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Ein Mann eine Frau
 
 
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Ein Mann eine Frau [Taschenbuch]

Véronique Olmi , Claudia Steinitz
3.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 112 Seiten
  • Verlag: btb TB (4. Februar 2008)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3442736773
  • ISBN-13: 978-3442736775
  • Originaltitel: La pluie ne change rein au désir
  • Größe und/oder Gewicht: 18,6 x 11,8 x 1,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 480.039 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Véronique Olmi
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Schon Marlon Brando selig wollte in dem leeren Pariser Appartment, in dem er mit Maria Schneider den letzten Tango aufs Parkett legte, alles, nur keine Namen. Kein Kennenlernritual, weder Lebensläufe noch irgendeinen lästigen Datenaustausch. Sex stand auf der Agenda, roh, ohne Konventionen, die Zärtlichkeit, Vertrautheit und Vorspiel verordnen. Vorbei, die Zeit der Sittsamkeit. Vielleicht stand der namenlosen Mittvierzigerin ebenjener Filmklassiker vor Augen, als sie sich im Jardin du Luxembourg entschließt, mit dem ebenso namenlosen Fastfremden ins Hotel zu gehen. Seit einem halben Jahr niemanden mehr im Bett gehabt, der eigene Ehemann gemütskrank. Erotische Endzeitstimmung!

Was tun, wenn es einen einzigen Nachmittag lang nur um Sex geht? Sich pornografisch austoben? Selbstredend verbietet sich dies bei einer feinnervigen Autorin wie Madame Olmi. Andeutungen, ja! Es darf auch schon mal feuchter und durchbluteter werden, aber Literatur solls, bitteschön, bleiben. Also wird doch wieder geredet. Wenn schon nicht mit dem klobigen, schweigsamen Bekannten aus früheren Tagen, der mit behaarter Breitbrust seiner Tätigkeit über ihr ruhig und gemessen nachgeht, dann eben mit sich selbst. Nach schamhaftem Beginn -- das Alter ist an beiden nicht spurlos vorübergegangen -- gewinnt die Frau langsam ihre Sicherheit zurück. Und wie! Eine Suada heftigster Innigkeitssprache beginnt aus ihr zu strömen.

Penis oder Schwanz? Die Unsicherheit in der Benennung verrät das Dilemma der Autorin. Sex als Befreiungsschlag vor Toresschluss, ein letztes, heißes Toben in einer ernüchternd frostigen Welt. Das eigentliche Thema. Aber die gebildete und kultivierte Véronique Olmi bewahrt Haltung. Lässt sich lediglich literarisch hinfortreißen vom Überschäumen allerfeinster Empfindungen, einem Zucken der Wimpern, Grübchen und Härchen. Je nach Erregungsgrad regnen ihre Satzkaskaden ohne Punkt und Komma die Seiten nur so herab. Was entsteht, ist erotische Literatur. Und die ist spätestens, seit man zwischen Buchdeckeln höchstens lustvoll aufseufzen durfte, bevor sich der Gazeschleier des Himmelbettes über die Liebenden senkte, megaout. Heute besetzen junge Frauen vom Schlage einer Helen Walsh und ihrer Millie das Feld. Offen, derb, unverbrämt deutlich. Vielleicht der wahrhaftigere Weg. Immerhin scheint der Sex mit dem Fremden gut gewesen zu sein. Mehr konnte man von den Beteiligten leider nicht erfahren. --Ravi Unger -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundene Ausgabe .

Pressestimmen

„Véronique Olmi balanciert geschickt auf dem schmalen Grat zwischen Erotik und Pornografie.“ (Deutschlandfunk )

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Winfried Stanzick HALL OF FAME REZENSENT TOP 10 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Wenn Veronique Olmi einen neuen Roman veröffentlicht, dann sind nach den vier Vorgängerbüchern die Erwartungen der Leserschaft hoch. Auch mit ihrem neuen, fünften Buch "Ein Mann, eine Frau" enttäuscht sie diese Erwartungen nicht.

