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Der Mann mit den goldenen Ohren: Ein Italienroman
 
 
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Der Mann mit den goldenen Ohren: Ein Italienroman [Gebundene Ausgabe]

Herbert Rosendorfer
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 247 Seiten
  • Verlag: Kiepenheuer & Witsch; Auflage: 1., Auflage (27. Februar 2009)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3462040774
  • ISBN-13: 978-3462040777
  • Größe und/oder Gewicht: 21 x 13,2 x 2,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 212.787 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Herbert Rosendorfer
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Nichts nervt Romanciers mehr als die ewig gestellte Frage, ob ihre Hauptperson sie selbst widerspiegele. Natürlich steckt ein Stück ihrer eigenen Erfahrungswelt im geschaffenen Held, niemand lebt und schreibt im luftleeren Raum. Dennoch bleibt die Figur immer Fiktion, denn sonst läge kein Roman, sondern Autobiografisches vor.

Trotzdem: Bei Der Mann mit den goldenen Ohren drängen sich Parallelen zwischen Ich-Erzähler Felix Mahr und Autor Herbert Rosendorfer außerordentlich auf. Denn nicht nur wenn Protagonist Mahr bissig wie witzig über „furzdumme Mittelmajuskeln“ oder „trottelhafte Anglizismen“ herzieht, scheint der alte Meister selbst zu zetern. Da sind auch noch die Vitae – Mahr brach ein Jurastudium ab und wurde Maler, Rosendorfer studierte zunächst an der Akademie der bildenden Künste und wurde Jurist (vielen nur als Schriftsteller bekannt, arbeitete Rosendorfer lange Jahre als Richter und schreibt in seinem Roman Anmerkungen wie diese ebenso in Klammern). Auch durch die Art und Weise, wie der Titel des Buches erklärt wird, rücken der 1934 in Bozen geborene Literat und sein ähnlich alter Held eng zusammen.

Was geschieht: Felix Mahr wandert auf die italienische Insel Zompara aus. Der mäßig erfolgreiche Maler aus Bayern wird Zeuge, wie der steinreiche Arri Kasparian das verschlafene Eiland für sich entdeckt. In dessen Sog entwickelt sich Zompara zum angesagten Treffpunkt der Schicken und Neugierigen. Es entstehen große Hotels und Restaurants mit meterhohen Pfeffermühlen, in der Mondscheinbucht treffen sich die Liebenden. Als wieder Ruhe einkehrt, ist für die Zomparesen nichts mehr so, wie es vor dem Boom war.

Ob geschiedene Ehefrauen, befreundete Künstler oder lieb gewonnene Inselbewohner – wie kaum ein anderer versteht es der Autor, seine Figuren blitzschnell und pointiert zum Leuchten zu bringen. Rosendorfer erzählt in gewohnt anspruchsvoller Sprache, die vorherrschende Moden stolz ignoriert, dennoch selbst auf junge Leser nur selten manieriert wirken dürfte. Zusammen mit dem unerschöpflichen Ideenreichtum des alten Meisters reift der Roman zu einem schwungvollen literarischen Hochgenuss, wie man ihn heutzutage selten findet, verrückt und glasklar zugleich. Welch großes Glück, dass Schriftsteller Heribert Caesar Held Felix Mahr im vorliegenden Roman animiert, ihn zu verfassen!
– Herwig Slezak

