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Der Mann, der den Zügen nachsah. SZ-Bibliothek Band 24
 
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Der Mann, der den Zügen nachsah. SZ-Bibliothek Band 24 [Gebundene Ausgabe]

Georges Simenon , Linde Birk
4.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (15 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 223 Seiten
  • Verlag: Süddeutsche Zeitung / Bibliothek; Auflage: 1 (28. August 2004)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3937793232
  • ISBN-13: 978-3937793238
  • Größe und/oder Gewicht: 20,8 x 12,6 x 2,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (15 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 98.832 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Die Welt steht kopf: die Firma, in der der holl„ndische Familienvater Kees Popinga arbeitete, geht bankrott, und Popingas bewunderter Chef Julius de Coster verschwindet mit der Firmenkasse. Auch fr den braven Popinga fallen in diesem Moment die moralischen Schranken, er bricht aus und nimmt den n„chsten Zug via Amsterdam nach Paris. Einmal richtig leben und lieben - dafr geht Kees Popinga sogar ber Leichen.

Über den Autor

Georges Simenon, 1903-89, geb. in Lüttich, lebte ab 1957 in der Schweiz. Er gilt als einer der besten französisch-sprachigen Kriminalautoren.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
24 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Identitätssuche 29. August 2004
In Groningen wohnen nur anständige Leute. Sie haben einen Beruf, eine nette Familie und auf der Straße wird dort niemand von schamlosen Frauen angesprochen wie in Amsterdam. Ein schwarzes Schaf gibt es trotzdem in der Verwandtschaft Kees Popingas. Sein Schwager hatte einmal gut Geld verdient, hatte acht Kinder. Er verlor seinen Job, nun bettelt er. In Kees Popinga scheint sich ein ähnliches Schicksal zu wiederholen. Er ist Prokurist einer Reederei. Die Firma ist in betrügerische Machenschaften verstrickt und macht Pleite. Den Jobverlust und die hohe Hypothekschuld seiner Villa vor Augen, entschließt sich Popinga, aus der Stadt zu verschwinden und ein ganz neues Leben zu beginnen. Wenn er den Zügen nachsah, spürte er immer eine "merkwürdige Beklemmung, die vielleicht eine unbestimmte Sehnsucht verriet." Und jetzt macht er sich auf zum Bahnhof und will ein freies Leben beginnen.

Es dauert nicht lange und er wird von der Polizei gesucht, weil er eine Protituierte umgebracht haben soll. In Paris ist Kommissar Lucas hinter ihm her. Kees Popinga fühlt sich völlig missverstanden, wenn er in Zeitungen als "Lustmörder" verschrieen wird, hat er die Frau doch nur versehentlich getötet. Er schreibt sogar an die Zeitungen um sich zu rechtfertigen. "Stellen Sie sich einmal vor, in allen Zeitungen schreiben wildfremde Leute, daß Sie so und so einer seien, obwohl dies gar nicht stimmt..."

Georges Simenons Roman handelt von der Suche eines Mannes nach seiner wahren Identität. In Groningen, im Kreis seiner Familie, musste er der brave Ehemann und Familienvater sein. In der Freiheit, in Paris, fühlt er sich durch die Berichterstattung der Presse verleumdet. Dem Kommissar fühlt er sich n o c h überlegen. Ein tiefgründiger und spannender Roman bis zur letzten Seite.

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10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Th. Leibfried TOP 500 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Georges Simenon habe ich immer ausschließlich mit den Kriminalromanen rund um Kommissar Maigret in Verbindung gebracht. Welch ein Fehler. Glücklicherweise hat die SZ-Bibliothek mir ein Werk außerhalb dieser Mammutreihe quasi auf dem Präsentierteller gereicht.

„Der Mann, der den Zügen nachsah" ist eine fesselnde psychologische Beschreibung eines holländischen Prokuristen, der durch die illegalen Machenschaften seines Chefs zuerst in die Arbeitslosigkeit und dann indirekt auch zu Verbrechen getrieben wird. In den Jahren der Zurückhaltung, in einer allzu gezwungenen Welt, mit einer Ehefrau, die ihn und die er siezt, hat sich in Kees Popinga ein Überdruck aufgebaut, der schlagartig entweicht, als er durch exogene Faktoren frei wird. Zuerst entlädt sich dieser Druck im Mord an einer Prostituierten, die ihn abweist, dann in einer ruhelosen Flucht, einem genial geschilderten Versteckspiel vor der Pariser Polizei, unterbrochen durch wenige zwischenmenschliche Kontakte, insbesondere zu Pariser Prostituierten.

Bereits in den dreißiger Jahren entstanden, ist dieser Roman als Abbildung einer Gesellschaft, die jedem einzelnen viele Zwänge auferlegt, so gültig wie damals. Zuviel Beherrschung, die Unterdrückung der eigenen Bedürfnisse, die Zwangsjacke der beruflichen und privaten Existenz, verursachen auch heute noch Ausbruchversuche auf er einen, es muss ja nicht immer gleich Mord sein, oder zerbrochene Existenzen auf der anderen Seite.

