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Der Mann ohne Furcht

Glenn Ford , Ernest Borgnine , Delmer Daves    Freigegeben ab 16 Jahren   DVD
4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)

Erhältlich bei diesen Anbietern.


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Produktinformation

  • Darsteller: Glenn Ford, Ernest Borgnine, Rod Steiger
  • Regisseur(e): Delmer Daves
  • Komponist: David Raksin
  • Format: Dolby, HiFi Sound, PAL
  • Sprache: Deutsch (Dolby Digital 1.0), Englisch (Dolby Digital 1.0), Französisch (Dolby Digital 1.0), Spanisch (Dolby Digital 1.0)
  • Untertitel: Deutsch, Englisch, Arabisch, Bulgarisch, Dänisch, Finnisch, Griechisch, Niederländisch, Italienisch, Norwegisch, Portugiesisch, Schwedisch, Spanisch, Türkisch, Französisch
  • Region: Region 2
  • Bildseitenformat: 16:9 - 1.77:1
  • FSK: Freigegeben ab 16 Jahren
  • Studio: Sony Pictures Home Entertainment
  • Erscheinungstermin: 7. Februar 2006
  • Produktionsjahr: 1956
  • Spieldauer: 97 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B000E0VZE6
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 72.328 in Filme & TV (Siehe Top 100 in Filme & TV)

Rezensionen

VideoMarkt

Der Rancher Shep Horgan begegnet dem erschöpften Jubal Troop und bietet ihm einen Job als Cowboy an. Jubal macht seine Sache so gut, dass ihn Shep bald darauf zum Vorarbeiter befördert. Und auch Sheps junge, attraktive Frau Mae findet Gefallen an ihm, was bei ihm zwar nicht auf Gegenliebe stößt, für den früheren allgemeinen Favouriten Pinky das Fass aber zum Überlaufen bringt. Während Jubal sich für die durchreisende Naomi zu interessieren beginnt, versuchen Pinky und auch die zurückgewiesene Mae, ihn bei Shep in Misskredit zu bringen.

Produktbeschreibungen

(2006/Columbia) PAL, Deutsch/English/F/E, USA 1955, 16:9, Farbe, 97 Min. Western-Klassiker mit brillanter Starbesetzung! Regie: Delmer Daves. Mit Glenn Ford, Ernest Borgnine, Rod Steiger u.a.

