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Der Mann, der die Wörter liebte
 
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Der Mann, der die Wörter liebte (Taschenbuch)

von Simon Winchester (Autor)
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (10 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Taschenbuch
  • Verlag: btb Verlag (2000)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3442726433
  • ISBN-13: 978-3442726431
  • Größe und/oder Gewicht: 18,7 x 12,1 x 2,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (10 Kundenrezensionen)
  • Amazon.de Verkaufsrang: Nr. 428.775 in Bücher (Die Bestseller Bücher)

Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Im Jahre 1857 wurde ein ungewöhnliches Projekt in London initiiert. Die englische Sprache sollte in ihrer ganzen Vielfalt in einem Wörterbuch festgeschrieben werden. Erst 70 Jahre später war das vollendet, was wir heute als The New Oxford Dictionary of English kennen.

Der Mann, der diese Inventur der englischen Sprache in die Hand nahm, war Dr. James Murray, der stets vom Wissensdurst getrieben wurde, fasziniert war von Wörtern und den verschiedensten Sprachen. Mit Flugblättern suchte Murray freiwillige Helfer, die die englische Literatur nach Wörter durchforsten sollten. Einer tritt bei dieser Arbeit hervor: William Minor. Per Post versorgt er Murray mit unzähligen Wörtern.

Minor bleibt anonym, bis Murray die Wahrheit über seinen Helfer erfährt. Minor sitzt in einer Straf- und Irrenanstalt, getrieben von Paranoia und Verfolgungswahn hatte er einen Mann erschossen. Und so unterschiedlich die beiden Männer auch sind verbindet sie doch eines: die große Liebe zu der Welt der Worte. Zwischen den beiden entsteht eine Freundschaft, die bis zu ihrem Lebensende bestehen bleibt.

Es ist erstaunlich, mit welch großem Wissen Simon Winchester den Weg der Entstehung des The New Oxford Dictionary of English zeichnet, den Leser durch Spannung, Tragik und leider Komik unterhält und ihm dabei auch einen Einblick in die englische Seele und die Tradition dieses Volkes gewährt. Ist für uns der Gebrauch eines Wörterbuches selbstverständlich, so kann man ob der exakten Beschreibungen der damaligen Arbeitsweise nur ehrfürchtig staunen. Simon Winchester ist es nicht nur gelungen, ein menschliches Bild der beiden Protagonisten zu zeichnen, wodurch das Buch nie langweilig oder steril ist, sondern es glückte ihm auch, eine bunte Welt der Wörter darzustellen.

Der Mann, der die Wörter liebte ist nicht nur ein Sachbuch, nicht nur eine Biographie zweier ungewöhnlicher Männer und nicht nur ein Historienroman über das viktorianische England -- es ist eine Klasse für sich. --Susanne Sohlau -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.



Pressestimmen

Winchesters Buch bietet viel: einen Überblick über die Entwicklung der englischen Sprache, einen Einblick in die psychiatrischen Anstalten des viktorianischen England, die Schilderung einer außergewöhnlichen intellektuellen Freundschaft zweier Männer. Leider gibt es keinen passenden englischen Ausdruck für das, was er geschaffen hat, so müssen wir uns mit "tour de force" begnügen. (The Times)

