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Mann oder Frau, wenn die Grenzen fließend werden
 
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Mann oder Frau, wenn die Grenzen fließend werden [Broschiert]

Karin Hertzer
3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Broschiert: 221 Seiten
  • Verlag: Ariston (1999)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3720520633
  • ISBN-13: 978-3720520638
  • Größe und/oder Gewicht: 21,6 x 14,4 x 2,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 323.090 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Karin Hertzer
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Karin Hertzer taucht ein in die Welt der fließenden Geschlechtergrenzen, analysiert Trends in Mode, Film und Literatur, blickt zurück in die Geschichte, fragt nach Genen, Hormonen und Erziehung und gibt Einblicke in den Alltag von Menschen, bei denen Körper und Seele nicht zusammenpassen. Ein schillerndes, anrührendes, unterhaltsames, nachdenklich stimmendes Buch über die Vielfalt des Menschseins.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
14 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Gute Einführung 31. Januar 2001
Von Ein Kunde
Format:Broschiert
Das Buch eignet sich sehr gut als Einführungslektüre für Betroffene oder als Ergänzung beim Outing für Verwandte, Bekannte und Freunde, die sich unkompliziert näher mit den Themen TV, TS, TG, Hermaphrodit beschäftigen möchten. Gut strukuriert, interessant aufgebaut und leicht verständlich lesbar. Tiefere Informationen sollte man/frau aber nicht erwarten.
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13 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Broschiert
In diesem Jahr ist Karin Hertzers Buch „Mann oder Frau - wenn die Grenzen fließend werden" erschienen. Auf gut 200 Seiten spricht die Autorin alle wesentlichen Aspekte des Lebens derjenigen Menschen an, welche sich nicht selbstverständlich in die vorgegebenen Kategorien von „Mann" oder „Frau" einordnen lassen. Der Rahmen dieses Buches ist weitgespannt. Aufbauend auf einer pragmatischen Definition der Geschlechtsidentität wird im ersten Teil des Buches das gegenwärtige transvestitische und travestitische Leben analysiert sowie den historischen Belegen und interkulturellen Unterschieden der Geschlechterfrage nachgegangen. Der zweite Teil widmet sich ausschließlich der besonderen Problematik von Transvestiten und Transsexuellen. Dabei wird - neben den medizinischen Aspekten der Entstehung des Geschlechts und der Intersexualität - vor allem die psychologische Seite von Transvestismus und Transsexualität beleuchtet. Karin Hertzer interviewte hierfür eingehend die in München praktizierende Psychiaterin und Psychotherapeutin Dr. Dorette Poland, die im zweiten Teil des Buches die Argumentation durch viele themenbezogene Zitate theoretisch unterstützt. Das Buch zeichnet sich dadurch aus, daß es - trotz seines weiten Rahmens - erstaunlich informativ ist. Dies gelingt Karin Hertzer durch eine kompakte Abhandlung der jeweiligen Problemstellung sowie durch prägnante Sätze. Weiteres positives Merkmal des Buches sind die den Text auflockernden Einstreuungen lexikalisch knapp erläuterter Begriffe (z. B. Androgynie, Sexing, Unisex) sowie Kurzdarstellungen bekannter Transvestiten und transsexueller Menschen wie z. B. die von Billy Tipton, Michelle Ziegler oder Christine Jorgensen. Dies ist hilfreich, wenn schnell Beschreibungen einschlägiger Begriffe und Menschen gefunden werden wollen. Einfühlsam verfaßt und vom Umfang der Problematik angemessen ist auch der Abschnitt über Transvestiten und transsexuelle Menschen (incl. der Abschnitt über die Probleme der medizinischen Anpassungen an das Wunschgeschlecht im Falle von Transsexualität). Hier finden Eltern, Geschwister, Verwandte, Freunde von Betroffenen oder auch nur Interessierte Informationen für eine verständnisvolle Auseinandersetzung mit dieser Problematik. Karin Hertzer geht dabei besonders auf Partnerinnen und Partner ein und gibt Tips beim Coming-out gegenüber dem Arbeitgeber. Ich möchte das Buch all denen empfehlen, die sich einführend aber fundiert mit diesem Bereich menschlichen Lebens beschäftigen wollen. Es ist besonders geeignet für Angehörige und Freunde von Betroffenen. Anregungen findet auch derjenige, der an der wissenschaftlichen Seite von Transvestismus und Transsexualität interessiert ist. Insgesamt beurteilt hat mir das Buch gut gefallen. An vielen Stellen habe ich Dinge erfahren, die ich vorher nicht wußte.
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30 von 36 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Ein Ärgernis 4. Januar 2000
Von Ein Kunde
Format:Broschiert
Mit gespannter Erwartung packte ich Hertzers Buch aus und war schon nach dem ersten Überfliegen der einschlägigen Stellen mehr als irritiert. Beim genaueren Nachlesen wich diese Irritation einem massiven Ärger. Von einer Journalistin mit wissenschaftlicher Ausbildung hätte ich eine sorgfältigere Recherche zum sicher nicht einfachen Thema erwartet und vor allem nicht nur eine telegrammstilartige Referierung des Transgender-Phänomens, sondern mehr eigene Gedanken und kritische Würdigungen von Sagen und Mythen, die sich für die sogenannten "Normalen" um dieses Thema ranken.

Doch die Autorin bleibt selbst in diesen Sagen und Mythen stecken, verkauft den Monolog der Psychiaterin Poland ohne Vergleich zu wissenschaftlichen Arbeiten in diesem Bereich (verwiesen sei hier nur auf Pfäfflin "Geschlechtsumwandlung" und Sigusch "Geschlechtswechsel") als _das Fachwissen_ über Transgenders und übernimmt unhinterfragt deren psychoanalytische Märchen als allumfassende Erklärung. Das ist einfach nur noch peinlich, ebenso wie Hertzer die längst als zweifelhaft bzw. falsch identifizierten Thesen Moneys und Stollers wiederholt.

Ebenfalls ärgerlich ist die Abhandung des Kapitels Intersexualität: Die zwangsweise Zuweisung geschlechtlich nicht eindeutiger Kinder zu einem Geschlecht berichtet Hertzer, ohne ein Wort über das Leid und Elend zu verlieren, das diesen Kindern damit u.U. angetan wird.

Das Buch spiegelt das klassiche Unverständnis, das Cisgenders den Transgenders entgegenbringen, in geradezu lehrbuchartiger Weise wieder. Statt aufzuklären manifestiert es die üblichen Vorurteile. Wem nützt das?

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