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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Feine Erotik auch im hohen Alter,
Von
Rezension bezieht sich auf: Der Mann, der nicht küsste. Roman (Broschiert)
In den letzten Jahren habe ich wirklich viele Bücher gelesen, aber eine Lektüre mit dieser Thematik hatte ich bis dato noch nie. Eine ältere Dame, die sich noch für Sex interessiert. Ein Thema das gerne totgeschwiegen wird. Daher fand ich es einfach mal interessant, über so etwas zu lesen.
Auch wenn Sex etwas Normales ist, möchte man sich seine Eltern oder andere ältere Menschen dabei nicht vorstellen und manche finden es sogar anstößig, obwohl es eigentlich etwas ganz Natürliches ist. Das Cover ist mit Mosaiksteinen und in rosa, lila und grünen Farben gestaltet und zeigt, wenn man genauer hinsieht, eine Frauenfigur. Ich mag solche Farben und daher spricht mich das Cover auch an. Die Farbauswahl wirkt einfach lebendig. Die Schrift der Seiten ist leserfreundlich und etwas größer, sodass auch ältere Leser keine Schwierigkeiten haben dürften. Der Einstieg in die Geschichte beginnt damit, dass sie auf Orkan wartet, ihren jüngeren Liebhaber. Er ist Türke und befriedigt sie, wie sonst keiner. Er lässt sie zappeln, wenn er sie besucht. Belohnt sie aber mit unglaublichem Sex. Lediglich alles was das Küssen betrifft, möchte er nicht machen, und genau das wünscht sich unsere Hauptfigur so sehr. Ich habe beim Lesen sogar das Gefühl entwickelt, dass sie von ihm etwas abhängig ist. Trotzdem lies es sich nicht weinerlich, wenn er sich mal ein paar Tage nicht blicken lässt und sie vor Sehnsucht und Feuchtigkeit zerfließt. Jede seiner Fantasien, die er aus zahlreichen Porno-Filmen entnommen hat, macht sie mit. Bis er an seine Grenzen stößt und merkt, dass er auch eine Affäre besitzen will, wie es seine Kultur lehrt. Der Stil ist bildhaft, peppig und prickelnd. Jede Frau, egal in welchem Alter sie sich befindet, hatte schon mal solche Sehnsüchte nach einem Mann. Egal, ob sie frisch verliebt ist oder wirklich einfach nur guten Sex will. Diese Schilderungen der Autorin kommen mir auch in jungen Jahren mehr oder weniger bekannt vor. Einerseits empfinde ich es daher als gut zu wissen, dass es sich auch im Alter nicht ändern wird. Auf der anderen Seite möchte ich mir dies gar nicht vorstellen und wissen schon gar nicht. Die Autorin ist selbst in diesem Alter und ich denke, dass hier ihre Erfahrungen mit einfließen und dafür sorgen, dass die Geschichte so authentisch wirkt. Das Geschriebene wirkt zwar erotisch und macht Lust auf mehr, aber es ist nicht billig. Illustrativ, aber nicht pornografisch. Gerade da ich in einem jüngeren Alter bin, hätte ich nicht gedacht, dass ich diese Erzählung positiv empfinden würde und sogar anderen Frauen, auch in jüngeren Jahren empfehlen könnte. Mir ist aber ein Punkt negativ aufgefallen. Die Autorin verwendet keine wörtliche Rede. Die Satzzeichen muss sich der Leser denken. Dadurch empfand ich es sehr schwer Gesagtes und gedachtes zu trennen. Normalerweise gewöhne ich mich schnell an diesen Stil und muss nur manche Passagen doppelt lesen. Hier empfand ich es als extrem schwer. Die Autorin springt sehr viel. Sie erzählt etwas aus der Vergangenheit so, dass ich es nach dem Lesen schon als Gegenwart empfinde und plötzlich ist es dann wieder eine andere Zeit. Ich war mir beim Lesen nie sicher, in welcher Phase ich mich befand. Dadurch war es auch schwer zu sagen, ob es einfach nur erzählt wird, was er gesagt hat, oder ob es wirklich gerade stattgefunden hat. Es mag auch sein, dass ich die Zeiträume im Buch überhaupt nicht verstanden habe. Jedenfalls kam ich durch diesen Aspekt beim Lesen öfters ins Stocken. Gelesen habe ich das Werk an zwei Tagen. Empfehlen kann ich das Buch vor allen Dingen Frauen ab 40. 