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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Sehr spannend, russisch-deutsches Milieu,
Rezension bezieht sich auf: Der Mann aus Grosny: Seine Spur fürt nach Berlin (Taschenbuch)
„Der Mann aus Grosny" ist ein sehr spannender Roman im russisch-deutschen Milieu. Die Hauptfigur, der Russe Igor Rassow, kämpft um die Zukunft seines Landes und um die deutsch-russische Freundschaft. Anders als seine Freunde kämpft er nicht mit friedlichen Mitteln, sondern plant ein Attentat auf den Außenminister Joschka Fischer. Der Roman ist spannend, weil man Igor bei der Planung seines Attentates begleitet, wobei er bei null anfängt, weil er fast ganz alleine versuchen muss, an seine Zielperson heranzukommen. Außerdem wohnt er bei Freunden, die von seinem Vorhaben nichts wissen sollen, weil er natürlich befürchten muß, dann aufzufliegen.Außergewöhnlich an diesem Buch ist außerdem, dass es Eurasien als Kontinent thematisiert und aufzeigt, wie Rußland, Europa und der Rest Eurasiens gemeinsam der Weltmacht USA Konkurrenz machen könnten. Wenn zum Beispiel Igor und sein einflussreicher Freund der Poßtanowschtschik über die Zukunft Eurasiens diskutieren, steckt einen deren Begeisterung für den deutsch-russischen Weg an, auch wenn man sich sonst nicht wirklich für Politik interessiert. Aus dem fremdbestimmten und vielerorts von Krieg und Feindschaft zerrütteten Kontinent soll ein in kultureller Vielfalt erblühender, weltpolitischer Aktuer erwachsen. Dafür kämpfen beide, mit unterschiedlichen Mitteln. Igors Alleingang in Deutschland ist von glücklichen Zufällen, herben Rückschlägen und von schlechtem Gewissen geprägt, denn die Schwester seines Freundes, bei dem er wohnt, hat sich in ihn verliebt. Natürlich will er sie und seinen Freund nicht enttäuschen und auch nicht in Gefahr bringen. Außerdem macht ihm natürlich auch sein Plan, einen Mensch zu töten, Gewissensbisse und er kämpft damit, sich niemandem anvertrauen zu können. Aber er ist trotzdem von seiner Sache überzeugt und schafft es schließlich sogar sich dem Außenminister mit der Waffe in der Hand bis auf wenige Meter zu nähern... Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Atemlose Spannung: Putin als Romanheld,
Von Nikole Tauber (Frankfurt/Main) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Der Mann aus Grosny: Seine Spur fürt nach Berlin (Taschenbuch)
Er ist in diesem Herbst 2007 noch amtierender Präsient Russlands: Wladimir Putin. Und nun habe ich ihn in diesem Polit-Thriller aus dem Jahr 2002 als Romanhelden entdeckt: "Postanowschtschik verfolgte die Fernsehübertragung eher beiläufig...Er hatte das Programm des Deutschen Fernsehens eingestellt. Es brachte einen Bericht aus Berlin...Die Bilder zeigten eine Reportage von der offiziellen Feier, die zur Wiedervereinigung...abgehalten wurde.Man schrieb den 3. Oktober 1990. Es war gegen Mittag." Kurz darauf erschüttert ein Bombenattentat den "Smolny", Sitz der St. Petersburger Stadtverwaltung.Postanowschtschik ist in diesem Thriller der Name für Wladimir Putin. Auf Deutsch heißt das etwa Regisseur. Putin ist damals in St. Petersburg bereits ein mächtiger Mann. Sein Freund Igor Rassow ist glühender Verfechter einer engen Bindung zwischen Moskau und Berlin, wie sie Jahre später unter Kanzler Schröder und Kreml-Chef Putin ja auch wirksam wurde - Achse Berlin-Moskau. In Außenminister Fischer, der damals von russischen Zeitungen als Totengräber der deutsch-russischen Beziehungen bezeichnet wurde, sieht Rassow den Feind, den er glaubt beseitigen zu müssen. Wie der ehemalige Tschetschenienkämpfer nach Deutschland gelangt und es fast bis auf Tuchfühlung zu seinem Ziel schafft, wie Putin, der inzwischen im Kreml sitzt, in letzter Sekunde über seinen Gheimdienst das Schlimmste verhindert und wie der BKA-Kommissarin Iph Merck zusammen mit dem Russen Nikitsch Bohun schließlich Aufklärung gelingt - das ist so spannend, dass ich das Buch in einem Zug verschlungen habe. Viele Ereignisse von Putins Abgang als KGB-Mann in Dresden bis zu seinem Aufstieg in Moskau und das Deutschland der Wendezeit werden wieder lebendig. Die Schlussszene spielt in Helmut Kohls Lieblingslokal in Bonn. Der dicke Buddha sitzt beim Essen. Im Hintergrund tagen die Grünen. Rassow ist eigentlich am Ziel - Wäre da nicht die schützende Hand des russischen Geheimdienstes. Atemberaubend - und hochaktuell, auch wenn Fischer inzwischen Prof. in den USA ist, Putin bald russischer Ministerpräsident und Parteichef, Schröder Berater von Gasprom - und Rassow? Wo er inzwischen spielt, ist streng geheim. - Ich bin begeistert. PS: Ungewöhnlich, aber sehr reizvoll: Das Buch hat ein ausführliches Personenregister, von Albright Madeleine bis Zemin Jiang und enthält Textkästen zu den damaligen weltpolitischen Ereignissen. Hausmann-Tauber Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
0 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
1.0 von 5 Sternen
eine Enttäuschung,
Rezension bezieht sich auf: Der Mann aus Grosny: Seine Spur fürt nach Berlin (Taschenbuch)
Das Buch ist in jeder Hinsicht eine Enttäuschung.Wer gerne einen spannenden Thriller liest, muss sich ein anderes Buch suchen. Der Autor vermag es nicht Spannung aufzubauen. Die Handlung ist sehr einfach und naiv gestrickt, die Charaktere bleiben oberflächlich, die Erzählweise ist langatmig. Politisch und geschichtlich interessierte Menschen werden ebenfalls enttäuscht. Der Autor versucht in vielen Dialogen oder Selbstgesprächen der Protagonisten, politische 'Analysen' der weltpolitischen Vorgänge der letzten Jahre zu vermitteln. (Offenbar sollen hier vor allem die krausen politischen Ansichten des Autors rüberkommen). Dies passiert auf eine geradezu beleidigende naive Weise, wie ich es eigentlich nur von Stammtischen her kenne. Komplexe historische und politische Zusammenhänge werden extrem vereinfacht behandelt, dass es mich sogar abstieß, wenn der Autor zufälligerweise in einzelner Punkten mit meinen eigenen Ansichten übereinstimmte. Und schließlich frage ich mich, warum das Buch - 'allen Eurasiern' gewidmet ' unter anderem mit einem Zitat eines (nicht namentlich erwähnten) 'deutschen Politikers, 1945 durch Suizid aus dem Leben geschieden, am Ende seiner Macht und Kraft' eröffnet wird. In einer Reihe mit (nun doch namentlich genannt) Konfuzius und Brezinski. Alles in allem hinterlässt das Buch einen ziemlich üblen Nachgeschmack. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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