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Kundenrezensionen

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Western-Drama für Erwachsene 12. Februar 2011
Von Snorri
Von Amazon bestätigter Kauf
Viele deutsche Titel fremdsprachiger Filme führen in die Irre, aber nur wenige so fundamental wie "Der Mann ohne Furcht". Denn Jubal Troop, der Held des Films, ist keineswegs ein stoischer Westernrecke, sondern ein von Bindungs- und Verlustängsten Getriebener, ein ewiger Davonläufer, der erst durch die väterliche Fürsorge und das Vertrauen seines Arbeitgebers, des Ranchers Shep Horgan, Selbstachtung und Selbstvertrauen gewinnt, und dem es nur dank der Liebe des Mädchens Noami und der selbstlosen Treue seines Freundes Reb gelingt, am Ende zum ersten Mal nicht davonzulaufen. Jubal ist kein "lonesome Cowboy" aus freiem Willen, kein "Der Starke ist am mächtigsten allein"-Einzelgänger wie so viele Westernhelden, sondern ein Suchender, der sich nach Freundschaft und Liebe sehnt.
Glenn Ford spielt diesen Jubal Troop angenehm zurückhaltend, ohne jede Weinerlichkeit, so dass selbst die Szene, in der Jubal seiner Freundin sein Kindheitstrauma offenbart, nichts Peinliches hat. Es ist weitgehend sein Verdienst, dass der Film kein quälendes, permanent emotionalisiertes Psychodrama wird, sondern eine gewisse Ruhe und Gelassenheit bewahrt, die ihn sehr sympathisch macht.
Das sich um Jubal herum ereignende Eifersuchtsdrama ist von Joe Hembus als "Western-Adaption [...] des 'Othello'" bezeichnet worden. Der Vergleich drängt sich durch die Personenkonstellation auf, führt allerdings nicht sehr weit. Schließlich liegt im "Othello" der Kern der Tragik darin, dass Desdemona bis zum Ende völlig rein und unschuldig bleibt und ihre Untreue nur in Othellos durch Jago angeheizter Phantasie existiert. Davon kann hier nun keine Rede sein; Horgans Frau Mae ist eine mannstolle Verführerin und Lügnerin, und damit steht das Drama unter ganz anderen Vorzeichen: ihr Tod kann als Sühne aufgefasst werden, zumal sie kurz zuvor noch alles aufklärt und damit ein - begrenztes - Happy End ermöglicht.
Valerie French spielt diese untreue Ehefrau sehr überzeugend, und Ernest Borgnine als ihr gutherziger, lärmender, rührend naiver, unbeholfener Ehemann, der der beste Kerl auf der Welt ist, nur leider nichts für sie, agiert grandios. Sehr nett besetzt ist auch Felicia Farr als Naomi, ebenso die meisten Nebenrollen. Grauenhaft dagegen - und das ist so ziemlich der einzige Makel des Films - ist dagegen die Zeichnung des Bösewichts Pinky (der die Jago-Rolle hat) durch Rod Steiger: sein permanentes Outrieren und das angestrengte Bemühen, in jeder Szene so unsympathisch wie nur möglich zu erscheinen, wirken völlig überzogen (und machen es dem Zuschauer viel zu leicht, ihn zu hassen). Glänzend wiederum ist Charles Bronson, noch ziemlich am Anfang seiner Karriere, der Jubals Freund Reb zum heimlichen Helden des Films macht.
Delmer Daves hat diesen Film souverän in Szene gesetzt und nutzt sehr geschickt die Bilder, um das Spannungsgeflecht der Akteure zu veranschaulichen, was so manchen Dialog erspart oder verkürzt und so verhindert, dass "Jubal" allzu textlastig gerät. Das Western-Milieu wirkt sehr authentisch gezeichnet und ergibt einen kräftigen Hintergrund für ein Drama, das nicht unbedingt westerntypisch angelegt und auch in einer anderen Umgebung denkbar wäre. Insgesamt ist dies ein sehr guter Film für Erwachsene, die auch bei einem Western nicht in erster Linie Knallerei und spektakuläre Action erwarten.
Bild- und Tonqualität sind, für einen Film dieses Alters, in Ordnung; allerdings sind die im Dunklen spielenden Szenen teilweise allzu finster geraten. Extras gibt es keine, aber ein Film dieser Qualität spricht schließlich für sich selbst.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Tristram Shandy TOP 500 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
(Vorsicht, starke Spoiler!)

Nachdem man sich Delmer Daves' Western "Jubal" aus dem Jahre 1956 angesehen hat, wird man unter Umständen zu dem gleichen Urteil kommen, das ein Cowboy seinem Kollegen zuraunt beim Anblick des widerwärtigen Pinky (Rod Steiger), der seine Intrige gegen Jubal (Glenn Ford), den Helden des Filmes, spinnt. Die Welt, die uns Daves in diesem dramatischen Film, zeigt, ist eine Welt unerwiderter Liebe, enttäuschter Hoffnungen, übler Intrigen und nackter Gewalt - aber auch der unzerbrechlichen Freundschaft, des Mutes und des Mitgefühls.

Wie ein anderer, ebenfalls sehr dem Western zugeneigter Rezensent schon bemerkt hat, wird "Jubal" oft als eine Art "Othello" im Westerngewand angesehen, auch wenn es doch beträchtliche Unterschiede zwischen den betreffenden Plots gibt. Ich fühlte mich während des Schauens an vielen Stellen eher an die Sage von König Ödipus erinnert. Auch wenn ich mir bewußt bin, daß dieser Vergleich an zahlreichen Stellen eher Unterschiede hervorbringen wird, so ist dem Film insgesamt - trotz seines glücklichen Endes - eine Auswegslosigkeit zu eigen, die mir diese griechische Sage ins Gedächtnis ruft.

Zu Beginn des Filmes wird Jubal, ein zielloser Drifter, von dem Rancher Shep Horgan (Ernest Borgnine) aufgelesen. Shep ist ein herzensguter, dabei mitunter aber sehr grobschlächtiger Mann, und da er sofort einen Narren an Jubal frißt, bietet er ihm eine Stelle auf seiner Ranch an - sehr zum Mißfallen des Cowboys Pinky, der von Anfang an eine Abneigung gegen Jubal hegt. Als dann auch noch Mrs. Horgan (Valerie French), die ihren Ehemann verachtet und ein Verhältnis mit Pinky unterhält, ganz augenscheinlich den Neuankömmling zur Zielscheibe ihrer Gelüste macht und als Shep Jubal wegen seiner guten Arbeit schließlich zum Vorarbeiter ernennt, platzt Pinky der Kragen. Durch hinterlistige Andeutungen sät er einen schlimmen Verdacht in Sheps Einbildung, nämlich daß Jubal ihm Hörner aufsetzt. Getrieben von ihrer boshaften Verachtung für ihren Ehemann, bestätigt Mrs. Horgan die von Pinky verbreiteten Lügen und treibt ihren Ehemann und Jubal in eine tödliche Konfrontation.