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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Mehr als ein Lexikon, 2. Oktober 2005
Von marielan - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 100 REVIEWER)   
Im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts wurde in England ein gigantisches Projekt begonnen: Ein Wörterbuch, das neben der Definition der einzelnen Worte auch die wichtigsten Beispiele für seinen Gebrauch in der Literatur enthält. Tausende von freiwilligen Mitarbeitern durchforsteten Bücher, notierten Zitate und schickten sie nach Oxford, wo die Leitung der redaktionellen Arbeit in den Händen von James Murray lag; einer seiner fleißigsten Mitarbeiter war Dr. William Minor, ein Mörder, der im Irrenhaus saß.
Staunend steht man heute vor der Tatsache, dass ein Projekt wie das OED damals tatsächlich gelingen konnte. Tausende von Büchern mussten gesichtet werden; auf Zetteln wurden Zitate notiert, und jedes Zitat wurde anschließend redaktionell geprüft. Eine Sisiphus-Arbeit, für die man Enthusiasmus und Liebe brauchte.
Dieses Buch beleuchtet zwei dieser Männer. Dass es sich nicht um einen spannenden Thriller handelt, ist einleuchtend, aber der Autor hat es verstanden, das Leben der beiden Männer auf eine ansprechende, interessante Art in den Blick zu rücken. Weil es sich bei Minor um einen Schizophrenen handelt, der in einem Anfall von Verfolgungswahn einen Menschen getötet hatte, rankten sich nach dessen Tod etliche Geschichten und Legenden um die Person. Der Autor bemüht sich in seinem Buch, die wahren Geschichten herauszufiltern und sich zu den weißen Flecken zu bekennen.
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen nicht nur für freaks, auch etwas für Neugierige, 13. August 2004
Wer sich, wenn auch nur ansatzweise, für Sprachwissenschaften, hier insbesondere für Englisch, interessiert, oder/ und sich schon mehr als einmal gefragt hat, wie wohl ein Lexikon entsteht (und das alles in Zeiten ohne Computer), liegt mit der Lektüre dieses Buches goldrichtig.
Geschildert wird die Entstehung des „Oxford English Dictionary", in Verbindung mit der Lebensgeschichte eines seiner besessensten Mitarbeiter, eines schizophrenen Mörders.
Trotzdem sollte man nicht einen Krimi oder Thriller erwarten, denn im Vordergrund steht wirklich in erster Linie die Beschreibung der Methode der Kodifikation und Erklärung des englischen Wortschatzes, von den Anfängen bis zur Fertigstellung der 1. Ausgabe.
Das ganze wird jedoch auf eine „lesbare", lebendige Art und Weise erzählt, zusätzlich mit den Lebensbeschreibungen der Beteiligten verbunden, so dass auch weniger versierte Leser auf dem Gebiet der Lexikographie (zu denen auch ich mich zähle) daran Gefallen finden und das Buch zu Ende lesen werden.
Fazit: ein Sachbuch in Romanform, das Einblicke in ein sehr spezielles Sachgebiet eröffnet, von dem die meisten nicht sehr viel wissen, was sich aber damit ändern wird.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Faszinierende Synthese von Krimi, Biographie und Sachbuch, 15. Januar 2000
Von Ein Kunde
Dieses faszinierende Buch beginnt wie ein Krimi: Ein Mann wird im viktorianischen London mitten auf der Straße überraschend erschossen. Es folgen Teile, die eher einem biographischen Roman ähneln, in denen die Geschichte zweier Männer detailliert geschildert wird. "Krimi" und "Biographie" haben für sich alleine nicht viel miteinander gemeinsam. Bis hin zu dem Punkt, an dem die Biographien der beiden Männer mit der Entstehung des großen Oxford English Dictionary in Berührung treten. Sie sind einander fremd und haben doch ein großes gemeinsames Ziel. Zwischen den Abschnitten, die sich mit der Geschichte dieser Menschen beschäftigen, finden sich in regelmäßigen Abständen rein sachliche Abschnitte, die sich genauer, schon fast wissenschaftlich mit Entstehung und Aufbau des Oxford English Dictionary beschäftigen.

Simon Winchester vollbringt die hervorragende Leistung, solch unterschiedliche Einzelteile zu einem großartigen Gesamtwerk zu verbinden. Anfangs habe ich nicht glauben wollen, daß ein Buch, was fast ein Sachbuch ist, sich so gut lesen läßt und vor allem so spannend ist. Besonders reizvoll ist die Lektüre, wenn man gute Englischkenntnisse hat, denn es wird viel über die Entwicklung von einzelnen Wörtern geschrieben, außerdem sind immer wieder Abschnitte aus dem OED zu finden.

Ein Muß für alle die, die nicht nur gerne lesen, sondern die Sprache an sich schätzen. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)

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