Sie weiter...
Vor 13 Monaten von Fredl veröffentlicht
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