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Der Mann ohne Vergangenheit
 
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Der Mann ohne Vergangenheit

Markku Peltola , Kati Outinen , Aki Kaurismäki    Freigegeben ab 12 Jahren   DVD
4.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (24 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Darsteller: Markku Peltola, Kati Outinen, Juhani Niemelä
  • Regisseur(e): Aki Kaurismäki
  • Format: Dolby, PAL, Surround Sound
  • Sprache: Finnisch (Dolby Digital 2.0), Deutsch (Dolby Digital 5.1)
  • Untertitel: Deutsch
  • Region: Region 2
  • Bildseitenformat: 16:9 - 1.85:1
  • FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
  • Studio: Euro Video
  • Erscheinungstermin: 13. September 2003
  • Produktionsjahr: 2002
  • Spieldauer: 93 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (24 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B0000AZSXB
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 42.710 in Filme & TV (Siehe Top 100 in Filme & TV)

Rezensionen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Vier Jahre liegen zwischen Aki Kaurismäkis Der Mann ohne Vergangenheit und seinem Vorgänger Juha. Das ist eine lange Zeit, vor allem wenn man bedenkt, dass der finnische Regisseur noch bis weit in die 90er-Jahre hinein zu den produktivsten Filmemachern der europäischen Kunstkino-Szene gehört hat. Man könnte also fast von einem Comeback sprechen, zumal Juha, dieser "letzte Stummfilm des 20. Jahrhunderts", längst nicht die Zustimmung erfahren hat, derer sich Kaurismäki bei seinen früheren Arbeiten sicher sein konnte. Und wie bei einem klassischen Comeback vermischt sich auch in Der Mann ohne Vergangenheit Altes und Neues. Auf der einen Seite wirkt er fast wie die Summe von Kaurismäkis bisherigem Schaffen, auf der anderen deutet sich mit ihm eine neue Richtung in seinem Werk an.

Der von Markku Peltola mit einem schon stoischen Gleichmut verkörperte "Mann ohne Vergangenheit" wird gleich bei seiner Ankunft in Helsinki zum Opfer einer Bande von Schlägern. Als er schließlich im Krankenhaus wie durch ein Wunder wieder zu sich kommt -- die Ärzte hatten ihn schon für tot erklärt --, kann er sich weder an seinen Namen noch an seine Geschichte erinnern. Doch dieser Verlust seiner Vergangenheit scheint ihn kaum zu belasten. Mit einem verblüffenden Pragmatismus beginnt er sein neues Leben und zieht in einen gerade freigewordenen Container auf einem Schrottplatz. Kleidung und Essen bekommt er von der Heilsarmistin Irma (Kati Outinen), in die er sich zaghaft verliebt. Als er schließlich einen Job als Schweißer findet und zugleich noch die Kapelle der Heilsarmee in eine Rockband verwandelt, hat er sich eine Zukunft erobert, von der bis dahin kaum eine Kaurismäki-Figur auch nur träumen durfte.

In seinen Anfängen, vor allem in der Phase seiner "proletarischen Trilogie" (Schatten im Paradies, Das Mädchen aus der Streichholzfabrik und Ariel), war Aki Kaurismäki vor allem ein Realist. Seine Filme waren Teil einer weltweiten Bewegung, die in den späten 80er-Jahren noch einmal alle filmischen Realismus-Konzepte erneuerte. Ein gewisser Hang zum Realistischen, zu einer bewussten Hässlichkeit der Bilder, in der sich die Tristesse unserer immer kälter werdenden Welt spiegelt, ist auch in Der Mann ohne Vergangenheit noch zu spüren. Doch Kaurismäki kontrastiert das Realistische hier mit einer geradezu märchenhaften Kino-Ästhetik. So erstrahlt die Müllhalde am Rand von Helsinki, die zur neuen Heimat des Namenlosen wird, in den schönsten Technicolor-Farben. In ihnen offenbart sich eine unerschütterliche Hoffnung und ein neuer Glaube an die Menschen.

Nach dem frühen Tod von Matti Pellonpää, dessen Gesicht wie das von Kati Outinen untrennbar mit Kaurismäkis Welt und ihren Geschichten verbunden war, sah es so aus, als ob der finnische Regisseur eine der Säulen seines Kinos verloren hätte. Doch mit Markku Peltola hat er einen Nachfolger gefunden, der die entstandene Lücke mehr als nur ausfüllt. Auch wenn die Vergleiche einiger Kritiker, die Peltola zu einem finnischen Robert Mitchum ernannt haben, wohl doch etwas zu weit gehen, kommt man nicht umhin, in ihm den entscheidenden Faktor zu sehen, der Kaurismäki eine Öffnung hin zu einem optimistischeren Kino ermöglicht hat. Seine Gelassenheit und sein lakonisches Auftreten zeugen nicht von Distanz und Resignation, sie sind eher Ausdruck einer warmherzigen Weisheit, die das Leben in all seinen Fassetten umarmt. --Sascha Westphal

Produktbeschreibungen

Ein Namenloser, nach einer Zugfahrt überfallen und ausgeraubt und von den Ärzten als tot erklärt, findet sich plötzlich erinnerungslos in einem zweiten Leben wieder. Er siedelt sich in einem Schrottcontainer an, mit Kleidern versorgt von der Heilsarmee und bald auch mit der scheuen Liebe einer Heilsarmistin. Mit Zähigkeit, Phantasie und Überlebenswillen kehrt er ins Leben zurück. Bis er, versehentlich eines Banküberfalls verdächtigt, identifiziert wird. Muss er nun zurück in seine frühere Welt, an die er sich immer noch nicht erinnern kann?

