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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
12 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Leben und Sterben in L.A.,
Von
Rezension bezieht sich auf: Der Mann mit der Ledertasche (Taschenbuch)
Hank Chinaski arbeitet als Postbote in den Suburbs von L.A..Als Aushilfsbriefträger wird er für die härtesten Touren der Stadt eingeteilt. Von den Villenvierteln kann er nur träumen. Es ist das "schnellste" Buch der amerikanischen Gegenwartsliteratur. Hier zieht " Billy the Kid " gegen den Rest der United States Autoren. Es ist ein berührendes Buch des Deutschamerikaners und zeichnet sein Berufsleben bei der US Post, die Tristesse der Vororte der Millionenstadt und den leichten Geschmack der Budweiser 6 Packs in den 60ern. Wenn Hank, der Titelheld, gegen 4 Uhr am Morgen in seine Dienststelle torkelt, dann ist sein Auftreten eine frühe Persiflage auf den heute praktizierten Wirtschaftsliberalismus und seine menschenverschlingende Gleichgültigkeit. Bukowski setzt einen Charakter, einen Menschen, ein Individuum ins Bild, gegen die Namenslosigkeit, gegen die Austauschbarkeit von Menschen. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Poetry Slam mit Rückporto,
Von
Rezension bezieht sich auf: Der Mann mit der Ledertasche (Taschenbuch)
Charles Bukowskis Jahre bei der Amerikanischen Bundespost. Ich kann mich noch gut an die Anfänge erinnern. Buk, das war Schmutz und Pornografie, jedenfalls im Volksmund. Heute stellen die Naserümpfer von damals Bukowskis Werk als große Kunst hin. Recht haben sie, aber warum erkannten sie das nicht früher? Der Mann mit der Ledertasche zeigt auf eindrucksvolle Weise, wie das große, prüde Amerika ganz tief im Inneren tickt. Bukowski fühlt den Puls der Zeit nicht am Handgelenk, sondern da, wo er besonders heftig schlägt; im Kopf und in der Hose. Seine abenteuerlichen Ausfahrten mit dem Postauto und die Bekanntschaften im Kreis der Postkunden und Postmitarbeiter haben schon fast etwas wallfahrtartiges an sich. Und dann ist da noch immer die Sprache. Während Heerscharen von Literaten mit schwülstigen Wortgebilden versuchen ein kleines Licht im Kopf des Lesers anzuzünden, rotzt Bukowski ein paar Worte aufs Papier, die einen Steppenbrand im Schädel des Lesers auslösen. Da ist Buk noch immer einzigartig. In einer Sprache, die jeder versteht, teilt er uns seine Sorgen und Ängste mit. Teilweise urkomisch, dann wieder makaber und beängstigend. Der Mann mit der Ledertasche ist gnadenlos gute Undergroundliteratur der Ersten Stunde. Ein Buch, das mit Sicherheit immer wieder zu Dir zurückkehrt.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Der Erstling,
Von
Rezension bezieht sich auf: Der Mann mit der Ledertasche (Taschenbuch)
Bukowksis erster Roman und auch mit Sicherheit einer der besten. Die Handlung ist rasch erzählt: Der nicht immer unsympathische Taugenichts Hank Chinaski, Bukowsis mehr oder weniger autobiographisches Synonym, arbeitet entweder bei der Post oder in irgendwelchen Gelegenheitsjobs und besticht dabei immer wieder durch Faul-, Trunkenheit und/oder sein miserables Benehmen. Am Ende kündigt er und schreibt diesen Roman. Weitere Handlungsbeigaben sind typisch für Bukoswki diverse Frauengeschichten sowie seine ausgeprägte Vorliebe für Sinfonien und Pferederennen. Wenngleich auch die letzten beide Elemente m.E. hier noch nicht ganz so stark herauskommen, wie in späteren Werken.Das Werk ist mit Sicherheit um einiges biographischer als 'Faktotum', schließlich hat Bukowski selber lange für die Post gearbeitet. Was die Sprache bzw. die Übersetzung anbelangt sie liest sich sehr flüssig, glaubhaft und passt sich an Bukowskis Ansichten und Denkweisen an. Das Werk ist mit Sicherheit teilweise vulgär, zeigt aber auch glänzende ironisch-satirische Einwürfe, ab und an Mal schiebt Bukowski auch traurige Episoden ein. Bukowski hat stellenweise extrem Krankes und zum Teil auch eher Langweiliges geschrieben, dieses Werk gehört zu keiner der beiden Gruppen. Seine Werke und Ansichten polarisieren und können nicht jedem gefallen. Aber: Wer schon immer mal Bukoskwi lesen wollte, kann hier oder alternativ bei "Faktotum" bedenkenlos zuschlagen. Leser, die schon andere Werke angewidert weglegten, dürften hier auch nicht glücklich werden. Fans von Buk kennen das kurzweilige Buch ja i.d.R. schon. P.S. Ausnahmsweise nicht von Carl Weissner übersetzt. Trotzdem erste Sahne! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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