40-Jährige haben nämlich noch jede Menge Sex, das Tabu gilt vor allem für die aus gesellschaftlicher Sicht älteren Damen. Außerdem dürfte es Leserinnen in diesem Alter leichter fallen, sich mit der Protagonistin zu identifizieren. Mir fiel es schwerer, da ich einfach noch nicht all das erlebt habe, was eine fast 60jährige Dame gesehen / erlebt / gefühlt hat. Trotzdem ist es für jüngere Leser interessant und vielleicht auch fremd zu lesen, wie die Sexualwünsche älterer Frauen aussehen. Wer wissen will, ob sie später von Orkan doch noch geküsst wird, sollte das Buch lesen. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Sex: klar, schnörkellos, weiblich,
Rezension bezieht sich auf: Der Mann, der nicht küsste. Roman (Broschiert)
Das Buch erzählt, wie eine Frau Sex erlebt und welche Rolle Sex in ihrem Leben spielt. Die Frau ist über 60. Ist das interessant? Ja, das ist interessant. Interessant ist auch, wie es der Autorin gelingt, über Sex zu schreiben, ohne auch nur einmal ins Pornographische oder ins Kitschige abzurutschen. Dagegen arbeitet sie mit ihrer klaren, schnörkellosen Sprache an, die nichts verhüllt, und doch nicht alles im Detail ausspricht. Die Grenzen kennt und sie auch konsequent einhält.
Und noch etwas gelingt ihr überraschend gut: Im Roman geht es um eine Frau, die Sex will, keine Liebe. Zärtlichkeit ja, Respekt voreinander, vor den Neigungen und Besonderheiten des anderen, aber nicht Liebe, nicht Romantik, nicht Sicherheit, nicht Zusammenbleiben, Zusammenleben. Das kommt durchaus sehr authentisch rüber in dem Roman, der mit knapp 200 Seiten erfreulich straff gehalten ist. Es ist die Geschichte einer erfüllten sexuellen Beziehung, die von vorneherein auf ihre engen Grenzen beschränkt ist. Keiner der beiden wird je mehr wollen (können) als das, was er innerhalb dieser Grenzen bekommt. Und es bleibt spannend bis zum Schluss: Bekommt die Frau das Eine, das sie sich noch wünscht, den Kuss des Mannes, der nicht küsst? Das wird hier natürlich nicht verraten. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Frau nimmt sich was sie will,
Von
Rezension bezieht sich auf: Der Mann, der nicht küsste. Roman (Broschiert)
Die Protagonistin ist über 60 und in der Gesellschaft eigentlich ein Fall für Libidoverlust. Bei ihr aber ist von davon glücklicherweise keine Spur. Sie gönnt sich Tantramassagen ebenso wie einen außergewöhnlichen Liebhaber: einen verheirateten, 20 Jahre jüngeren Türken. Dass da Welten aufeinander prallen, zeigt sich auch im Sex. Der Muslim verweigert alles Orale - und dazu gehört auch das Küssen, das für seine Frau vorbehalten ist. Dafür aber steht er auf Pornos und gewisse Praktiken, die der Liebhaberin anscheinend nicht nur aus Neugier gefallen. Der Stil der Autorin ist sehr angenehm, langsam und assoziativ, man liest das Buch in einem Rutsch. Selbst wenn das Ende der Love Story schon am Anfang in der Luft liegt. Die sexuelle Offenheit der Frau, der der Mann verdankt, dass er zu ihr vordringen darf, schätzt er im Grunde doch nicht. Als es zum Sex zu Dritt mit einem anderen Mann kommt, zieht er sich zurück. Ein gewisses Besitzdenken kann er wohl doch nicht lassen.
Die Protagonistin ist sehr wohltuend. Warum nicht auch einmal Ungewöhnliches riskieren? Einfach tun, was frau will. Nicht nur in diesem Sinne ist das Buch auf jeden Fall lesenswert. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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