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18 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Wortkarges Feel-Good-Movie, 23. Juli 2006
Rezension bezieht sich auf: Der Mann ohne Vergangenheit (DVD)
Ein Mann wird unmittelbar nach seiner Ankunft in Helsinki Opfer einer brutalen Schlägerbande. Als er bald darauf im Krankenhaus aufwacht, kann er sich weder an seinen Namen, noch an seine Vergangenheit oder den Zweck seines Besuchs erinnern.

Wie er aus dem Krankenhaus flieht, sich am Stadtrand in einem Schrottplatzcontainer häuslich einrichtet und, als Namenloser ständig von Rückschlägen und Barrieren heimgesucht, trotzdem Freundschaften und sogar zarte Bande zu einer Heilsarmistin knüpft, schildert Aki Kaurismäkis Werk in anachronistischen Technicolor-Farben. Obwohl schroff, trist und mitunter brutal, ist "Der Mann ohne Vergangenheit" kein frustrierendes Stück Sozialkritik sondern schildert mit einer gehörigen Portion Humor die Gemeinschaft Außenstehender, die sich in kargen Lebensbedingungen zusammenraufen und diesen Film in ihrer eigenen wortkargen Weise zu einem echten Feel-Good-Movie machen.

Lange habe ich mich nicht überwinden können, die DVD anzusehen, da ich zu schwere, unangenehme Kost erwartete. Als ich mich dem Film schließlich doch gestellt hatte, musste ich ihn dann vor Begeisterung direkt noch einmal schauen. "Der Mann ohne Vergangenheit" ist nicht einfach nur ein trüber Kunstfilm, sondern vielmehr ein rauhes, ehrliches, witziges und herzerwärmendes Meisterwerk.
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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Die Perle der Finnland-Trilogie, 20. März 2006
Rezension bezieht sich auf: Der Mann ohne Vergangenheit (DVD)
Der Film schäumt nicht gerade über vor Temperament und ist auch nicht sonderlich dialoglastig, aber wenn das Tempo mal anzieht, bewegt sich die Story auf einen ihrer zahlreichen ironischen Höhepunkte zu und wenn es Dialoge gibt, haben sie entweder hochkarätigen Charme oder unglaublichen Wortwitz - M zu dem Handwerker, der seinen Container illegal-legal ans örtliche Stromnetz anschließt: "Was bin ich schuldig?" - "Kumpel, wenn du mich mal mit dem Gesicht in der Gosse liegen siehst ----- dreh mich auf den Rücken."
Nachdem M durch einen Überfall sein Gedächtnis und eigentlich auch schon sein Leben verloren hat, fängt er ein neues Leben an und zwar dort, wo man als "Zugereister" und Mittelloser nun mal am schnellsten unterkommt: auf einem Schrottplatz. Eingekleidet von der Heilsarmee bahnt sich eine Beziehung zu einer Heilsarmistin an.
Jeder sollte sich die Handlung von nun an selbst antun, in der es für Namenlose natürlich reichlich Probleme gibt und ohne Geld ist man auch vor dem "Bluthund" des "Vermieters" nicht mehr sicher ;o)
Großes Kino zum Zurücklehnen und sich einfach tragen lassen. Für meinen Teil der bisher beste Kaurismäki, der mich phasenweise ein wenig an Lichtefeld's Zugvögel, der eine ähnlich skurrile Story aufweist, erinnerte.
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15 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Ein "Kanonenschlag" finnischen Humors, 25. November 2004
Rezension bezieht sich auf: Der Mann ohne Vergangenheit (DVD)
Die Geschichte wurde mittlerweile schon zur Genüge erläutert.
Habe den Film auf finnisch gesehen, was das ganze ungleich komischer macht.
Dieser Film sprüht vor Ironisierung der finnischen Art und gerade diese Selbstironie macht ihn so sympathisch.
Alles weitere (Kontrast zum amerikanischen Einheitsbrei, Humor etc.) wurde ebenfalls schon gesagt und kann ich nur unterstreichen.
Der Film spiegelt zwar nicht das heutige Finnland wieder ist aber immer noch sehr aktuell was die Wesensart (natürlich überspitzt) der Finnen angeht. Niemand sonst könnte einem Verzweifelten eine Tasse Kaffe auf diese Art und Weise anbieten wie eine Finnin. :)
Absolut grandios!
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