„Der Mann, der den Zügen nachsah" gehört für mich neben von Keyserlings „Wellen" zu den überraschend positiven Werken der SZ-Bibliothek. (Und nicht immer sind sich die Rezensenten so einig wie in diesem Fall.) Unbedingt empfehlenswert.

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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Zeitlos 5. Oktober 2005
Von Tapir1962
1947 ist Simenons Roman erschienen. Romanen, die an die 60 Jahre alt sind, merkt man ihre zeitgeschichtliche Einbettung meist an. Zwar bleibt die grundlegende Thematik oft zeitlos interessant, aber die Art und Weise, wie Menschen mit ihrem Leben umgehen und darüber reflektieren, und sich letztlich auch verhalten, verändert sich meist doch sehr schnell. Schnell werden einem Romane, die in einer anderen Zeit spielen, fremd.
"Brief an meinen Richter" ist das erste Simenon-Buch, das ich seit mehr als zwanzig Jahren gelesen habe. Es sind vor allem zwei Dinge, die mich nach dem Lesen dieses Romanes beschäftigen:
Zum einen die absolute Zeitlosigkeit, mit der dieser Roman geschrieben ist. Die Midlife-Crisis von Kees Popinga könnte genauso gut einen leitenden Angestellten am Anfang des 21. Jahrhunderts treffen und die Art und Weise, wie er vollkommen psychopathisch und selbstüberschätzend auf Ereignisse reagiert, die ihn überrollen, könnte ebenfalls heute genauso stattfinden. Simenon ist damit auch heute noch absolut lesenswert und das Buch der lebendige Beweis dafür, dass psychologisch genaue Charakterstudien auch über Jahrzehnte hinweg nichts von ihrer Aktualität verlieren.
Der andere Aspekt aber: Schön, dass Simenon keine Alltagsfliege war und ich mit Hilfe der Edition der "Süddeutschen" wieder Zugang zu einem Autor gefunden habe, der soviel produziert hat, wie kaum ein anderer. Nach "Drei Zimmer in Manhattan" und "Brief an meinen Richter" hat sich dieser Eindruck gefestigt und ich freue mich auf viele zukünftige Leseerlebnisse mit Georges Simenon.
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Die neuesten Kundenrezensionen
Lesbar, interessant, gut!
Endlich wieder ein lesbares Buch der SZ-Reihe.
Interessant, gefühlvoll und nachvollziehbar, wird der Weg in den Wahnsinn von Kees Popinga geschildert. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 30. November 2007 von Janie
Eine von unzähligen Wahrheiten
Das Buch endet mit dem Satz: Es gibt keine Wahrheit, oder?"

Als Leser möchte man eingreifen in die Handlung, ihr eine andere Wendung geben, sie in eine positive... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 18. Oktober 2007 von Udogi-Sela
Auf nach Amsterdam
Auf was für verrückte Ideen man doch kommt, wenn man sein Leben über hat. Man setzt sich den Zug, verläßt die Familie und beginnt ein neues Leben. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 25. Juli 2007 von Polar
Ein Klassiker, der wirklich in diese Reihe gehört
1938 kam dieser Roman das erste Mal heraus und ist dafür, dass man damals noch nicht so viel über so genannte Psychopathen wusste, erstaunlich genau in der... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 11. Juli 2007 von K. Beck-Ewerhardy
Ein Mann in der Krise, spannend zu lesen
Ein Krimi? Nicht unbedingt. Selbstmitleidiger Roman eines Menschen in der Krise? Auch nicht. Was dann? Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 11. März 2006 von variety
Große Langeweile
Schade, dass es keine Bewertung null Sterne" gibt. Nie zuvor habe ich ein Buch mit größerer Langeweile gelesen. Zwischenzeitlich musste ich mich zum lesen zwingen. Lesen Sie weiter...
Am 6. September 2005 veröffentlicht
Sichere bürgerliche Existenz als trügerische Scheinwelt
Der Süddeutschen Zeitung gebührt die Anerkennung, mit der Neuedition von 50 großen Romanen des 20. Jahrhunderts unter dem Motto "Lese. Freude. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 21. Februar 2005 von Karl-Heinz Heidtmann
Die Sehnsucht nach der Weite
Der arme Mann, der Hauptcharakter, hat sich zu Liebe der anderen Menschen selbst immer vernachlässigt und seinem Hang zur Freiheit schleifen lassen. Lesen Sie weiter...
Am 5. Januar 2005 veröffentlicht
Maskenwechsel
Anfangs hat mich der Titel des Buches abgeschreckt: Klingt ja nicht sehr spannend, ein Mann, der Zügen nachsieht. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 12. Dezember 2004 von Dominik Schuster
Es gibt keine Wahrheit
Simenon ist ein exzellenter, scharfsinniger Beobachter. Ohne ein Urteil zu fällen oder allzu sehr zu psychologisieren, beschreibt er die Wandlung eines, oberflächlich... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 16. November 2004 von Jörg R.
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