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Ein Mann eine Frau
 
 
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Ein Mann eine Frau [Gebundene Ausgabe]

Véronique Olmi , Claudia Steinitz
3.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Schon Marlon Brando selig wollte in dem leeren Pariser Appartment, in dem er mit Maria Schneider den letzten Tango aufs Parkett legte, alles, nur keine Namen. Kein Kennenlernritual, weder Lebensläufe noch irgendeinen lästigen Datenaustausch. Sex stand auf der Agenda, roh, ohne Konventionen, die Zärtlichkeit, Vertrautheit und Vorspiel verordnen. Vorbei, die Zeit der Sittsamkeit. Vielleicht stand der namenlosen Mittvierzigerin ebenjener Filmklassiker vor Augen, als sie sich im Jardin du Luxembourg entschließt, mit dem ebenso namenlosen Fastfremden ins Hotel zu gehen. Seit einem halben Jahr niemanden mehr im Bett gehabt, der eigene Ehemann gemütskrank. Erotische Endzeitstimmung!

Was tun, wenn es einen einzigen Nachmittag lang nur um Sex geht? Sich pornografisch austoben? Selbstredend verbietet sich dies bei einer feinnervigen Autorin wie Madame Olmi. Andeutungen, ja! Es darf auch schon mal feuchter und durchbluteter werden, aber Literatur solls, bitteschön, bleiben. Also wird doch wieder geredet. Wenn schon nicht mit dem klobigen, schweigsamen Bekannten aus früheren Tagen, der mit behaarter Breitbrust seiner Tätigkeit über ihr ruhig und gemessen nachgeht, dann eben mit sich selbst. Nach schamhaftem Beginn -- das Alter ist an beiden nicht spurlos vorübergegangen -- gewinnt die Frau langsam ihre Sicherheit zurück. Und wie! Eine Suada heftigster Innigkeitssprache beginnt aus ihr zu strömen.

Penis oder Schwanz? Die Unsicherheit in der Benennung verrät das Dilemma der Autorin. Sex als Befreiungsschlag vor Toresschluss, ein letztes, heißes Toben in einer ernüchternd frostigen Welt. Das eigentliche Thema. Aber die gebildete und kultivierte Véronique Olmi bewahrt Haltung. Lässt sich lediglich literarisch hinfortreißen vom Überschäumen allerfeinster Empfindungen, einem Zucken der Wimpern, Grübchen und Härchen. Je nach Erregungsgrad regnen ihre Satzkaskaden ohne Punkt und Komma die Seiten nur so herab. Was entsteht, ist erotische Literatur. Und die ist spätestens, seit man zwischen Buchdeckeln höchstens lustvoll aufseufzen durfte, bevor sich der Gazeschleier des Himmelbettes über die Liebenden senkte, megaout. Heute besetzen junge Frauen vom Schlage einer Helen Walsh und ihrer Millie das Feld. Offen, derb, unverbrämt deutlich. Vielleicht der wahrhaftigere Weg. Immerhin scheint der Sex mit dem Fremden gut gewesen zu sein. Mehr konnte man von den Beteiligten leider nicht erfahren. --Ravi Unger

Kurzbeschreibung

Er hat sie früher schon begehrt, und sie hat es wahrgenommen. Deshalb hat sie ihn angerufen, obwohl sie sich kaum kennen. Sie und er: beide nicht mehr jung, nicht perfekt, ein wenig misstrauisch. Ohne viele Worte gehen sie in ein nahes Hotel. Was nicht mehr sein soll als Sex, wird zu einem Grenzgang, einer Befreiung. Véronique Olmi hat einen erotischen Roman geschrieben, der mit einer verstörend präzisen Mischung von Härte und Sensibilität selbst eine literarische Grenze auslotet.

Klappentext

"Völlig klischeefrei erzählt Olmi von den Hemmungen und der kraftvollen Wirkung einer einmaligen erotischen Begegnung."
Glamour

"Bücher, die so lebenswahr, so weise sind, in denen sich Liebende mit 'trunkener Langsamkeit' nähern, in denen Liebende einander noch erkennen, muss man lieben."
Literarische Welt

"Es sind die kleinen Gesten, in denen die Gefahr lauert und die Véronique Olmi meisterhaft in Szene setzt, um deutlich zu machen, welche Klippen ein Paar überwinden muss, das zur Sache kommen will, ohne miteinander vertraut zu sein."
Süddeutsche Zeitung -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Über den Autor

Véronique Olmi wurde 1962 in Nizza geboren und lebt heute mit ihren zwei Kindern in Paris. In Frankreich wurde sie, als eine der bekanntesten Dramatikerinnen des Landes, für ihre Arbeit mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. Seit 1990 hat die ausgebildete Schauspielerin zwölf Theaterstücke verfasst, am Anfang stand sie bei deren Aufführung auch selbst auf der Bühne und/oder führte Regie. Ihre Theaterstücke wurden in viele Sprachen übersetzt, einige Stücke liegen auch in deutscher Übersetzung vor (bei Suhrkamp) und wurden und werden in Deutschland, Österreich und der Schweiz aufgeführt.Claudia Steinitz, geboren 1961, lebt in Berlin und übersetzte aus dem Französischen und Italienischen u. a. Gabriele D'Annunzio, Henri-Frederic Blanc, Gerald Messadie und Jean-Christophe Rufin.
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