Kurzbeschreibung

Ein italienisches Insel- und Liebesabenteuer um einen Großmogul auf Klein-Capri

Der neue Roman von Herbert Rosendorfer, für den Axel Munthes weltberühmtes "Buch von San Michele" Pate steht, erzählt mit viel Charme und hintersinniger Komik von einer italienischen Insel, die auf wundersame Weise und nur für kurze Zeit zum internationalen Jetset-Ziel avanciert.
Lange wurde die kleine Insel Zompara, die zwar keine Blaue Grotte, aber immerhin eine Mondscheinbucht hat, von Touristen verschont. Das ändert sich grundlegend, als der mysteriöse armenische Großmogul Kasparian beschließt, dort ein Feriendomizil zu errichten. Seine abenteuerlich futuristische Villa in den Klippen macht Zompara zum Architekturmekka. Der Mogul, dessen abstehende Ohren in der Abendsonne golden leuchten, verliebt sich in das schöne Aktmodell Caterina, sorgt für zahlreiche Inselattraktionen und damit für einen Tourismusboom, der erst nach dem plötzlichen Verschwinden Kasparians wieder nachlässt. Jahre später schildert der mäßig erfolgreiche Münchner Maler und Ich-Erzähler Felix Mahr jenen schnellen Aufstieg und Niedergang Zomparas, an dem er nicht ganz unbeteiligt war. Mahrs höchst unterhaltsame Erinnerungen an den "Fall Kasparian" sind immer auch kokette Abschweifungen, durchsetzt mit wunderbaren Anekdoten und Rückblenden auf seine vier gescheiterten Ehen und mit einem typisch Rosendorferschen Arsenal seltsamer Figuren: neben den Einheimischen vor allem deutsche Künstler wie der Beuys-Schüler Horadam, der immer eine Flasche Pilsner Urquell zur Hand hat, der aus Ravensburg stammende Großschriftsteller Heribert Caesar, der steinalt ist, die Insel aber nie mit derselben Frau besucht, ferner Thesa, die Gattin eines Honorarprofessors, und eine schwerreiche "Fra Angelico"-Dame, die ihr teures Kunstwerk immer in einem Koffer mit sich trägt.
Unterhaltsam-scharfsinnig und mit leichter Hand zeichnet Herbert Rosendorfers Roman über eine fiktive Insel auch ein liebevolles und zugleich selbstironisches Bild deutscher Italiensehnsucht.

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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Der Maler Felix Mahr erzählt...., 31. Juli 2009
Von 
S. Epperlein (Niedersachsen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Der Mann mit den goldenen Ohren: Ein Italienroman (Gebundene Ausgabe)
Felix Mahr, ein deutscher Maler, schreibt auf Wunsch seines Freundes, des Schriftstellers Heribert Caesar, einen Roman über den Aufstieg und Fall der italienischen Insel Zompara, auf der er seit über 20 Jahren lebt.

Im Haupterzählstrang berichtet Mahr, der Ich-Erzähler, über den durch legale und illegale Geschäfte reich gewordenen Armenier Kasparian, der durch sein Auftauchen und den Bau einer hochmodernen Villa einen Boom auf Zompara auslöste. Geld floss, Straßen, Hotels wurden gebaut, Touristen und Prominenten kamen und veränderten das Leben im zuvor geruhsamen Zompara nachhaltig. Aber all dies zerfiel, als Jahre später Kasparian Hals über Kopf die Insel verließ.

Diese Geschichte erzählt Mahr aber nicht gradlinig. Eingestreut findet man neben zahlreichen Anekdoten aus dem Inselleben, vor, während und nach der "Knall-Zeit", auch Berichte aus Mahrs vier Ehen, Geschichten um seine Töchter Linda und Lewina und seinen Stiefsohn Belmont.

Mahr und sein bester Freund Horadam, ein deutscher Objektkünstler, führen ein ruhiges Leben auf Zompara, treffen sich mit den Einheimischen in der Trattoria Vittoria und Ginos Bar, abseits vom Touristenboom, wenn da nicht Mahrs Beteiligung am Ende der "Knall-Zeit" wäre....

Fein geschliffen und wortgewandt mit viel (Selbst)ironie und Humor erzählt, kann man Herbert Rosendorfer verzeihen, dass der rote Faden der Geschichte ab und an verloren geht.

Die Zomparesen zeichnet er liebevoll und einfühlsam, Vittoria, ihre Tochter Amanda, Gino und seinen Sohn, Don Alfredo Difossa, Gubbo, selbst die als Hexe verschrieene Spidara.

Auch sonst bevölkern mit Horadam, Caesar, Veracci, Lankewitz, Frau Ehrtraud Kolbranz-Schüttling viele skurrile Figuren den Roman.

