Produktinformation
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Vor etwa vierzig Jahren machte ich eine lange Fußwanderung auf den von Touristen nicht beachteten Höhen der Alpen, die gegen die Provence sich hinabsenken.
Ich durchstreifte das Hochland, wo es am breitesten war, und nach drei Tagen befand ich mich in einer unvergleichlichen Wüstenei. Ich kampierte neben einem verlassenen Dorf. Ich hatte seit dem Vorabend kein Wasser mehr gehabt, und so mußte ich welches finden. Die wie ein Wespennest dicht gedrängten Häuser, obzwar zerfallen, brachten mich auf den Gedanken, daß es hier einstmals eine Quelle oder einen Brunnen gehabt haben müsse. Es hatte auch eine Quelle, aber sie war vertrocknet. Die fünf, sechs Häuser ohne Dächer, von Wind und Wetter zerstört, die kleine Kapelle mit eingestürztem Türmchen waren angeordnet wie in den lebendigen Dörfern; aber alles Leben war daraus entwichen.
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Zeitlos schön,
Von Heiko Bolick (Olten, Schweiz) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Der Mann mit den Bäumen (Taschenbuch)
Es ist viel Jahre her, seit ich das schmale, eichenblattgrüne Bändchen in einer Buchhandlung gekauft und nach der Lektüre mit Befremden aus der Hand gelegt habe. Was soll schon besonderes sein an einem Mann, der sein ganzes Leben in einer Einöde Bäume pflanzt? - Kürzlich begegnete mir das kleine Werk in einem Antiquariat wieder und ich kam nicht umhin, es zu erwerben, auch weil ich das andere bei einer Räumungsaktion schon lange aus der Hand gegeben hatte. Welch ein Genuss, die dreissig Seiten nun zu lesen! Der 1970 gestorbene Autor, ein überzeugter Pazifist, zurückgezogen in der Provence lebend, entfaltet auf den wenigen Seiten das stille Portrait eines wortkargen Schäfers, der die deprimierende Einöde sein ganzes Leben lang, voller Hoffnung und in stillem Glück, mit Bäumen bepflanzt, so dass sich am Ende wieder Menschen ansiedeln konnten, die, unwissend über das Wunder des "natürlich" gewachsenen Waldes staunten. - Interessant ist das Nachwort des Übersetzers, der den Autor kurz vor dem Tod besuchen wollte, stattdessen aber einen Brief erhielt, der ihm erklärte, dass die Zeit den realen Ort in der Geschichte arg verändert hatte. Schiessplätze und Ölreservoirs, nur noch Reste des Waldes, den der Schäfer angelegt hatte. Sein Rat: "Seien Sie zufrieden mit dem Text und dem Geist der Sache. Er hat sein Genügen in sich."
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Sollte man unbedingt lesen....,
Rezension bezieht sich auf: Der Mann mit den Bäumen (Taschenbuch)
Vor mehreren Jahren kam die Verfilmung dieses Buches auf einem der dritten Programme. Das war schon wunderschön. Die gezeichneten Bilder paßten sehr gut zum Erzähler.Das Buch selbst ist einfach geschrieben und gerade deshalb unübertroffen. Ein Buch das man immer mal wieder hervorholt um darin zu lesen. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Ein Buch zum Verschenken,
Von Frauenheim, Lars "Leser" (Schwarzwald) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Der Mann mit den Bäumen (Taschenbuch)
Meiner Meinung nach eines der schönsten Bücher die je geschrieben wurden. Ich habe es mir zur Regel gemacht jedes Exemplar nur einmal zu lesen und dann weiterzuverschenken. Die Geschichte ist schnell zusammengefasst, ein Mann pflanzt einen Wald, fertig, aber die Schöpfungskraft durch diese einfache tat ist selbst in diesem kleinen Roman zu spüren. Meine Bewertung: MUSS GELESEN WERDEN! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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