Das Buch schildert die Begegnung einer Frau und eines Mannes. Einen Nachmittag lang berühren und lieben sie sich, dann gehen sie wieder auseinander, und das Leben der Frau ist danach für immer verändert.

Von ihr erfahren wir, dass sie etwa vierzig Jahre alt ist, verheiratet war mit einem Mann und zwei Kinder hat. Als sie vor Jahren ihrem Mann ihren Trennungswunsch offenbart, flüchtet der sich in eine Psychose. Sie steht die Zeit bis zur Scheidung mit diesem zum Monster mutierten Mann durch. Doch sie verliert an Leib und Seele. Wir erfahren, dass sie viel Gewicht in den letzten Monaten verloren hat und vieles deutet darauf hin, dass sie an Leukämie leidet.

Er - auch der Mann bleibt ohne Namen - hat sie seit fünf Jahren nicht mehr gesehen, sie aber schon früher bei flüchtigen Begegnungen in der Öffentlichkeit begehrt, was sie damals immer gespürt hat.

Nun hat er sie angerufen, sie hat ein Treffen vorgeschlagen und er hat zugestimmt. Wie Veronique Olmi diese Begegnung im Jardin du Luxembourg und später in einem Hotel schildert, immer aus Sicht der Frau, wie sie deren Gedanken und Gefühle beschreibt bei jeder weiteren Annäherung, das ist höchste Kunst, sensibel-erotische Literatur vom Besten.

Sie erleben Stunden allerhöchster Spannung und Lust, sie loten Grenzen aus und überschreiten sie. Und dabei werden sie beide zu unverwechselbaren Individuen. Und die Frau fühlt sich zum ersten Mal seit langer Zeit wieder wie sie selbst, öffnet sich und erzählt dem Mann nach atemberaubenden Liebesstunden, die beide an den Rand des Wahnsinns gebracht haben, ihre Geschichte.

Und er hört zu, endlich hört ihr jemand zu, er streichelt sie und er gibt ihr mit seinem ganzen Verhalten, seinen Gesten und auch seinem Körper ihre Würde, ihr Frausein, ihr Leben zurück.

Die drückende Schuld unter der sie gelitten hat, die sie vielleicht auch sterbenskrank werden ließ, löst sich auf:

"Sie würde leben.

Diese Zeit leben.

Die Zeit der Vergebung."

Ein wunderbares Buch, das mich tief berührt hat durch seine Ehrlichkeit und Menschlichkeit.
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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von :-)
Format:Gebundene Ausgabe
Dies ist Veronique Olmis fünfter Roman; der Inhalt lässt sich folgendermaßen knapp zusammenfassen: Eine beziehungsgeschädigte Frau um die Vierzig findet durch das sexuelle Begehren eines Mannes in ihr Leben zurück.

Das liest sich manchmal nahe am Kitsch, manchmal pathetisch, aber irgendwie auch überzeugend. Als Leser ist man stellenweise peinlich berührt, das sexuelle Vokabular ist manchmal ziemlich drastisch. Man wohnt einer seltsamen Form der Intimität bei - und das macht das Buch, das im Stil des "nouveau Romans" auf eine Erzählfigur verzichtet und sich direkt ins Innenleben der zwei Hauptpersonen begibt, lesenswert.
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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ich-lese
Format:Gebundene Ausgabe
Das Buch zieht einen magisch in seinen Bann. Immer tiefer taucht man in die Leidenschaft und Nähe der zwei Hauptdarsteller ein. Auch der Schreibstiel von Veronique Olmi passt sich dem an - immer schneller, ohne Punkt und Komma. Gierig nach mehr. Man lässt sich in dem Strudel der Gefühle, des Begehrens mitreißen, spürt die intime Erotik, die die Geschichte ausstrahlt.
Ein Buch der Extraklasse, wahnsinnig schön, sehr tief, genau lang genug, um nicht langweilig zu werden. Ein kleines Meisterwerk.
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