Interessant an diesem Western ist vor allem der innere Konflikt der Hauptfigur Jubal, die unter einem Kindheitstrauma leidet: Als Kind nämlich stürzte er in einen Fluß und wurde von seinem Vater gerettet, während seine Mutter, die ihm keinerlei Liebe entgegenbrachte, nur tatenlos zusah. Unglücklicherweise wurde der Vater bei der Rettungsaktion von einer Schiffsschraube erfaßt und getötet, so daß seine Mutter Jubal für den Tod ihres Ehemannes verantwortlich machte und sich sogar wünschte, der Sohn wäre anstelle des Ehemannes gestorben. Getrieben von dem Gedanken, am Tode des einzigen Menschen, der ihn liebte, schuldig zu sein, durchstreift Jubal von diesem Tage an das Land. Erst in dem naiv-polternden Shep findet er jemanden, der ihm eine neue Heimat verschafft, und so ist es denn kein Wunder, daß sich Jubal recht bald durch den Rancher an seinen Vater erinnert fühlt. Umso tragischer ist es, daß durch die Intrigen eines übelwollenden Neiders und die Lügen einer lüsternen, unzufriedenen Ehefrau, deren Avancen Jubal - wie alle Arbeiter außer Pinky - vor allem deshalb aus dem Wege ging, weil Shep, wie ein Cowboy sagt, so ein netter Kerl ist, eine Situation geschaffen wird, in der Jubal letzten Endes erneut nur überleben kann, indem die Vaterfigur ihr Leben verliert. Die Schicksalhaftigkeit, mit der, vorbereitet durch die Intrigen Pinkys und Mrs. Horgans, der Held zum zweiten Male zum "Vatermörder" wird, hat durchaus eine Parallele zum Ödipusmythos, wenngleich natürlich die inzestuöse Beziehung zwischen Ödipus und Iokaste in "Jubal" keine Entsprechung findet. Überhaupt fällt Daves' Western "Jubal" durch eine gewisse Homosozialität auf, bedeutet die Suche nach der Vaterfigur dem Helden doch ausgesprochen viel. Davon abgesehen ist auch Reb (Charles Bronson), ein Drifter wie Jubal und der einzige echte Freund des Protagonisten, männlichen Geschlechts. Die holde Weiblichkeit hingegen kommt in "Jubal" eher schlecht weg: Da ist zum einen Jubals Mutter, die freilich nur in den Erzählungen des Helden auftaucht und sich hier als eine gefühlskalte, quasi unnatürlich lieblose Mutter darstellt, wobei möglichen Gründen für diese Haltung nicht weiter nachgespürt wird. Mrs. Horgan ist ebenfalls wenig sympathisch: Sie hat den viele Jahre älteren Shep nur geheiratet, um den Zwängen ihrer bescheidenen Herkunft zu entfliehen, doch mußte sie feststellen, daß nicht das Leben einer Grande dame auf sie wartete, sondern nur der trostlose Alltag in einer "Männerwelt", und für diese Enttäuschung möchte sie sich nun durch amouröse Abenteuer schadlos halten. Die einzige positiv gemeinte Frauenfigur, Naomi Hoktor (Felicia Farr), fällt vor allem durch Eigenschaften wie Hingabe, Sanftheit und Zurückhaltung auf, mithin alles Tugenden, die traditionellerweise seitens der Männer von den Frauen erwartet wurden. Gegenüber der feurigen und selbstbewußten Valerie French wirkt Felicia Farr denn auch so tantenhaft wie Andie MacDowell.

Dennoch ist "Jubal" ein Western von großer Intensität, der vor allem von dem inneren Drama seines Helden und den Intrigen dessen ein wenig überzeichneten Widersachers lebt. Ganz im Stile vieler Western der 50er Jahre wird hier nur wenig gunplay geboten, doch tut dies der Spannung des Filmes überhaupt keinen Abbruch.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Schöner Western 12. November 2010
Von Amazon bestätigter Kauf
Wer Western Klassiker mag, muss diese DVD haben.
Glenn Ford wie man ihn kennt und mag. Der typische
"Lonsome Cowboy".
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