Fazit: eine Lektüre, die nicht nur im Urlaub zum Entspannen, Schmunzeln und Lachen einlädt, von Rosendorfer charmant erzählt.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Ein Italienroman, 20. Oktober 2009
Von 
Villette - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Der Mann mit den goldenen Ohren: Ein Italienroman (Gebundene Ausgabe)
Ich habe dieses Buch gelesen, weil Elke Heidenreich es als Buch der Woche vorgestellt hat, und zwar praktisch als absolutes Muss für all diejenigen, die gerade auf einer italienischen Piazza in der Sonne sitzen und lesen wollen. Das denke ich nicht. Dieses Buch ist keine leichte Urlaubslektüre, sondern es gehört schon etwas Durchhaltevermögen dazu, das Buch nicht nach ein paar Seiten wegzulegen. Wenn man dann aber erst einmal richtig drin ist, ist es nicht schwer, das Ende zu erreichen. Und es lohnt sich wirklich. Die Sprache ist sehr schön, mit lustigen Wortneuschöpfungen, aber so schnell drüberlesen lässt sie sich nicht. Auch die Charaktere sind sehr interessant bis absurd. Die Geschichte ist eher nebensächlich. Eigentlich spielt sie kaum eine Rolle. Deswegen dieses anfängliche Problem weiterzulesen. Diesen Roman liest man aus anderen Gründen, nämlich weil der stille und sehr kluge Humor einfach großartig ist. Manchmal musste ich laut auflachen. Die Atmosphäre ist angenehm dargestellt. In diesem Sinn passt das Buch schon auf eine Piazza. Und wie gesagt die Charaktere, allen voran der Erzähler, dessen gesamte abstruse Lebensgeschichte dem Leser nahegebracht wird, und zwar mitsamt seinen vielen Ehen, in die er immer irgendwie hineingeschlittert ist. Diese Lebensgeschichte erzählt er von seiner Fluchtstätte vor den Frauen, einer imaginären Insel Italiens, und mischt gleichzeitig die Vorkommnisse der Insel unter.
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5.0 von 5 Sternen Bella Italia, 27. August 2009
Rezension bezieht sich auf: Der Mann mit den goldenen Ohren: Ein Italienroman (Gebundene Ausgabe)
Der neue Roman "Der Mann mit den goldenen Ohren" von Herbert Rosendorfer weckt beim Leser die Sehnsucht nach Italien. Die Handlung spielt auf der fiktiven Insel Zompara, die weitab von den Touristenströmen liegt. Aus diesem Grund lässt sich der Protagonist Felix Mahr auf der Insel nieder, um ungestört malen zu können und seinen Lebensabend zu genießen. Mit der Ruhe ist es allerdings schlagartig vorbei, als der schwerreiche Kasparian mit seiner Jacht vor Zompara auftaucht und beschließt, sich dort eine luxeriöse Villa bauen zu lassen. Im Handumdrehen wird die Insel Ziel des Jet-Sets und der Schickeria, Szenelokale und Boutiquen schießen aus dem Boden. Erst als Kasparian aus enttäuschter Liebe wieder die Insel verlässt, verzieht sich auch das Promigeziefer wie Rosendorfer es nennt und Ruhe kehrt wieder ein. Nicht alle Inselbewohner können sich mit dem plötzlichen Niedergang Zomparas abfinden. Nur Felix Mahr, der daran nicht ganz unbeteiligt war und sein Freund, der Beuys-Schüler Horadam genießen wieder die Stille. Der "Fall Kasparian" wird von Mahr auf höchst unterhaltsame Weise, gespickt mit köstlichen Anekdoten und Rückblenden auf seine vier gescheiterten Ehen, erzählt. Neben Mahr lässt Rosendorfer noch weitere exzentrische Figuren auftreten, so z. B. den Schriftsteller Heribert Caesar, der obwohl steinalt, die Insel jedes Jahr mit einer anderen Frau besucht, die entweder reich oder blaublütig sein muss.

Herbert Rosendorfer ist es gelungen, mit leichter Hand einen charmanten Italienroman zu schreiben, der ein liebevolles aber auch selbstironisches Bild auf unsere Italiensehnsucht wirft. Die ideale Reiselektüre oder um sich einfach ein paar Stunden auf intelligente Art und Weise unterhalten zu lassen.
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